Komplementärmedizin

DIY-Körnerkissen: Warum Kirschkernkissen gegen Schmerzen wirken

Ob Kirschkernkissen oder Traubenkernpolster: Bei so manchen Beschwerden erweisen sie sich als wahre Wunderwaffe.

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Frau liegt mit Schmerzen und Polster auf dem Bett
diego_cervo / iStock

Nicht immer müssen Schmerzmittel her, um Bauch- oder Regelschmerzen zu lindern. Oft reicht schon die Wärme oder Kälte eines Körnerkissens, z.B. mit Kirschkernen. Wir verraten Ihnen, was hinter den Alleskönnern steckt und wie Sie sie ganz leicht selber machen können.

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Kirschkernkissen & andere Produkte

Körnerkissen sind Baumwollsäckchen, die mit Körnern oder Kernen befüllt sind. Hierfür werden häufig Kirschkerne, Traubenkerne, aber auch Dinkel oder Raps verwendet. Die Anwendung ist so simpel wie effektiv:

  • Haben Sie mit Bauch- oder Rückenschmerzen zu kämpfen, wärmen Sie das Kissen im Backofen (bei 60 Grad Celsius für circa 5 Minuten) oder in der Mikrowelle (bei 400 Watt für circa 2 Minuten) auf die erwünschte Temperatur.
  • Sollten Sie von geschwollenen Beinen oder gar Insektenstichen betroffen sein, lagern Sie das Kissen am besten im Kühlschrank. Die Anwendung ist selbstverständlich nicht für offene Wunden geeignet.
  • Damit sich die Temperatur im gesamten Polster gleichmäßig ausbreiten kann, kneten Sie ihn vor der Anwendung durch.
  • Anschließend einfach das Kissen auf die betroffene Stelle legen, schon tritt die Heilwirkung in Kraft.

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Heilkräfte dank Körner?

Körnerkissen haben die Eigenschaft, ihre Umgebungstemperatur optimal zu speichern. Wärme und Kälte helfen so dabei Verspannungen oder Krämpfe zu lösen. Obendrein entsteht durch die feine Struktur und die Anpassungsfähigkeit des Kissens eine Art Massageeffekt. Aufgrund der abgegebenen Wärme werden die Blutgefäße erweitert und in weitere Folge schmerzhemmende Botenstoffe im Gehirn ausgeschüttet. Bei kalter Anwendung funktioniert die Wirkung genau umgekehrt: Die Blutgefäße ziehen sich zusammen und beugen beispielsweise Blutergüsse vor.

Zudem besteht aufgrund des Kissenbezugs eine geringere Verbrennungs- oder Erfrierungsgefahr, weshalb sich das Kornkissen von üblichen Wärmeflaschen & Co abhebt. Für die folgenden Beschwerden können Sie den Wunderbeutel einsetzen:

erwärmtes Kissen gekühltes Kissen

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DIY-Körnerkissen zum Selbermachen

In nur wenigen Schritten können Sie Ihr Körnerkissen ganz leicht selber machen. Dazu brauchen Sie lediglich Nadel und Faden, einen Baumwollbezug oder eine alte Stofftasche sowie die gewünschten Körner. Besonders Kirschkerne oder Traubenkerne sind dabei sehr beliebt in der Schmerztherapie. Und so funktioniert das DIY-Kissen:

  • Die Menge der Körner ist abhängig von der Größe des Kissens. Bei einem eher kleineren Polster etwa 1 Kilogramm sorgfältig waschen und trocknen.
  • Sollten Sie dies nicht in der Sonne tun können, erhitzen Sie den Backofen auf maximal 60 Grad Celsius. Die Trocknung kann sich dabei über mehrere Stunden ziehen.
  • Nähen Sie die Seiten des Bezugs so zu, dass nur noch ein offenes Loch übrig bleibt. Bei Verwendung einer Tasche müssen Sie also nur mehr die Henkel abschneiden. So können Sie das Material danach in das Kissen füllen und gleichmäßig im Beutel verteilen.
  • Abschließend nähen Sie die übrig gebliebene Seite zu, wobei eine Doppelnaht von Vorteil ist. Und schon ist Ihr selbstgemachtes Körnerkissen fertig!

Wer seinem Wunderkissen eine individuelle Note verpassen möchte, kann sich aus einem Baumwollstoff auch ganz leicht einen persönlichen Bezug nähen. Wie das funktioniert, sehen Sie im unten abgebildeten Video:

 

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Ein Beitrag geteilt von Dörthe | ars textura DIY Ideen (@arstextura) am

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