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Verkürzen Protein-Shakes unser Leben?

Wissenschafter entdeckten, dass Protein-Shakes möglicherweise unsere Stimmung beeinflussen, die Gewichtszunahme anregen und sogar unsere Lebensdauer verkürzen können!

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Forscher entdeckten, dass Shakes mit Whey-Zusatz unser Leben verkürzen können.
S_Chum / iStock

Wer seinen Körper definieren und trainieren möchte, greift häufig zu Nahrungsergänzungsmitteln wie Whey-Pulver oder fertigen Protein-Shakes. Diese unterstützen den Organismus angeblich beim Muskelaufbau und sollen den Weg zum Traumkörper ebnen.

Australische Forscher entdeckten nun, dass der übermäßige Genuss von Protein-Shakes alles andere als gesund ist: Die Produkte sollen miesepetrig machen und sogar zu Übergewicht führen.

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Mäuse brachten Lösung

Forscher der University of Sidney untersuchten im Rahmen einer Studie, inwiefern sich der Konsum von übermäßigem Protein auf den Körper auswirkt. Immer mehr Sportler greifen auf Nahrungsergänzungsmittel für die extra Portion Eiweiß zurück, doch unterschätzen dabei mögliche Nebenwirkungen.

Die verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAAs) in den Shakes können zu Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen, Blähungen oder Hautirritationen führen. Mit BCAA werden die drei Aminosäuren Leucin, Valin und Isoleucin zusammengefasst.

Labormäuse, denen BCAAs gefüttert wurden, zeigten folgende Symptome: 

  • Die zu hohen BCAA-Werte im Tierblut konkurrierten mit der Aminosäure Tryptophan um dessen Transport ins Gehirn.
  • Tryptophan wird in unserem Körper zu Serotonin umgewandelt, welches als "Glückshormon" bekannt ist und für gute Stimmung sorgt.
  • Der BCAA-Überschuss führte in der Studie jedoch zu einem Serotoninabfall, der die Mäuse dazu brachte, mehr Nahrung zu sich zu nehmen und übergewichtig zu werden. Dies verkürzte infolgedessen auch die Lebenszeit der Tiere.

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Von der Maus nicht auf den Menschen schließen

Bei der Untersuchung handelt es sich um einen Tierversuch und nicht um eine klinische Studie. Es kann also nicht einfach davon ausgegangen werden, dass BCAAs beim Menschen gleich wirken wie bei der Maus.

Um eine solche Kausalität herstellen zu können, bedarf es weiterer und größerer Studien mit anderem Setting.

Abwechslungsreiche Eiweißquellen

Die Forscher appellieren dennoch aufgrund der Studienergebnisse statt auf künstliche BCAAs auf abwechslungsreiche Eiweißquellen natürlichen Ursprungs zurückzugreifen. Ein Zusammenspiel aus Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralstoffen und einer Vielzahl von essenziellen Aminosäuren ist dabei zu beachten.

  • Nahrhafte Quellen für BCAAs sind rotes Fleisch, Fisch, Eier, Hühnchen und Milchprodukte.
  • Vegetarier finden sie in Bohnen, Linsen, Nüssen und Soja.
  • Nüsse, Samen, Käse, Pute und Sojabohnen enthalten viel Tryptophan, was zu einer verbesserten Stimmung führen kann.

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