Psychische Gesundheit

Raus aus der Opferrolle: 3 Tipps, wie du dein Selbstmitleid ablegst

Jammern bis zum Umfallen – nimmt man ständig die Rolle des Opfers ein, belastet das einen selbst und das Umfeld gleich mit. Wir zeigen hilfreiche Wege aus dem Selbstmitleid.

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Opferrolle ablegen
Zinkevych / iStock

Jeder von uns hat hin und wieder Tage, an denen man das Gefühl hat, das Universum spiele gegen einen. Doch für Menschen, die sich selbst in die Opferrolle stecken, übernimmt diese Empfindung den gesamten Alltag. Nie ist man selbst schuld, immer die anderen. Warum sich an positiven Erlebnissen erfreuen, wenn das Schlechte im Leben doch ohnehin überwiegt? Leider raubt diese Einstellung nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Umfeld die Energie. Wie du es schaffst, aus negativen Gedankenmustern auszusteigen und welche Gründe hinter dem Problem stecken, erfährst du hier.

Mehr dazu: Negativ denken? Schluss damit!

"Warum immer ich?"

Vom Wetter bis zum verpassten Anruf – ein Jammerlappen findet genug Gründe, warum sich sein Schicksal gegen ihn verschworen hat. Es steht außer Frage, dass man nicht immer alles rosig sehen kann. Schließlich ist man auch nur ein Mensch und steht mal mit dem falschen Fuß auf. Das Jammern sollte dennoch nicht zur Gewohnheit werden, damit das Verhaltensmuster nicht zum Teufelskreis wird. Aber warum ernennen wir uns überhaupt selbst zum Opfer?

  • Der leichtere Weg: Sich über eine Situation zu beklagen ist immer leichter, als etwas zu verändern. Es ist schlicht bequemer, sich der Verantwortung zu entziehen und die Schuld auf andere zu schieben. Lieber stellen wir uns Fragen, wie "Warum passiert das immer mir?" anstatt das Problem an der Wurzel zu packen.
  • Aufmerksamkeit um jeden Preis: Wir möchten Trost finden, während wir das schwarze Schaf spielen. Allein das kurze Gefühl der Bestätigung von Mitmenschen hilft uns, über unseren selbstverursachten Weltschmerz hinweg zu sehen. Blöd wird es nur dann, wenn Ihre Mitmenschen nicht mehr bereit sind, Ihre Jammermentalität zu unterstützen.
  • Wie die Eltern, so die Kinder: Meist bekommen wir die Opferrolle schon in die Wiege gelegt. Nicht ohne Grund weinen die einen Kinder nach dem Hinfallen, während die anderen lachend weiter spielen. Auch im Erwachsenenalter halten wir an dieser Philosophie fest, ohne zu wissen, zu welchem Jammerlappen wir mutiert sind. Die Erwartung an unser Umfeld weiterhin verhätschelt zu werden, bleibt deshalb oft bestehen.

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Probleme lösen statt erschaffen

Mit diesen Tipps kannst du vom Opfer zum Macher werden:

  • Akzeptieren: Beschwer dich nicht über jedes Unheil, das angeblich über dich hereinbricht. Viel eher solltest du lernen, die Dinge zu nehmen wie sie kommen. Wenn du dich auf einen positiven Aspekt in einer negativen Situation fokussierst, werden die Wolken über dir mit der Zeit verschwinden.
  • Ändern: Beklagst du dich ständig über das gleiche Problem, wird dich dein Umfeld mit der Zeit nicht mehr ernst nehmen können. Deine Freunde werden aufhören Ratschläge zu erteilen – du änderst schließlich sowieso nichts an deiner Lage. Hast du jedoch die Möglichkeit, die Situation zum Besseren zu wenden, nutze diese. Stehe für dich selbst gerade und arbeite an deinem Mindset, alles schwarz zu sehen.
  • Distanzieren: Im Gegensatz dazu gibt es auch Hürden im Leben, die sich nicht ändern lassen. Doch genau hier liegt der springende Punkt: Warum wegen Dingen stressen, über die du ohnehin keine Kontrolle hast? Finde dich lieber damit ab und versuch' es mit Humor zu nehmen.

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Good vibes, good life

Es steht außer Frage, dass es leichter ist, sich über alles zu beklagen als die Perspektive zu ändern. Dennoch ist es notwendig, letzteren Schritt in die Tat umzusetzen, um nicht sogar eines Tages in Depression oder Burnout zu stürzen. Hast du erst einmal erkannt, mit welchen Angewohnheiten du dir deinen Alltag zur Plage machst, ist der schwierigste Teil bereits überwunden. Es liegt allein in deiner Macht, ob du dein Leben zugunsten deiner Bedürfnisse in Angriff nimmst oder dich lieber mit bequemen Ausreden im Selbstmitleid badest.

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