Schlaf

Luzides Träumen lernen: So funktioniert's!

Besser werden beim Musizieren oder beim Sport? Ein Training im Traum hilft. Voraussetzung ist das bewusste Eingreifen ins Traumgeschehen.

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Bewusst träumen lernen
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Bewusst träumen lernen das wünschen sich viele Menschen. Kann man das erlernen? Ja! Bei luziden Träumen, auch Klarträume genannt, weiß der Schlafende, dass er träumt. Psychologen und Schlaflabors arbeiten daran, diese Eigenschaften zu nutzen, um Gefühle leichter zu verarbeiten, Ängstlichkeit zu mindern oder komplizierte Bewegungsabläufe zu verinnerlichen.

Getreu dem Motto: Lernen im Schlaf! Zum Erlernen von Bewegungsabläufen im Sport oder beim Erlernen eines Instruments wird der luzide Schlaf bereits von Klarträumern eingesetzt.

Mehr dazu: Schlafphasen: Wann und wie wir träumen

Zurück in die Phantasie

Von einem Klartraum spricht man, wenn der Träumende weiß, dass er träumt und im Traum nach eigenem Entschluss handeln kann. Der Weg zum Klartraum führt über den Zustand zwischen Schlaf und wachem Bewusstsein.

Wer sich beim Abdriften in den Schlaf auf das Traumbild konzentriert, kann möglicherweise und mit etwas Training weiter träumen. Um zwischen Schlaf- und Bewusstseinszustand zu unterscheiden, bedarf es allerdings einiger Übung.

Mehr dazu: Traumerinnerung: Eine Frage des Gehirns

Bewusst träumen lernen: So geht's

Hier ein paar Tipps, um einen regelmäßigen Klartraum hervorzurufen:

  • Ausreichend Schlaf. Klarträume treten nur in der REM-Phase (Rapid Eye Movement) auf. Dabei bewegen sich die Augen schnell und unkoordiniert. Je länger der Schlaf, desto größter die REM-Phase und somit die Wahrscheinlichkeit eines Klartraums.
  • Tagebuch. Notieren sie ihre nächtlichen Erlebnisse noch vor dem Aufstehen. Darunter auch Gerüche, Gefühle oder optische Eindrücke. Sie helfen beim Erinnern und dem aktiven Herbeirufen von Träumen.
  • Traumzeichen. Einige Anzeichen weisen den Träumenden darauf hin, dass er träumt. Laut dem amerikanische Klartraumforscher Stephen LaBerge finden sich darunter vier Kategorien. Gut eingeprägt helfen diese Kategorien dabei, beim nächsten Traum schneller in das Geschehen einzusteigen:
    1. Bewusstsein: z.B. darüber ein Flugzeug zu fliegen, ohne einen Flugschein zu besitzen, oder das Empfinden intensiver Leichtigkeit oder extremer Wut.
    2. Überdimensionalität: Ein Traum lässt uns höher springen oder schneller Wachsen. Das gilt auch für die Traumumgebung.
    3. Ungewöhnliche Formen: z.B. runde Zimmer oder krumme Schlüssel.
    4. Verrückte Kontexte: z.B. ein Bankräuber oder Gespräche mit Toten.
  • Realitätstest. Traumzeichen können überprüft werden, genauso jene der Realität. Schließlich ist der Unterschied nicht immer eindeutig. Überprüfen Sie, ob sich Geräte ein- oder ausschalten lassen. Kann man durch Wände gehen? Sind alle Gliedmaße noch am Körper?

Funktioniert der Zustand zwischen Bewusstsein und Schlaf, können Geübte einen bestimmten Wunschtraum gezielt hervorrufen. So können etwa die Trainingseinheiten in klassischer Konzertgitarre oder für die richtige Technik des Skateboard-Tricks beginnen!

Seien Sie aber nicht frustriert, wenn Sie die Kontrolle über den Traum nicht erlangen. Nur ein kleiner Teil der Menschen ist dazu in der Lage.

Mehr dazu: Wieso fallen wir nicht aus dem Bett?

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