Fitness

Diese Leistungstests beim Sportmediziner sind für Sportler sinnvoll

Du willst wissen, wie es um deine körperliche Leistungsfähigkeit bestellt ist? Dann absolviere beim Sportmediziner folgende Tests.

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Leistungstest beim Sportmediziner
gorodenkoff / iStock

Unser Körper, unser Tempel: Niemals war der Wunsch nach einem gesunden, fitten und leistungsfähigen Body größer als heute. Die sportlichen Ziele sind dabei je nach Person verschieden. Manche wollen lediglich ein paar Kilos verlieren, andere suchen die Herausforderung und möchten im Leistungssport brillieren. Sportmediziner bieten zum Beispiel folgende zwei Tests an, die den Ist-Zustand unserer körperlichen Fitness darstellen. Anhand der Ergebnisse lassen sich dann individuell passende Trainingspläne erarbeiten.

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Laktattest für mehr Leistungsfähigkeit

Laktat bezeichnet ein Produkt des Stoffwechsels, das entsteht, wenn Muskeln zu wenig Sauerstoff bekommen.

  • Je mehr wir uns anstrengen müssen, desto mehr Laktat bilden die Muskeln.
  • Im Normalfall macht das nichts aus, denn unser Körper regelt Produktion und Abbau von Laktat problemlos alleine.
  • Wer sich allerdings weiter über Gebühr beansprucht, lässt seinem Körper nicht genügend Raum zum Abbau des Laktats.
  • Dieser Moment der Überlastung wird als anaerobe Schwelle bezeichnet.

Der Laktattest eruiert, wo deine persönliche anaerobe Schwelle bei körperlicher Anstrengung liegt. Für den Test läufst du entweder auf dem Laufband oder sitzt auf einem Ergometer. Alle drei Minuten wird die Intensität erhöht, währenddessen wird immer wieder der Laktatgehalt im Blut (kleiner Pieks ins Ohrläppchen) gemessen. Der Test endet, wenn dir die Puste ausgeht. Eine Kurve zeigt dann an, wo deine Dauerleistungsgrenze liegt. Um diese zu erhöhen, musst du deine Grundlagenausdauer steigern. Das heißt: Langsam, aber länger und öfter laufen. Die Kosten für den Laktattest musst du selber tragen und liegen um die 90 Euro.

Mehr dazu: Aerob oder anaerob trainieren?

Spiroergometrie für optimale Fettverbrennung

Wer es noch genauer wissen möchte, macht eine Spiroergometrie (nicht zu verwechseln mit der Spirometrie). Diese ist ein wenig teurer (um die 180 Euro), misst dafür aber gleich mehrere Werte. Erhoben werden:

  • Sauerstoff- und Kohlendioxidkonzentration
  • Atemvolumen
  • daraus ergibt sich der ideale Pulsbereich, bei dem die meisten Kalorien verbrannt werden

Wie beim Laktattest sitzt du auf dem Rad oder läuft am Laufband, die Intensität wird langsam gesteigert. Während des Tests wird die ausgeatmete Luft via Atemmaske und die Herzfrequenz via Pulsuhr oder Elektroden wie beim EKG erhoben. Das ermöglicht die Analyse des gesamten Energiestoffwechsels: Aus dem Verhältnis von ausgeatmetem Kohlendioxid und aufgenommenem Sauerstoff berechnet der Arzt den sogenannten respiratorischen Quotienten.

  • Ein Wert von 0,7 spricht für eine gute Sauerstoffversorgung der Muskeln, die Energie wird vor allem aus dem Fettstoffwechsel gewonnen.
  • Ein Quotient von mehr als 1 bedeutet, dass der Körper Laktat abbaut.
  • Zusätzliches Kohlendioxid entsteht, das über die Atmung ausgestoßen wird. Du bist also (noch) nicht topfit.

Anhand all dieser Daten kann schlussendlich ein passender Trainingsplan für dich erstellt werden.

Mehr dazu: Tipps für den 5-Kilometer-Lauf

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