Komplementärmedizin

Hausmittel gegen Erkältung: Fieber senken und Co

Die echte Grippe (Influenza) sowie grippale Infekte haben derzeit wieder Hochsaison. Was bei unkomplizierten Infekten hilft.

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Hausmittel, die bei Erkältung helfen
Chepko / iStock

Im Herbst und Winter haben grippale Infekte, im Volksmund fälschlicherweise oft "Grippe" genannt, Hochsaison. Altbewährte Hausmittel sorgen für mehr Wohlbefinden und helfen, die Beschwerden zu lindern.

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Fieber senken mit Wadenwickeln

Generell gilt:

  • Fieber unter 39°C ist grundsätzlich nicht gefährlich und kann dem Körper dabei helfen, den Infekt schneller zu bekämpfen.
  • Bei erhöhter Temperatur fühlen wir uns jedoch unwohl und möchten etwas dagegen tun.

Bevor wir selbstverordnet fiebersenkende Medikamente andenken, sind jedoch erst einmal Wadenwickel angesagt. Sie leiten etwas Hitze aus dem Körper und verschaffen uns herrliche Abkühlung. Einfach  kaltes Wasser und Essig vermischen, Baumwolltücher (z.B. ein Geschirrtuch) darin tränken und um beide Waden wickeln. Sobald das  Tuch warm  ist, sollten Sie es wechseln. Das kann ein paar Mal wiederholt werden.

Mehr dazu: Sinnvolles Fieber: Nicht unterdrücken

Inhalieren mit Dampf

Trotz Schleim in Hals und Nase sind unsere Schleimhäute bei einer Erkältung ausgetrocknet. Die Inhalation von warmem Wasserdampf befeuchtet, löst verkrusteten Schleim und verbessert generell seinen Abtransport. Beliebte und unbedenkliche  Zusätze hierfür sind Salz, Kamillenblüten, Thymian oder Salbei.

  • Mit einem großen Handtuch über dem Kopf wird über heißem Wasser in einem Topf für etwa 10 Minuten tief ein- und ausgeatmet.
  • Kleine Kinder sollten nur bei mäßig heißem Wasser inhalieren  (etwa 40-50 °C), bei Kinder ab 6 Jahren sind auch schon 70 °C erlaubt.
  • Eltern sollten hierbei immer gut aufpassen, dass die Entfernung vom Topf weit genug ist und sich die Kinder nicht verbrühen.

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Lauwarmes Fußbad

Besonders zu Beginn kann ein angenehmes Fußbad die Symptome der Erkältung lindern. Der damit einhergehende Temperaturanstieg sorgt nicht nur für Entspannung, sondern auch für eine gute Durchblutung. Ein warmes Fußbad eignet sich jedoch nur für fieberfreie Patienten. Bei Fiebersymptomen ist ein Fußbad ungeeignet, da die Kreislaufbelastung zu hoch sein könnte.

Das Wasser sollte jedoch nur ein paar Grad wärmer als die Körpertemperatur und keinesfalls heiß sein – Experten zufolge sind rund 41°C ideal. Ein paar wohlriechende Duftöle dazu – und schon wird die Selbstbehandlung ein Genuss.

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Händewaschen, Händewaschen, Händewaschen

Häufiges Händewaschen, gerade wenn man niest und hustet, senkt das Übertragungsrisiko auf andere Menschen, auch etwa bei der Darmgrippe. Selbst wenn es für Sie zu spät ist: Sorgen Sie nicht dafür, dass Sie Ihre Keime an andere weitergeben – frei nach dem Motto: "What goes around, comes around".

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