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Welches Laufband passt zu mir?

Laufband ist nicht gleich Laufband. Zwischen motorisierten und sogenannten manuellen – sprich: rein mechanischen – Modellen gibt es große Unterschiede.

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Junge Menschen trainieren am Laufband
shironosov / iStock

Wer mit der Anschaffung eines eigenen Laufbands liebäugelt, hat die Qual der Wahl: zwischen Tretroller und Ferrari ist so gut wie alles im Angebot. Die letztgültige Entscheidung hängt wohl in erster Linie vom Platzverbrauch und dem finanziellen Limit ab.

Im Fitnesscenter hat man es da einfacher: Man nimmt, was herum steht – oder? Denkste! Denn neben den klassischen motorisierten Laufbändern verbreiten sich in modernen Gyms auch mehr und mehr manuelle Treadmills. Frei nach dem Motto: Back to the basics!

Im ersten Moment klingt das vernünftig: Wozu den Motor einschalten, wenn es um körperliche Betätigung geht? Ich laufe ja auch selber, da werde ich sicher auch das Band mit meiner Muskelkraft antreiben können! Schont die Umwelt und stählt die Oberschenkel.

Ganz so einfach ist das allerdings nicht: Beide Modelle haben ihre Vorzüge und ihre Schwächen. Welche das sind, haben wir uns einmal näher angesehen.

+++ Mehr zum Thema: 7 Vorteile am Laufband +++

Manuelle Laufbänder kommen ohne Motor aus.

CUT Fitness / facebook

Manuelle und motorisierte Laufbänder im Vergleich

Motorisiertes Laufband Manuelles Laufband
Das System Motorisierte Laufbänder haben eine flache Lauffläche und einen Motor, der ein sich kontinuierlich bewegendes Band antreibt. Der Läufer versucht, seine Geschwindigkeit durch Schrittlänge und Schrittgeschwindigkeit an das Band anzupassen. Nicht-motorisierte Laufbänder haben eine gekrümmte Oberfläche und – wie der Name schon sagt – keinen Motor. Das erfordert, dass der Läufer auf der Oberfläche schreitet und das Band mit jedem Schritt selber vorwärts bewegt.
Trainingsintensität Das Training auf einem motorisierten Band ist weniger anstrengend. Der Vorteil daran: Man kann länger trainieren. Deutlich intensiver. Vor allem am Anfang werden die Trainingseinheiten dadurch kürzer ausfallen.
Gelenke Motorisierte Laufbänder sind besser gefedert. Das schont die Gelenke. Allerdings ist das auch abhängig vom Material des "Untergrundes". Erkundigen Sie sich! Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, stellen Sie eine Steigung von mindestens 2,5% ein, um die Knie zu entlasten. Abhängig von der Qualität des Geräts. Oft ist der Untergrund härter. Wenn Sie gelenkschonend laufen wollen, sollten sie in geeignete Schuhe investieren. Andererseits haben gebogene manuelle Bänder bereits eine kleine Steigung eingebaut (siehe Bild oben) → gut für die Kniegelenke!
Tempo Jede Geschwindigkeit möglich. Die elektronische Steuerung hilft dabei, entweder HIIT-Trainings punktgenau zu planen oder ein gleichbleibendes Tempo gut durchzuhalten.  Theoretisch ist jede Geschwindigkeit möglich. Praktisch werden Sie am manuellen Laufband langsamer laufen. Ein gleichmäßiges Tempo beizubehalten, erfordert hier viel Konzentration und Ausdauer. Es wird Ihnen nicht immer gelingen.
Kalorienverbrauch  geringer deutlich höher (bis zu 30% mehr)
Auch für Walking geeignet?  ja  ja
 Motivation Leichter. Das Tempo des Bandes treibt den Läufer an, auch dann, wenn dieser von sich aus lieber schlapp machen würde… Der Läufer ist komplett eigenverantwortlich. Wenn er langsamer wird, wird das Band auch langsamer. Das Training hängt somit ausschließlich von der eigenen Disziplin ab, es gibt keine technische Unterstützung…
 Sicherheit Unfälle sind selten, aber möglich: Das Band nimmt keine Rücksicht darauf, ob der Läufer stolpert oder strauchelt. Sehr sicher. Sobald der Läufer stoppt, stoppt das Band.
 Für wen? Für jedes Trainingslevel – vom Anfänger bis zum Profi. Kinder sollten, wenn überhaupt(!), nie unbeaufsichtigt am Laufband sein → siehe Unfallgefahr Im Prinzip ebenfalls für alle, aber längere Eingewöhnung, da auch die Balance eine Rolle spielt. Besser geeignet für Kinder, allerdings gilt auch hier: Nur unter Aufsicht!

Marcel Hirscher trainiert übrigens auf einem manuellen Laufband.

 Kritik Studien zeigen, dass beim Laufen auf einem motorisierten Laufband eine stärkere Vorwärtsneigung des Oberkörpers auftritt. Dadurch wird die Rückenmuskulatur entlang der Wirbelsäule gedehnt und der Hüftbeuger verkürzt sich. Das Becken rotiert nach vorne, es kommt zu einer Einschränkung des Bewegungsbereichs der Hüftflexoren. unzureichende Studienlage

+++ Mehr zum Thema: 5 Anfängerfehler beim Laufen +++

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