Psychische Gesundheit

Raus aus der Opferrolle: 3 Tipps, wie Sie Ihr Selbstmitleid ablegen

Jammern bis zum Umfallen – nimmt man ständig die Rolle des Opfers ein, belastet das einen selbst und das Umfeld gleich mit. Wir zeigen hilfreiche Wege aus dem Selbstmitleid.

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Opferolle und Selbstmitleid ablegen
Rowan Jordan / iStock

Jeder von uns hat hin und wieder Tage, an denen man das Gefühl hat, das Universum spiele gegen einen. Doch für Menschen, die sich selbst in die Opferrolle stecken, übernimmt diese Empfindung den gesamten Alltag. Nie ist man selbst schuld, immer die anderen. Warum sich an positiven Erlebnissen erfreuen, wenn das Schlechte im Leben doch ohnehin überwiegt? Leider raubt diese Einstellung nicht nur Ihnen, sondern auch Ihrem Umfeld die Energie. Wie Sie es schaffen, aus negativen Gedankenmustern auszusteigen und welche Gründe hinter dem Problem stecken, erfahren Sie hier.

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"Warum immer ich?"

Vom Wetter bis zum verpassten Anruf – ein Jammerlappen findet genug Gründe, warum sich sein Schicksal gegen ihn verschworen hat. Es steht außer Frage, dass man nicht immer alles rosig sehen kann. Schließlich ist man auch nur ein Mensch und steht mal mit dem falschen Fuß auf. Das Jammern sollte dennoch nicht zur Gewohnheit werden, damit das Verhaltensmuster nicht zum Teufelskreis wird. Aber warum ernennen wir uns überhaupt selbst zum Opfer?

  • Der leichtere Weg: Sich über eine Situation zu beklagen ist immer leichter, als etwas zu verändern. Es ist schlicht bequemer, sich der Verantwortung zu entziehen und die Schuld auf andere zu schieben. Lieber stellen wir uns Fragen, wie "Warum passiert das immer mir?" anstatt das Problem an der Wurzel zu packen.
  • Aufmerksamkeit um jeden Preis: Wir möchten Trost finden, während wir das schwarze Schaf spielen. Allein das kurze Gefühl der Bestätigung von Mitmenschen hilft uns, über unseren selbstverursachten Weltschmerz hinweg zu sehen. Blöd wird es nur dann, wenn Ihre Mitmenschen nicht mehr bereit sind, ihre Jammermentalität zu unterstützen.
  • Wie die Eltern, so die Kinder: Meist bekommen wir die Opferrolle schon in die Wiege gelegt. Nicht ohne Grund weinen die einen Kinder nach dem Hinfallen, während die anderen lachend weiter spielen. Auch im Erwachsenenalter halten wir an dieser Philosophie fest, ohne zu wissen, zu welchem Jammerlappen wir mutiert sind. Die Erwartung an unser Umfeld weiterhin verhätschelt zu werden, bleibt deshalb oft bestehen.

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Probleme lösen statt erschaffen

Mit diesen Tipps können Sie vom Opfer zum Macher werden:

  • Akzeptieren: Beschweren Sie sich nicht über jedes Unheil, das angeblich über Sie hereinbricht. Viel eher sollten Sie lernen, die Dinge zu nehmen wie sie kommen. Wenn Sie sich auf einen positiven Aspekt in einer negativen Situation fokussieren, werden die Wolken über Ihnen mit der Zeit verschwinden.
  • Ändern: Beklagen Sie sich ständig über das gleiche Problem, wird Sie Ihr Umfeld mit der Zeit nicht mehr ernst nehmen können. Ihre Freunde werden aufhören Ratschläge zu erteilen – Sie ändern schließlich sowieso nichts an Ihrer Lage. Haben Sie jedoch die Möglichkeit, die Situation zum Besseren zu wenden, nutzen Sie diese. Stehen Sie für sich selbst gerade und arbeiten Sie an Ihrem Mindset, alles schwarz zu sehen.
  • Distanzieren: Im Gegensatz dazu gibt es auch Hürden im Leben, die sich nicht ändern lassen. Doch genau hier liegt der springende Punkt: Warum wegen Dingen stressen, über die Sie ohnehin keine Kontrolle haben? Finden Sie sich lieber damit ab und versuchen Sie es mit Humor zu nehmen.

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Good vibes, good life

Es steht außer Frage, dass es leichter ist, sich über alles zu beklagen als die Perspektive zu ändern. Dennoch ist es notwendig, letzteren Schritt in die Tat umzusetzen, um nicht sogar eines Tages in Depression oder Burnout zu stürzen. Haben Sie erst einmal erkannt, mit welchen Angewohnheiten Sie sich Ihren Alltag zur Plage machen, ist der schwierigste Teil bereits überwunden. Es liegt allein in Ihrer Macht, ob Sie Ihr Leben zugunsten Ihrer Bedürfnisse in Angriff nehmen oder sich lieber mit bequemen Ausreden im Selbstmitleid baden.

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