Schlaf und Psyche

Ein Hoch auf den Mittagsschlaf!

Die Spanier haben ihre Siesta, den Chinesen ist ihr Tagesschlaf heilig, doch auch bei uns erlebt das Mittagsschläfchen eine Renaissance.

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Frau hält gesunden Mittagsschlaf im Büro
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Irgendwann ist Schluss: Bei zu viel Informationsaufnahme ist auch das klügste Gehirn nicht mehr fähig, Daten zu verarbeiten. Die Leistung sinkt, die Fehlerhäufigkeit nimmt zu. Eine kurze Kaffeepause hat da zwar eine aufputschende Wirkung, diese lässt aber rasch wieder nach. Letztlich ist es wie bei einem Computersystem: Bei einer zu großen Datenmenge lässt zunächst die Schnelligkeit nach, wird die Festplatte nicht gut gewartet, stürzt das System ab. Ein Neustart ist nötig. Und hier kommt der Mittagsschlaf ins Spiel.

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Welche Vorteile der Mittagsschlaf mit sich bringt

Dass sich der Mittagsschlaf bei uns noch nicht durchgesetzt hat, ist eine Frage der Mentalität. Andere Länder, andere (Schlaf-)Sitten. Kein Spanier käme ohne seine Siesta aus, während man in Japan dem Inemuri frönt. Beides sind kurze Pausen, die offiziell für Nickerchen genutzt werden.

Die Wirkung des sogenannten Powernap hat die medizinische Hochschule aus Athen bestätigt.

  • So lässt sich etwa das Herzinfarktrisiko um ganze 37 Prozent senken.
  • Wer sich in der Pause aufs Ohr haut, steigert seine Aufmerksamkeit und hat bessere Laune.
  • Allerdings: Die Dauer des Schläfchens sollte keine 30 Minuten überschreiten, sonst bricht der Kreislauf zusammen und die Müdigkeit verschlimmert sich.

Mehr dazu: Fit in der Mittagspause

Wie funktioniert ein "Schlüsselschlaf"?

Der Klassiker unter den Büronickerchen ist der Schlüsselschlaf (auch als "Managerschlaf" bekannt). Das Prinzip ist ganz einfach:

  • Setz dich in einen bequemen Sessel oder finde einen Platz zum Liegen, bei dem eine deine Hände über den Fußboden hängen kann.
  • Nimm einen Schlüsselbund in diese Hand.
  • Schließe die Augen und entspann dich.
  • Ihr Körper fällt in einen leichten Schlaf. Sobald er sich nun anschickt, in die Tiefschlafphase zu gleiten, lockert sich automatisch deine Muskulatur. Deine Hand öffnet sich und der Schlüssel fällt zu Boden.
  • Durch das Geräusch wachst du auf. Da du nicht direkt aus dem Tiefschlaf geweckt wirst, sondern aus einer leichten Schlafphase, fühlst du dich erfrischt. Die bleierne Müdigkeit und Orientierungslosigkeit, die ein Aufschrecken aus der Tiefschlafphase mit sich bringt, fällt weg.

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