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3D-Videoüberwachung bei Schlafstörungen

Wer an Schlafstörungen leidet, sollte die Ursache ergründen. Eine neue Technologie kann dabei helfen.

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Schlafstörungen dank 3D-Videoüberwachung beobachten
YakobchukOlena / iStock

Wissenschaftler der Medizinischen Universität Wien haben gemeinsam mit dem Austrian Institute of Technology eine 3D-Videoüberwachung mit intelligenter Software entwickelt, mit deren Hilfe Schlafstörungen in Zukunft noch schneller und präziser analysiert werden können.

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Bessere und präzisere Daten

Die neue 3D-Videoüberwachung kann im Schlaflabor, aber auch zuhause eingesetzt werden und liefert durch Messung der Muskelaktivität präzise Daten über die Beinbewegungen der Patienten. Im Vergleich zur bisher üblichen Methode der Elektromyographie soll die 3D-Videoüberwachung bessere und präzisere Daten liefern. Dennoch wird sie die etablierte Methode der EMG nicht ersetzen, sondern vorerst nur ergänzen.

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Kabellose Technologie

Der besondere Vorteil der neuen 3D-Videoüberwachung liegt darin, dass die Beinbewegungen nun mithilfe der intelligenten Software völlig kontaktlos aufgezeichnet werden können. Die 3D-Kamera wird dabei über dem Bett angebracht, störende Verkabelungen und Qualitätsminderung der Aufzeichnung durch abgelöste Elektroden wie sie bei der EMG vorkommen können fallen weg. Zudem ist diese Form der Analyse ein enormer Zeitgewinn für die Schlafforscher.

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Weitere Einsatzmöglichkeiten

Die neue Technologie eröffnet ebenso neue Möglichkeiten in der Diagnose weiterer Krankheitsbilder wie Epilepsie, Schlafapnoe oder Schlafwandeln.

  • Zusätzlich zu den bisher angewandten Verfahren wie Gehirnstrommessung, EKG, Elektromyographie und Nasenbrille kann die 3D-Videoüberwachung weitere wichtige Daten liefern.
  • Zudem bietet die Methode eine schnellere Diagnostik.
  • Insbesondere beim Screening zuhause oder in der Analyse von älteren Personen oder Kleinkindern stellt sie eine enorme Erleichterung in der Analyse der Schlafstörungen dar.

Auslöser für Schlafstörungen ist vielfach das Restless-Legs-Syndom. Durch wiederkehrende Beinbewegungen der Betroffenen ist der Nachtschlaf gestört und nicht mehr erholsam, die Patienten leiden unter vermehrter Müdigkeit am Tag. Abhilfe schafft eine medikamentöse Therapie.

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