Psychische Gesundheit

Achtsamkeit in der Natur: 4 Übungen, um die Natur bewusst zu genießen

Bewusstseinsbildung für das Hier und Jetzt ist ein wesentlicher Faktor in der Bekämpfung von Stress. Also, ab hinaus in die Natur!

  • Drucken
Achtsamkeit in der Natur
swissmediavision / iStock

Ein Spaziergang im Wald kann Wunder wirken. In den Wald gehen und tief einatmen ist einfach, dennoch wird das "Waldbaden" momentan so gefeiert als wäre es eine brandneue Erfindung. Wir versprechen uns davon innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Entspannung. Tatsächlich bekommen wir noch mehr als das; die Natur hat nämlich auch noch körperliche Vorteile.

Die Sehnsucht nach Entschleunigung wächst, die Flucht aus dem Alltag wird immer beliebter. Bewusstseinsbildung für das Hier und Jetzt ist ein wesentlicher Faktor in der Bekämpfung von Stress.
Wir stellen 4 Achtsamkeitsübungen vor, die uns die Natur bewusst erleben lässt.

Mehr dazu: 12 Gründe für den Waldspaziergang

1. Übung: Sinneswahrnehmungen schärfen

Spaziere aufmerksam durch den Wald und schärfe deine Sinne:

  • Hörsinn: Hörst du beim Gehen das Knistern des Waldbodens unter deiner Schuhsohle? Hörst du Tiere?
  • Tastsinn: Wie fühlen sich die Blätter und Baumrinden an? Ist der Boden hart und trocken oder gatschig und weich?
  • Geruchsinn: Riechst du den Duft des Waldes? Woran erinnert dich der Duft?
  • Sehsinn: Siehst du Steine, Käfer oder einen Ameisenhaufen? Welche Bäume stehen in diesem Wald?
  • Geschmacksinn: Gibt es Himbeer- oder Brombeersträucher? Walderdbeeren? Probiere mal.

Mehr dazu: Spazieren macht uns fit und stark

2. Übung: Stillstehen und durchatmen

Bleibe mitten im Wald stehen und halte inne. Bewege dich nicht, werde eins mit deiner Umgebung. Ist etwas Zeit verstrichen, werden Geräusche, Gerüche und Farben intensiver und aus einer anderen Perspektive wahrgenommen.

  • Was siehst, hörst oder fühlst du nun?
  • Was hat sich verändert?
  • Hat sich vielleicht ein Tier aus dem Versteck getraut?
  • Hat dich die Umgebung auf neue Gedanken und Ideen gebracht?

Lasse deinen Gedanken freien Lauf und sauge die Umgebung bewusst in dich auf.

Mehr dazu: Stille: 5 Tipps für ruhige Momente

3. Übung: Nachfühlen

Während oder im Anschluss an einen ausgedehnten und achtsamen Spaziergang in der freien Natur lohnt es sich, in sich zu gehen und nachzufühlen.

  • Was hat der Spaziergang in dir bewirkt?
  • Wie fühlt sich der Körper nach der Bewegung an? Ist dir kalt oder warm?
  • Welche Gedanken gehen dir nun durch den Kopf?
  • Was hast du gesehen und erlebt?
  • Welche Gefühle und Erinnerungen hat das Erlebte in dir ausgelöst?

Lasse den Spaziergang und die damit verbundenen Empfindungen Revue passieren.

Mehr dazu: Kennen Sie die Yoga-Wechselatmung?

4. Übung: Jahreszeiten erleben

Nimm den Wechsel der Jahreszeiten wieder bewusst wahr.

  • Achte wieder darauf, wie die Blätter ihre Farbe ändern.
  • Sammle während deiner Spaziergänge Steine, Blätter, Haselnüsse, Kastanien oder was auch immer dir ins Auge fällt.
  • Betrachte die Geschenke der Natur bewusst. Wie fühlt es sich an? Wonach riecht es?

Wirf das Gesammelte nicht gleich wieder weg, sondern nimm es mit nach Hause oder ins Büro. Diese Souvenirs werden dich in hektischen Zeiten an Genuss, Achtsamkeit und Entschleunigung erinnern.

Mehr dazu: Achtsamkeitsübungen im Alltag

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.