Komplementärmedizin

Was tun bei Schwindel?

Wenn sich alles dreht: Diese Hausmittel bringen den Kreislauf wieder in Schwung.

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Was bei Schwindel wirkt
gremlin / iStock

So gut wie jeder kennt das Gefühl: Das Gleichgewicht versagt, der Gang wird unsicher und im Kopf dreht sich alles. Gelegentlich auftretende Schwindelattacken sind meist harmlos und lassen sich mit natürlichen Mitteln etwas reduzieren. Halten die Symptome jedoch länger an oder treten sie häufig auf, sollte ein Arzt der Ursache auf den Grund gehen.

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Melisse

Melissentee eignet sich gut, um Schwindel vorzubeugen. Trinken Sie dafür über einen längeren Zeitraum täglich zwei Tassen davon. Wer Melissentee selbst herstellen möchte, benötigt pro Tasse einen Esslöffel getrocknete Melissenblätter.

Wechselduschen

Morgendliche Wechselduschen sind ein wirksames Mittel gegen Schwindel, der durch Kreislaufschwäche oder einen zu niedrigen Blutdruck bedingt ist. Sie bringen den Kreislauf in Schwung und trainieren zudem die Gefäße – Schwindelattacken können dadurch deutlich reduziert werden.

Duschen Sie zunächst lauwarm, dann warm und danach kalt. Wiederholen Sie den Vorgang vier- bis fünfmal und achten Sie darauf, die Wechseldusche immer kalt zu beenden.

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Atmung

Bei einer akuten Schwindelattacke kommt es auf die richtige Atemtechnik an. Tiefe Atemzüge verbessern die Sauerstoffversorgung im Gehirn, wodurch sich der Schwindel in der Regel schnell bessert.

So geht's: Platzieren Sie in liegender Position eine Hand auf dem Bauch und verschließen Sie mit dem Daumen der anderen Hand ein Nasenloch. Jetzt langsam durch das offene Nasenloch einatmen und gedanklich versuchen, "in den Bauch hineinzuatmen". Nun den Atem kurz anhalten und beide Nasenlöcher sowie den Mund verschließen. Nach zwei bis drei Sekunden wieder langsam ausatmen. Wiederholen Sie die Atemtechnik zehnmal, anschließend im Sitzen 5 Minuten ruhig weiteratmen.

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Pfefferminze

Pfefferminze belebt den Organismus und kann so helfen, Schwindelgefühle zu reduzieren. 30 g Pfefferminze reichen für einen Liter Wasser. Lassen Sie die Kräutermischung 10 Minuten ziehen. Die Wirkung entfaltet sich am besten, wenn Sie über längere Zeit täglich zwei bis drei Tassen davon trinken.

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Weitere Tees gegen Schwindel:

  • Weißdorn
  • Ringelblume
  • Lavendelblüten
  • Schafgarbe
  • Schwindelwurz

Mistel

Die Mistel ist seit jeher als potente Heilpflanze bekannt. Besondere Wirkung hat sie auf das Herz-Kreislauf-System: Sie regt den Stoffwechsel an, stabilisiert den Blutkreislauf und hilft so, Beschwerden wie Kopfschmerzen oder Schwindel zu lindern.

Für einen Mistelaufguss benötigen Sie getrocknetes Mistelkraut. Geben Sie drei Teelöffel davon in 250 ml kaltes Wasser, lassen Sie es über Nacht stehen und seihen Sie die Pflanzenteile anschließend ab. Trinken Sie täglich ein bis zwei Tassen des warmen Tees.

Kalter Armguss nach Kneipp

Der Armguss wirkt belebend und kurbelt den Kreislauf an, Schwindelgefühle können dadurch vermindert werden.

Stellen Sie die Temperatur des Wassers auf etwa 18 °C. Führen Sie nun den Wasserstrahl beginnend an der rechten Hand außen über den Arm bis zur Schulter nach oben. Dort etwas verweilen und dann an der Innenseite bis zur Handfläche zurückgleiten. Gehen Sie am linken Arm genauso vor. Streifen Sie das Wasser nun sanft von den Armen ab, nicht abtrocknen. Ziehen Sie sich anschließend an und bewegen Sie die Arme, um den Körper wieder aufzuwärmen.

Dieser Artikel ist Teil der Reihe"Natürlich heilen – Traditionelle Europäische Medizin (TEM).

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