Fitness

Gibt es Menschen, bei denen Sport nichts bringt?

Nicht jede Form der Bewegung trägt bei jedem Menschen diesselben Früchte.

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Sportliche Frau dehnt ihre Oberschenkelmuskulatur vor dem Lauf in der Morgensonne
mooshny / Fotolia

Eine Untersuchung der Queen's University in Kingston (Kanada) hat sich damit beschäftigt, ob es tatsächlich Menschen gibt, bei denen keine einzige Sportart körperliche Erfolge zeigt. Solche Personen werden in der Sportwissenschaft als Non-Responder betitelt.

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Das richtige Workout als Frage des Typs

Dass sich ein einmaliges Training nicht unmittelbar an Oberarm oder Bauch messen lässt, ist klar. Manche stecken jedoch viel Zeit und Energie in Kraft– oder Ausdauertraining, ohne entsprechende Veränderungen wie eine Gewichtsabnahme oder Muskelwachstum an sich feststellen zu können. Dieses Phänomen ist mit zahlreichen Untersuchungen belegt.

Totale Non-Responder gibt es nicht

Non-Responder, die auf keine Art der Bewegung ansprechen, sind nach neuesten Erkenntnissen jedoch als wissenschaftlicher Irrtum einzustufen. Der kanadischen Studie entsprechend, müsste nur jeder ein für sich passendes Workout finden, am besten via Trial and Error. Außerdem macht eine Kombination verschiedener Bewegungsvarianten Sinn.

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Schweißtreibende Studie

Für die wissenschaftliche Untersuchung teilten die Verantwortlichen die Probanden in zwei Gruppen auf:

  • Gruppe 1: Machte über drei Wochen vier Mal pro Woche für 30 Minuten ein Workout auf dem Ergometer.
  • Gruppe 2: Machte in der selben Zeit und Intensität Intervalltraining.

Nach dem dreiwöchigen Sportprogramm sollten sich die Teilnehmer an eine mehrmonatige Regenerationsphase halten, danach tauschten die Gruppen die Trainingspläne und das Schwitzen ging in die nächste Runde. Im Mittel waren sowohl das Ausdauertraining auf dem Ergometer als auch die Intervallvariante wirksam. Beide Gruppen verzeichneten im Schnitt eine bessere Ausdauer. Als die Wissenschafter jedoch die Einzelergebnisse der Teilnehmer unter die Lupe nahmen, erkannten sie Folgendes:

Probanden sprachen unterschiedlich auf Training an

Unabhängig von der Art des Trainings blieb bei einem Drittel der Probanden die Wirkung des Bewegungsprogramms aus, manche zeigten sogar eine schlechtere Fitness als vor dem Versuch. Die wichtigste Erkenntnis widerlegte dann letztendlich die Theorie der sogenannten Non-Responder: Alle, die im Intervalltraining nicht erfolgreich waren, verbesserten sich im Ausdauertraining und umgekehrt.

Für manche bringen gewisse Sportarten tatsächlich nichts

Für die Praxis heißt das, dass es kein Universalkonzept in Sachen Sport gibt. Wenn eine Sportart längerfristig keinen Erfolg verspricht, liegt es daran, dass Sie die falsche Sportart für Ihren Organismus betreiben.

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