Fitness

Warum wird der Muskelkater am 2.Tag stärker wird

Der Muskelkater ist ein fieser Zeitgenosse: Wo wir uns am Tag nach dem Sport oft in schmerzfreier Sicherheit wähnen, schlägt er 24 Stunden später erst richtig zu.

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Muskelkater entsteht am häufigsten durch sogenannte exzentrische, negative Bewegungen, zum Beispiel beim Absenken der Hantel.
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Ein ausgewachsener Muskelkater gehört zum Dasein eines waschechten Sportlers einfach dazu. Er ist per se nicht schädlich, sondern nur Zeuge einer ordentlichen Beanspruchung bestimmter Muskelpartien. Der Schmerz tritt vor allem dann auf, wenn wir neue Bewegungen oder Belastungen ausüben, Gewichte steigern oder Laufstrecken ausdehnen.

Was viele nicht wissen:

  • Muskelkater entsteht am häufigsten durch sogenannte exzentrische, negative Bewegungen, zum Beispiel beim Absenken der Hantel.
  • Solche Bewegungen werden oft eher vernachlässigt und unsauber ausgeführt.
  • Beispiele für Übungen mit langer exzentrischer Bewegung sind Squats, Liegestütze oder Klimmzüge.

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Übermorgen tut's weh

Bei Überlastung des Muskels entstehen winzige Risse. In diese dringt Wasser ein und eine Entzündung entsteht. Das verursacht vorerst keine Schmerzen, weil Muskeln über keine Schmerzrezeptoren verfügen. Erst etwas später, wenn der Körper die Entzündungsprodukte aus dem Gewebe "spült", werden die Nervenenden außerhalb des Muskels auf das Geschehen aufmerksam.

  • Wir merken: Beim Aufstehen aus dem Bett am zweiten Tag nach dem Workout tut alles weh. Die Entzündungsstoffe wurden komplett aus dem Muskel geholt und treffen unsere Schmerzrezeptoren mit voller Wucht.

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Was tun gegen die Qual?

Wer seinen Fitnesszustand verbessern, Muskeln wachsen lassen und an seine körperlichen Grenzen gehen will, wird um den ein oder anderen Muskelkater nicht herumkommen. Folgende Tipps können jedoch die Häufigkeit und die Intensität der Schmerzen reduzieren:

  • Sauna und Eisbad: Die Kombination aus Wärme und Kälte regt den Blutkreislauf an und hilft dem Organismus dabei, die durch die Muskelreizung entstandenen Entzündungsstoffe auszuschwemmen.
  • Wechselduschen: Wer nicht gern in die Sauna geht, kann nach dem Workout einfach eine warm-kalte Dusche nehmen.
  • Entzündungshemmer aus der Küche: Greifen Sie zu diesen Lebensmitteln und bekämpfen Sie den Muskelkater aus dem Bauch heraus. Außerdem wirken jene drei Nüsse besonders gut gegen Entzündungen.
  • Massagen: Gönnen Sie sich einmal monatlich eine Massage. Das löst Verspannungen und beschleunigt die Regeneration.
  • Blackroll: Rollen Sie sich nach dem Sport ausgiebig mit einer Blackroll durch. Das schmerzt anfangs zwar, reduziert auf Dauer Muskelfaserrisse und beugt generell Verletzungen beim Sport vor. Die verklebten Faszien werden gelockert, was zusätzlich zu einem angenehmen Massage-Effekt führt.

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