Psychische Gesundheit

MBSR: Mit der Kraft der Achtsamkeit deinen Stress reduzieren

MBSR klingt vorerst wie ein neuer TikTok-Trend, doch tatsächlich handelt es sich um eine Meditationstechnik, die seit Jahren im Umlauf ist.

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Der US-Wissenschafter Jon Kabat-Zinn entwickelte die Idee der Mindful-Based Stress Reduction bereits in den 80er Jahren und basierte die Grundidee auf standardisierte Übungen, die jedoch auf einen spirituellen Überbau verzichten. Falls du von deiner Arbeit überwältigt bist oder im privaten Leben Stress ausgesetzt bist, könnten dir ein wenig Stabilisierung und Achtsamkeit also zu Gute kommen.

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Was kann Achtsamkeit bewirken?

Bei MBSR handelt es sich nicht um eine einzige Meditationstechnik, die sofort deine Sorgen beseitigt und deinen Stress reduziert. Als Neuling im Kurs (der typischerweise acht Wochen dauert) lernst du erstmals die verschiedenen Übungstechniken kennen:

  • Übungen mit den Geruchssinn — Hier spürst du einem Aroma nach und konzentrierst dich auf deinen Atem. Das Ziel dieser Übung ist Selbsterkenntnis in dem du dich auf deine Gedanken konzentrierst. So nimmst du gleichzeitig deinen eigenen Körper wahr.
  • Body Scan — Bei dieser Übung richtest du deine Aufmerksamkeit auch auf deinen Körper. Aber hier konzentrierst du dich auf einzelne Körperbereiche und die dabei auftretenden Empfindungen. Diese sollten aber nicht bewertet sondern ausschließlich wahrgenommen werden.
  • Sitzmediation — Wie der Name schon sagt befindest du dich bei dieser Übung in einer Sitzhaltung. Richte dabei deinen Fokus auf jeden Atemzug und erlaube deine Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen an dir vorbeizuziehen.
  • Gehmeditation — Anders als bei der Sitzmeditation befindet sich dein Körper in Bewegung. Dabei nimmst du aber auch hier tiefe und ruhige Atemzüge wahr und achtest darauf, wie sich deine Bewegungen auf deinen Geist auswirken.

Wissenschafter und Forscher konnten nachweisen, dass diese Form von Meditation die Gehirnbereiche von den Übenden positiv verändern können. Freue dich aber nicht zu früh. Das bedeutet nicht, dass du mit ein paar Meditationseinheiten nie wieder Stress empfinden wirst. Dein Geist kann nur zur Ruhe kommen solange die Übungen langfristig ausgeführt werden.

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Ist MBSR für jeden gedacht?

Bei schweren Verletzungen wartest du nicht auf den letzten Drücker bis du endlich ins Krankenhaus fährst, und bei mentalem oder emotionalem Stress sollte das auch nicht der Fall sein. Die regelmäßigen Meditations-Einheiten und Entspannungsübungen können möglicherweise Probleme lösen, die dir zuvor nicht aufgefallen sind. Deine chronischen Schmerzen und schlaflosen Nächte können also nach ein paar MBSR-Techniken gleich anders aussehen.

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