Komplementärmedizin

Was hilft bei Krämpfen? Wirksames aus der Naturheilkunde

Was bei Muskel- oder Organkrämpfen wirklich hilft.

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Frau hat Krämpfe
martin-dm / iStock

Krämpfe der inneren Organe

Bei einem Krampf im Bauchraum kommt es zu einem plötzlichen Zusammenziehen der "glatten" Muskulatur in den inneren Organen. Am häufigsten sind Magen und Darm betroffen, in selteneren Fällen auch die Gebärmutter.

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Kamille

Kamille wirkt nicht nur entzündungshemmend, sondern beruhigt und entspannt auch die Muskeln im Verdauungstrakt: Trinken Sie daher bei Bauchkrämpfen täglich zwei bis drei Tassen Kamillentee. Einen Teelöffel getrockneter Kamille in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser übergießen und zugedeckt etwa 15 Minuten ziehen lassen. Anschließend abseihen und langsam schluckweise trinken.

Gänsefingerkraut

Gänsefingerkraut wirkt entkrampfend auf die Muskulatur im Magen-Darm-Trakt. Für Gänsefingerkraut-Tee werden zwei gehäufte Teelöffel Kraut in kaltes Wasser gegeben, bis zum Sieden erhitzt, dann für 5 Minuten ziehen lassen. Trinken Sie täglich drei Tassen bzw. bei akuten Krämpfen stündlich einige Esslöffel.

Feuchtwarme Umschläge

Wärme entspannt und fördert die Durchblutung. Neben den klassischen Wärmespendern wie Kirschkernkissen und Wärmflasche sind auch feuchtwarme Umschläge geeignet, Krämpfe zu lindern. Besonders gute Wirkung zeigen Umschläge mit Heilerde (mit Kamillentee zu einem Brei angerührt), aber auch Kartoffelwickel.

Herstellung eines Kartoffelwickels:

  • Kartoffeln in der Schale gar kochen.
  • Kartoffeln zerdrücken und auf ein Baumwolltuch legen.
  • Daraus ein Päckchen formen und auf den Bauch legen.

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Muskelkrämpfe

Bei einem Muskelkrampf zieht sich die sogenannte "quergestreifte" Muskulatur plötzlich sehr stark zusammen und schmerzt. Am häufigsten sind die Waden und das Fußgewölbe betroffen. Auslöser dafür ist in den meisten Fällen eine unzureichende Durchblutung der Muskulatur.

Wechselfußbad nach Kneipp

Wechselfußbäder fördern die Durchblutung und lindern dadurch Muskelverkrampfungen.

Und so geht’s:

Füllen Sie eine Fußbadewanne mit 34 °C warmem Wasser und fügen Sie Baldrian hinzu. Die zweite Wanne wird mit kaltem Wasser befüllt (je kühler, desto wirkungsvoller). Stellen Sie nun beide Beine für etwa 5 Minuten in die warme Wanne, dann wechseln Sie für 10–15 Sekunden in die kalte Wanne. Wiederholen Sie den Vorgang ein zweites Mal. Anschließend das Wasser von den Füßen abstreifen, (nur) die Fußsohlen abtrocknen und Socken anziehen.

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Ingwer

Bei Krämpfen ist eine Massage mit Ingweröl eine Wohltat. Für die Herstellung des Öls wird eine frische Ingwerknolle gerieben und anschließend durch ein Baumwolltuch gedrückt. Den Ingwersaft mit Sesamöl vermischen. Das fertige Ingweröl soll kühl und dunkel gelagert werden.

Dieser Artikel ist Teil der Reihe"Natürlich heilen – Traditionelle Europäische Medizin (TEM).

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