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Studie beweist: Allergie auf Sport gibt es wirklich

Sport fällt Ihnen unglaublich schwer und allein der Gedanke an Bewegung sorgt für Übelkeit? Da könnte möglicherweise eine Fitness-Allergie dahinterstecken!

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Was? Eine Sport-Allergie ist tatsächlich möglich?
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Wir kennen doch alle unseren super sportlichen Freund, der uns ständig zum Laufen, Klettern oder Roller-Skaten überreden will. Während einige solche Angebote enthusiastisch annehmen, hegen andere einen grundsätzlichen Groll gegen körperliche Betätigung. Kaum eine Runde um den Block gelaufen, wird ihr Kopf hochrot, sie leiden an Atemnot und der nächste Schwächeanfall wartet schon. Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann könnten Sie tatsächlich allergisch auf Sport sein! Und das ist keine fadenscheinige Ausrede.

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Wissenschafter bestätigen Allergie

Natürlich haben wir schon öfter den Spruch "Ich bin wohl allergisch auf Sport" gehört und darüber geschmunzelt, doch nun ist diese Aussage sogar wissenschaftlich bewiesen. Amerikanische Forscher entdeckten die "bewegungsinduzierte Anaphylaxie" (exercise-induced anaphylaxis), die die allergische Reaktion während oder nach körperlicher Anstrengung beschreibt. Die Wissenschafter untersuchten für ihre Studie 16 Probanden im Alter zwischen 12 und 54 Jahren, die während und nach sportlichen Aktivitäten beobachtet wurden.

Dabei diagnostizierten sie folgenden Symptome: 

  • Bauchschmerzen
  • Übelkeit
  • großflächige Hautrötung
  • Schwellungen der Haut und Lippen
  • Nesselsucht
  • In schweren Fällen: Schwellungen der Zunge, Atemnot, Schwächegefühl, Heiserkeit, Schluckbeschwerden

Tritt ein allergischer Schock auf, kann es sogar zu einem Blutdruckabfall und Ohnmacht kommen.

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Sport und Essen als Allergieauslöser

Die Mediziner entdeckten zusätzlich eine weitere Form der Allergie, die nur durch den Konsum bestimmter Nahrungsmittel in Kombination mit Sport ausgelöst wird. Dabei wurde deutlich, dass

  • Weizenmehlprodukte,
  • Schalentiere
  • und Nüsse

häufig eine allergische Reaktion verursachen, wenn nach dem Verzehr Sport betrieben wurde. Welche weiteren Faktoren noch zum Auftreten einer Sport-Allergie beitragen können, ist unklar. Weitere Untersuchungen stehen bis dato aus.

Laut dem US-Magazin Popular Science ist das Auftreten einer bewegungsinduzierten Anaphylaxie äußerst selten. Tatsächlich treten die Symptome gerade mal bei 50 von 100.000 Personen auf.

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Im Notfall zum Arzt

Leiden Sie öfter unter Unwohlsein, Erschöpfung oder Hautreaktionen nach dem Sport, können auch ganz andere Ursachen dafür verantwortlich sein, z.B. die Einnahme bestimmter Medikamente.

Beobachten Sie wiederkehrende oder gar schlimmer werdende Beschwerden nach dem Workout, dann sollten Sie unbedingt mit einem Mediziner darüber sprechen. Auch wenn es für Müdigkeit & Co nach dem Sport plausible Erklärungen gibt, sollten Sie die Anzeichen nicht ignorieren.

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