Psychische Gesundheit

Alles reine Frauensache? So entsteht Stress bei Frauen

Stress ist nicht gleich Stress. Selbst zwischen den Geschlechtern – Mann und Frau – gibt es Unterschiede. Lies dazu mehr!

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AndreyPopov / iStock

Dass Männer und Frauen sich nicht nur im biologischen, sondern auch im sozialen Geschlecht unterscheiden, ist bekannt. Auch in Hinblick auf Stress finden sich Unterschiede.

Das soziale, von der Gesellschaft geprägte Geschlecht bestimmt über weite Strecken unser Leben. Auch die Forschung definiert "Geschlecht" zunehmend als Ergebnis unserer Handlungen (Stichwort: "doing gender") mitunter unabhängig von biologischen Gegebenheiten. Diese Handlungen weisen uns als "Frau" oder "Mann" aus, anders gesagt: wir sind nicht "typisch weiblich" oder "typisch männlich", wir verhalten uns aber so. In Familie und Berufsleben lässt sich das gut beobachten, insbesondere in Stress-Situationen.

Mehr dazu: Was ist Gendermedizin? 

Familie

In ihrer klassischen Rolle gilt die Frau als Hüterin des Heims. Sie ist für die Familie da und hält sie zusammen. Ihre Wärme schenkt den Familienmitgliedern Geborgenheit, insbesondere Mann und Kindern. Geschlechterrollen wurden von der Gesellschaft über viele Jahrhunderte geprägt; das macht es so schwer, sie ganz abzulegen, selbst dann, wenn sie nicht mehr im Einklang mit gesellschaftlichen Entwicklungen stehen. Der Unterschied zwischen Anspruch und Realität sorgt nicht selten für Stress.

Arbeitswelt

Im Berufsleben gelten Frauen als beschwichtigend und ausgleichend. Oft sind sie empathisch und haben ein offenes Ohr für die Sorgen ihrer Kollegen. Sie nehmen sich zurück und lassen anderen den Vortritt  das spiegelt sich nicht zuletzt am Gehaltszettel oder bei anstehenden Beförderungen wieder. Wer jedoch den Bedürfnissen anderer mehr Platz einräumt als den eigenen, brennt leicht aus. Zum mentalen Stress kommen auch körperliche Symptome: Migräne und Magen-Darm-Beschwerden treten bei Frauen vermehrt auf.

Stress

Statistisch gesehen leiden Frauen deutlich öfters unter Stress als Männer. Als Stress erzeugende Faktoren gelten dabei in erster Linie:

  • Arbeitsbezogene und soziale Überlastung
  • Überforderung
  • Mangel an sozialer Anerkennung
  • Besorgnis

Von chronischem Stress spricht man, wenn die (häufig wiederkehrenden) Belastungen größer sind als die Bewältigungsressourcen. Das wirkt sich auch negativ auf den Mineralstoffhaushalt aus: Stress sorgt z.B. für Magnesiummangel, Magnesiummangel wiederum lässt uns schlechter auf Belastungssituationen reagieren. Ein Teufelskreis. Auch das Immunsystem wird nachweislich geschwächt.

Was du tun könntest, um den Stress zu feuern, hat die diplomierte Burn-Out-Prophylaxe-Trainerin Katharina Stiassny hier für dich zusammengestellt.

Mehr dazu: Was ist Stress? 

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