Psychische Gesundheit

Wie du deinen krankhaften Stolz überwindest

Kennst du Menschen, die eine extreme Selbstbewunderung besitzen und glauben, dass sie einfach unfehlbar sind? Hierbei könnte es sich um krankhaften Stolz handeln!

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Krankhafter Stolz kann viele Leute stark unter Druck setzen, besonders da sie am meisten unter Stress leiden.
Khosrork / iStock

Hast du Menschen in deinem Umfeld, die immer mit einem Übermaß an Wertschätzung und Bewunderung ihrer selbst durch das Leben wandern? Stolze Personen werden von vielen bewundert und von anderen wiederum abgrundtief gehasst, denn sie vermitteln oft das Gefühl, dass sie sich für etwas Besseres halten. Dass hinter so einem Verhalten mitunter eine hohe Stressbelastung steckt, wissen meist nur die Betroffenen selbst.

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Verborgene Schwächen

Denke an eine Begegnung mit einem übermäßig stolzen Menschen zurück, wie hast du die Person wahrgenommen? Gestresst? Ängstlich? Sogar unglücklich? Diese Eigenschaften fallen uns zunächst gar nicht auf, doch betrachtet man diese übertrieben selbstbewussten Personen, wird uns schnell klar, dass sie mit ihrem Verhalten ihr Umfeld nur blenden möchten.

Denn obwohl deir Uni-, Arbeitskollege oder sogar Freund denkt, dass er der Größte ist, will er hinter seinem Stolz nur sein geringes Selbstwertgefühl verstecken! Denn in Wahrheit sind besonders diese Personen alles andere als selbstsicher:

  • "Ich bin der Beste/die Beste": Stolz bringt eine große Bürde mit sich, da man permanent das Bedürfnis hat, in allem der Beste zu sein. Man setzt sich selbst unter Druck, damit man genug Aufmerksamkeit bekommt, um sich so von seinen Mitmenschen abzuheben.
  • "Ich kann das besser als er/sie": Wer sich von seinem Stolz leiten lässt, vergleicht sich oft mit anderen. Sie müssen immer "überlegener" oder klüger als ihr Umfeld sein und sind daher sehr wachsam, um sich stets in ihrem Glauben bestätigt zu fühlen.
  • "Eigentlich bin ich doch nicht so gut": Durch ihr stolzes Auftreten verstecken Menschen ihre Unsicherheiten und leben in konstanter Angst davor, dass die Tarnung vor Freunden oder Familie auffliegt.

Stolze Persönlichkeiten sind demnach eher zerbrechliche Menschen, die möglicherweise viel durchgemacht haben und dies hinter ihrer "Fassade" verbergen wollen. Deshalb fällt es ihnen auch unglaublich schwer, ein guter Zuhörer zu sein, andere Menschen zu bewundern oder selbstlose Taten zu vollbringen, die nicht ihren eigenen Wert in den Mittelpunkt rücken – deshalb sind sie nicht in der Lage Momente zu genießen und glücklich zu sein.

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So kannst du deinen Stolz überwinden

Erkennst du dich in den drei beschriebenen Punkten wieder? Wer in Form von Stolz seine Probleme unterdrückt, muss mit gesundheitlichen Konsequenzen rechnen. Dies kann sich durch Schwindel, Bauchschmerzen oder Migräne äußern, die dem Körper ein Warnsignal vermitteln möchten.

Um deine physische und psychische Gesundheit zu schützen, solltest du lernen, mit deinem Stolz umzugehen:

  • Niemand ist perfekt: Damit deine zwischenmenschlichen Beziehungen nicht unter deinem Stolz leiden, solltest du lernen, dir Fehler einzugestehen. Du wirst sehen, dass Ehrlichkeit die Bindung zu Familie, den Freunden oder Arbeitskollegen stärken kann. Sobald du diese Selbsterkenntnis erlangst, wirst du auch Kritik besser wegstecken können.
  • Versetze dich in deine Mitmenschen: Oft fällt es uns sehr schwer, eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Bemühe dich jedoch in Zukunft mehr darum, auf deine Emotionen und Reaktionen in gewissen Situationen zu achten, dann kannst du auch verstehen, warum deine Mitmenschen verschreckt, verärgert oder genervt wirken. Versetze dich in deren Lage, wärst du da vielleicht auch beleidigt oder wütend gewesen? Achte auf die Gefühle anderer und natürlich auch auf deine eigenen!
  • Lerne, um Verzeihung zu bitten: Sich einen Fehler einzugestehen, erfordert schon viel Kraft. Sich aufrichtig bei der betroffenen Person zu entschuldigen ist meist noch schwieriger. Nehme dir Zeit für die Worte, die du deinem Gegenüber mitteilen möchtest! Lege dir einen "Entschuldigungsplan" zurecht, der dir dabei helfen soll, um Verzeihung zu bitten. Du wirst bald merken, je öfter du dich entschuldigst, desto erleichterter wirst du sein.

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Ein bisschen Stolz brauchen wir

Stolz ist ein Schutzmechanismus, der uns emotional insofern abstumpft, sodass wir nicht mehr in der Lage sind, unsere Mitmenschen mit Würde und Respekt zu behandeln.

Eine gute Portion Stolz ist aber auch wichtig, um unser Selbstwertgefühl und Durchsetzungsvermögen zu fördern. Wir müssen tagtäglich mit Erfolgen oder Misserfolgen umgehen und dafür brauchen wir ein unterstützendes Umfeld, welches uns lobt, bestätigt und eben stolz macht. Damit dieses auch bestehen bleibt, ist es wichtig dieses nicht durch zu viel Selbstbewunderung zu vergraulen.

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