Komplementärmedizin

Hausmittel bei Blasenentzündung

Wie Sie die Kräfte der Natur nutzen können, um Blasenentzündungen zu behandeln.

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Cranberry bei Blasenentzündung
Julia_Sudnitskaya / iStock

Unkomplizierte Blasenentzündungen zeigen sich durch Schmerzen und Brennen beim Wasserlassen sowie starken Harndrang, Fieber fehlt meist. Verursacher sind hauptsächlich Escherichia coli, Bakterien aus dem eigenen Darm. Gelangen sie in die Harnröhre, können sie bis zur Blase aufsteigen und dort zu Entzündungen führen. Um zu verhindern, dass der Infekt verschleppt wird und auf die Nieren übergreift, ist es wichtig, die Therapie ausreichend lange – bis Sie drei Tage völlig beschwerdefrei sind – durchzuführen.

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Cranberry (Vaccinium macrocarpon, Kranichbeere)

Die Inhaltsstoffe der roten Beere verringern die Anheftung von Bakterien an der Schleimhaut der Blase und hemmen damit ihre Vermehrung. Cranberrys können in Form von Saft, Tabletten oder Kapseln eingenommen werden, idealerweise zweimal täglich.

Rezept für selbst gemachten Blasentee:

  • Goldrutenkraut 60 g
  • Schachtelhalmkraut 25 g
  • Erdrauchkraut 20 g
  • Brennnesselblätter 15 g

Zwei gehäufte Teelöffel mit heißem, aber nicht mehr kochendem Wasser übergießen, 10–12 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Um eine gute Wirkung zu erzielen, sollten täglich zwei bis drei Tassen des Blasentees getrunken werden.

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Ansteigendes Fußbad mit Lavendelöl

  • Für ein ansteigendes Fußbad benötigen Sie eine größere Schüssel, in die Sie die Füße bequem stellen können, und zwei Kannen mit sehr heißem Wasser.
  • Füllen Sie die Schüssel mit körperwarmem Wasser auf, bis die Knöchel bedeckt sind. Die Temperatur des Wassers wird dann schrittweise durch Zugabe von heißem Wasser so lange gesteigert, bis die Füße heiß und rot sind.
  • Beenden Sie das Fußbad nach 20–30 Minuten und halten Sie anschließend Ihre Füße trocken und warm.

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Wärme

Bei Krämpfen und Unterleibsschmerzen wirkt Wärme sehr gut. Besonders geeignet sind Wärmeflaschen, Kirschkernsäckchen oder Heublumenauflagen, die auf den Unterbauch gelegt werden. Die Wärme hält länger, wenn Sie sich zusätzlich mit einer Wolldecke zudecken.

Voll- oder Sitzbad mit Kamille

Für ein Sitzbad benötigen Sie 50 g Kamillenblüten (alternativ können Sie auch 20–25 Beutel Kamillentee verwenden), die mit einem Liter kochendem Wasser aufgegossen werden. Den Sud 10 Minuten ziehen lassen und mit warmem Wasser aufgießen, bis eine Temperatur von etwa 35 °C erreicht ist. Verweilen Sie für 10–15 Minuten im Sitzbad, halten Sie anschließend den Unterleib trocken und warm.

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Zum Mythos "viel trinken" bei einem Harnwegsinfekt

Nachdem die meisten Krankheitserreger an der Blasenwand haften, können diese nicht "ausgespült" werden. Vielmehr wird die körpereigene Abwehr durch die hohe Flüssigkeitsaufnahme im Harn stark verdünnt und kann daher nicht die volle Wirkung entfalten. Bei starken Unterbauchschmerzen führen hohe Trinkmengen zu einer Linderung der Beschwerden, da der verdünnte Harn weniger Kalium enthält. Dadurch werden die Schmerzfasern der Blase nicht mehr so stark aktiviert. Wer also starke Schmerzen hat, sollte viel trinken, sich aber bewusst sein, dass die Keimabwehr dann nicht mehr so gut funktioniert.

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Dieser Artikel ist Teil der Reihe"Natürlich heilen – Traditionelle Europäische Medizin (TEM).

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