Schlaf und Psyche

Ist es schädlich, den ganzen Tag zuhause zu bleiben?

Wer "Cocooning" als Hobby betreibt, schadet auf Dauer seiner psychischen und körperlichen Gesundheit.

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Aber was passiert eigentlich mit unserem Körper, wenn wir uns 24 Stunden nicht aus der Wohnung bewegen?
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Sonntags kippen wir voll in den Chill-Modus: Jogginghose, Netflix, Kuscheldecke und Pizza. Mehr brauchen wir dann nicht zum Glücklichsein. Aber was passiert eigentlich mit unserem Körper, wenn wir uns 24 Stunden nicht aus der Wohnung bewegen?

Frühere Studien haben bereits gezeigt, dass schon zwei Wochen faul sein negativ auf unsere Gesundheit wirkt. Ein Indoor-Tag kann aber nicht so viel ausrichten, oder?

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Lichtmangel geht auf's Immunsystem

Natürlich ist es nicht ungesund, wenn wir einen Tag lang in unseren vier Wänden bleiben. Auf Dauer tun wir damit aber nichts Gutes für unser psychisches und körperliches Wohlbefinden. Die Hauptprobleme, wenn wir häufig nur zuhause bleiben, sind:

Wenn wir den ganzen Tag auf der Couch liegen, hat unser Körper keine Chance, Vitamin D zu bilden. Das Vitamin ist essentiell für ein funktionierendes Immunsystem, es reduziert Entzündungen und scheint überhaupt eine besonders wichtige Rolle für unsere Gesundheit zu spielen. In den kalten Wintermonaten haben viele Menschen zu wenig davon. Studien deuten darauf hin, dass eine gute Versorgung mit Vitamin D durch Nahrungsergänzungsmittel dabei hilft, Erkältungen vorzubeugen.

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Innere Uhr aus dem Gleichgewicht

Wer hauptsächlich künstlichem Licht ausgesetzt ist, riskiert außerdem, dass der zirkadiane Rhythmus, also die innere Uhr, gestört wird. Sie ist für eine Reihe von Aufgaben verantwortlich, zum Beispiel:

Eine gestörte innere Uhr kann folglich zu gesteigertem Appetit, schlechtem Schlaf sowie zu Energielosigkeit führen.

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"Cocooning" sollte keine Gewohnheit werden

Zwar spricht nichts dagegen, sich ab und zu von außen abzuschotten, achten Sie einfach darauf, dass die 24-Stunden-im-Bett-Tage (oder vor dem PC…) nicht zur wöchentlichen Routine werden.

  • Planen Sie am Wochenende mindestens eine Aktivität an der frischen Luft ein, dann haben Sie schon viel für sich und Ihre Gesundheit getan.
  • Untersuchungen haben überdies ergeben, dass regelmäßiger Sport an der frischen Luft zu dauerhafter mentaler Ausgeglichenheit führt. Noch ein Grund mehr, um endlich Motivation für Bewegung zu finden.

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  • Bernd sagt:

    Meiner Oma hat es immer sehr gutgetan, wenn sie sich nach den Chemofahrten etwas daheim entspannen konnte. Ich finde es wichtig, dass man auch daheim etwas unternimmt. Wer ein Haus hat, kann selbstverständlich etwas im Garten unternehmen. In den Städten haben die Leute aber meist gar keine Möglichkeit sich im Garten zu betätigen, weil er schlicht fehlt. Diese Art, die Menschen anzuhalten, dass sie sich ständig sozialisieren sollen, ist mir auch nichts. Wer seine Ruhe braucht, der soll sie sich nehmen, statt gezwungen mit anderen herumzuspaßen.

    • yvonne sagt:

      Sehe ich auch so! Es wird viel zu viel herumgerannt, -gefahren und geflogen. Immer unterwegs und Party! Das ist heutzutage halt Trend. Ob das allerdings gesund ist, bezweifle ich doch stark. Die "Abnützungserscheinungen" zeigen sich dann erst im Alter. Ausserdem ist es auch eine altersgraue und ob man extrovertiert oder introvertiert ist. Ich z.B. bin gerne und viel zuhause. Lese viel und gerne und arbeite im Garten. Das ständige Ausgehen ist nichts für mich und langweilt mich.