Psychische Gesundheit

Achtsamkeit in der Natur: So erleben Sie die Natur aufmerksam

Bewusstseinsbildung für das Hier und Jetzt ist ein wesentlicher Faktor in der Bekämpfung von Stress.

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Achtsamkeit in der Natur
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Ein Spaziergang im Wald kann Wunder wirken. In den Wald gehen und tief einatmen ist einfach, dennoch wird das "Waldbaden" momentan so gefeiert als wäre es eine brandneue Erfindung. Wir versprechen uns davon innere Ruhe, Ausgeglichenheit und Entspannung. Tatsächlich bekommen wir noch mehr als das; die Natur hat nämlich auch noch körperliche Vorteile.

Die Sehnsucht nach Entschleunigung wächst, die Flucht aus dem Alltag wird immer beliebter. Bewusstseinsbildung für das Hier und Jetzt ist ein wesentlicher Faktor in der Bekämpfung von Stress.
Wir stellen 4 Achtsamkeitsübungen vor, die uns die Natur bewusst erleben lässt.

Mehr dazu: 12 Gründe für den Waldspaziergang

1. Übung: Sinneswahrnehmungen schärfen

Spazieren Sie aufmerksam durch den Wald und schärfen Sie Ihre Sinne:

  • Hörsinn: Hören Sie beim Gehen das Knistern des Waldbodens unter Ihrer Schuhsohle? Hören Sie Tiere?
  • Tastsinn: Wie fühlen sich die Blätter und Baumrinden an? Ist der Boden hart und trocken oder gatschig und weich?
  • Geruchsinn: Riechen Sie den Duft des Waldes? Woran erinnert Sie der Duft?
  • Sehsinn: Sehen Sie Steine, Käfer oder einen Ameisenhaufen? Welche Bäume stehen in diesem Wald?
  • Geschmacksinn: Gibt es Himbeer- oder Brombeersträucher? Walderdbeeren? Probieren Sie mal.

Mehr dazu: Spazieren macht uns fit und stark

2. Übung: Stillstehen und durchatmen

Bleiben Sie mitten im Wald stehen und halten Sie inne. Bewegen Sie sich nicht, werden Sie eins mit Ihrer Umgebung. Ist etwas Zeit verstrichen, werden Geräusche, Gerüche und Farben intensiver und aus einer anderen Perspektive wahrgenommen.

  • Was sehen, hören oder fühlen Sie nun?
  • Was hat sich verändert?
  • Hat sich vielleicht ein Tier aus dem Versteck getraut?
  • Hat Sie die Umgebung auf neue Gedanken und Ideen gebracht?

Lassen Sie Ihren Gedanken freien Lauf und saugen Sie die Umgebung bewusst in sich auf.

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3. Übung: Nachfühlen

Während oder im Anschluss an einen ausgedehnten und achtsamen Spaziergang in der freien Natur lohnt es sich, in sich zu gehen und nachzufühlen.

  • Was hat der Spaziergang in Ihnen bewirkt?
  • Wie fühlt sich der Körper nach der Bewegung an? Ist Ihnen kalt oder warm?
  • Welche Gedanken gehen Ihnen nun durch den Kopf?
  • Was haben Sie gesehen und erlebt?
  • Welche Gefühle und Erinnerungen hat das Erlebte in Ihnen ausgelöst?

Lassen Sie den Spaziergang und die damit verbundenen Empfindungen Revue passieren.

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4. Übung: Jahreszeiten erleben

Nehmen Sie den Wechsel der Jahreszeiten wieder bewusst wahr.

  • Achten Sie wieder darauf, wie die Blätter Ihre Farbe ändern.
  • Sammeln Sie während Ihren Spaziergängen Steine, Blätter, Haselnüsse, Kastanien oder was auch immer Ihnen ins Auge fällt.
  • Betrachten Sie die Geschenke der Natur bewusst. Wie fühlt es sich an? Wonach riecht es?

Werfen Sie das Gesammelte nicht gleich wieder weg, sondern nehmen Sie es mit nach Hause oder ins Büro. Diese Souvenirs werden Sie in hektischen Zeiten an Genuss, Achtsamkeit und Entschleunigung erinnern.

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