Schlaf

Wieso fallen wir nachts nicht aus dem Bett?

Und wieso fallen Kinder aus dem Bett, Erwachsene aber nicht?

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Wieso fallen wir nicht aus dem Bett?
laflor / iStock

Manche Menschen verändern ihre Schlafposition in der Nacht nur minimal, andere wälzen sich wild umher. Doch während Kinder noch oft aus dem Bett fallen, passiert es Erwachsenen nur in seltenen Fällen. Woran liegt das und was hat es mit dieser Fähigkeit auf sich?

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Unser Körpersinn ergibt Sinn

Während wir schlafen regeneriert und erholt sich der Körper. Obwohl wir im Schlaf oft die wildesten Träume erleben oder uns unruhig hin und her wälzen, schaffen wir es, nicht die Kontrolle zu verlieren und aus dem Bett zu purzeln. Übernachten wir in einer fremden Umgebung, etwa im Hotel, können wir uns manchmal nach dem Aufwachen zwar nicht orientieren, dennoch bleibt uns auch im fremden Bett der Plumps auf den harten Boden erspart. Diese Fähigkeit verdanken wir einem unbewussten Kontrollmechanismus, dem sogenannten Körpersinn.

Grob unterscheiden wir folgende Schlafphasen:

  • Einschlafphase
  • Leichtschlafphase
  • REM-Phase
  • Tiefschlafphase

Während wir uns in der Tiefschlafphase kaum bis gar nicht bewegen, ändern wir in der Leichtschlafphase unsere Schlafposition. Während dieser Phase nehmen wir unsere Umgebung wahr: Hängt also ein Körperteil aus dem Bett, werden sofort Signale an das Gehirn gesendet, das diese Botschaften unbewusst verarbeitet.

Der Körpersinn ermöglicht es uns auch, uns nicht selbst zu schaden, wenn wir beispielsweise einen verletzten Arm haben, betten wir uns auch im Schlaf stets so, dass es nicht schmerzt.

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Wann der Körpersinn Faxen macht

Kinder besitzen den Kontrollmechanismus noch nicht, weshalb wir sie in Gitterbetten verfrachten oder mit einem Rausfallschutz versorgen. Das junge Gehirn lernt erst mit der Zeit, die Signale zu verarbeiten und zu steuern und beherrscht es ab ca. vier Jahren (bei Stock- oder Hochbetten dennoch auf einen Rausfallschutz achten!).

Doch auch manche Erwachsene fallen aus dem Bett. Meistens liegt es an Alkoholeinfluss, Medikamenteneinnahme oder einer Krankheit. Das Gehirn empfängt dann zwar die Signale, doch spielt die Motorik nur eingeschränkt mit.

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