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Albträume? So werden Sie die Nachtschrecker wieder los!

Wenn Kopfkino Angst macht, werden die Nächte zur Qual. Mit diesen drei Schritten vermeiden Sie wiederkehrende Albträume.

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Kaum in der REM Phase ankommen, lässt uns der Albtraum wieder aus dem Tiefschlaf hochschrecken.
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Kaum in der REM Phase ankommen, lässt uns der Albtraum wieder aus dem Tiefschlaf hochschrecken. Schweißgebadet suchen wir nach Orientierung, fallen zurück in den Traum oder können nicht wieder einschlafen.

Die Ursprünge von Träumen sind genauso unterschiedlich, wie deren Auswirkungen. Dennoch sind wir ihnen nicht wehrlos ausgeliefert, denn jeder Traum folgt einem Drehbuch, welches sich "umschreiben" lässt. Also machen Sie es im nächsten Traum ganz anders und laden Sie das schreckliche Monster auf einen Kaffee ein!

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Gründe für Albträume

Entgegen vieler Annahmen ist weder der mythologische (Nacht-)Alb, noch eine geringe Sauerstoffversorgung die Ursache für Albträume. Das ähnliche Schlafverhalten von eineiigen Zwillingen lässt vermuten, dass eine Veranlagung für Albträume erblich ist. Auch sehr ängstliche oder zu Depression neigenden Menschen scheinen Albträume geradezu anzuziehen.

Zudem kommen bekannte Auslöser wie Stress im Zwischenmenschlichen oder im Beruf, sowie traumatische Erlebnisse nach Misshandlungen. Bei letzteren ist der Albtraum ein blitzartiges Wiedererleben, inklusive damit verbundener Gefühlszustände. Diese Flashbacks sind besonders bei Opfern aus Kriegs- und Krisengebieten bekannt.

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Schnelle Hilfe bei Belastungsängsten

Gerade mit traumatischen Ereignissen ist nicht zu spaßen. Belastungsstörungen können sich manifestieren und den Betroffenen über Jahre hinweg quälen. Nicht nur in der Nacht, sondern auch am Tag können sich Beschwerden durch Konzentrationsprobleme und Stimmungssschwankungen bemerkbar machen. Die Angst, in der Nacht den unangenehmen Ereignissen wieder zu begegnen, führt oftmals auch zu Einschlafstörungen.

Bei regelmäßig wiederkehrenden Albträumen wird zu einem Psychologenbesuch geraten. Da traumatische Ereignisse der Grund sein können und eine schnelle Behandlung langandauernde negative Folgen lindern können.

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Konfrontation als Bewältigungsstrategie

Bei häufigen Albträumen gilt: Nicht länger den Inhalten ausweichen, sondern sie selbst gestalten! Das eigene Traumdrehbuch ist das bessere und kann am Tag zuvor geschrieben werden. Die "Imagery Rehearsal"-Therapie des Schlafforschers Barry Krakow übt die Drehbuch-Bilder in drei Schritten ein:

  • Zunächst muss der Betroffene sich das Traum-Szenario bewusst machen.
  • Dann gilt es, diesem Szenario ein neues Ende zu verpassen, beispielsweise durch aktive Verteidigung im Traum. Beruht der Albtraum auf einer Verfolgungsszene, können Sie diese umkehren.
  • Warum nicht einfach selbst seinen Täter verfolgen, ihn ansprechen oder ihn auf einen Kaffee einladen? Vielleicht involvieren Sie weitere Personen mit in das Geschehen? Basteln Sie Ihr eigenes Drehbuch.
  • Dann wird das neue Ende eingeübt, indem man es sich möglichst bildlich vorstellt, am besten etwa 10 Minuten täglich – und schließlich aktiv im Albtraum anwendet. So lösen sich die beängstigenden Bilder durch Selbsthilfe.

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