Schlaf und Psyche

Studie: Optimistische Menschen profitieren von erholsamen Schlaf

Positive vibes, restful nights? Laut einer aktuellen Studie der Universität Illinois schlafen Optimisten deutlich besser als Menschen, die alles schwarz sehen.

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Optimisten schlafen besser
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Schlafstörungen prägen den Zeitgeist unserer Gesellschaft. Wir sind gestresst und schaffen es nicht, unserem Körper Ruhe zu gönnen. Gerade vor dem Einschlafen spielen sich in unseren Köpfen Dinge ab, die uns Sorgen bereiten und uns damit den Schlaf rauben. Laut einer aktuellen Studie ist genau dieser Aspekt der Grund für die vielen schlaflosen Nächte. Wie Sie es dennoch schaffen, wieder in eine erholsame Ruhephase zu finden, erfahren Sie hier.

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Sorgen reduzieren & Gesundheit fördern

Erholsamer Schlaf ist essenziell, um ein gesundes Leben führen zu können. Dauerhafte, nächtliche Störungen können u.a. das Risiko für Fettleibigkeit und Bluthochdruck erhöhen. Die in der Fachzeitschrift "Behaviour Medical" erschienene Studie der "Universität Illinois" zeigt nun auf, dass es einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem positiven Mindset und erholsamen Schlaf gibt.

  • Für die Befragung wurden mehr als 3500 Personen im Alter von 32 bis 51 Jahren interviewt.
  • Konkret wurden die Teilnehmer zwei Mal in einem Zeitintervall von fünf Jahren untersucht, wobei neben Fragen zur Schlafaktivität auch charakteristische Merkmale festgehalten wurden.
  • Die Beteiligten mussten mithilfe von Fragebögen bewerten, welche Aussagen am ehesten auf sie als Individuum zutreffen. Hierfür wurden bewusst negative und positive Statements gegenübergestellt, um die persönliche Einstellung der Teilnehmer näher analysieren zu können.
  • Ein Teil der Gruppe wurde zudem für zwei Nächte mit Aktivitätssensoren ausgestattet, um die genaue Schlafqualität besser messen zu können.

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Optimisten schlafen besser

Jeder Mensch hat mit Problemen und Sorgen zu kämpfen. Dennoch scheinen sie für die einen wie ein Hindernis und für die anderen wie eine Aufgabe, welche gelöst werden muss. Während negative Menschen nachts jedes mögliche Szenario durchspielen und natürlich vom schlimmsten Fall ausgehen, schlafen Optimisten laut der Studie schon tief und fest:

  • Wer zuversichtlich in die Zukunft blickt, steigert die Wahrscheinlichkeit, die eigene Schlafqualität zu erhöhen um 78 Prozent. Die Studienteilnehmer gaben außerdem an, dass Sie mit mehr Energie in den Tag starten und nicht vom ständigen Gähnen geplagt sind.
  • Positive Gedanken zu praktizieren, verschaffe einem mindestens zwischen 6 und 9 Stunden Schlaf. Eine Wunschvorstellung für jene, die sich abseits des Lands der Träume hin- und her wälzen.
  • Die Wahrscheinlichkeit, nicht von Ein- und Durchschlafstörungen betroffen zu sein, erhöht sich um 74 Prozent, wenn man den Alltag lebensbejahend meistert.

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Halbvoll oder halbleer?

Das ganze Leben durch die rosarote Brille zu sehen, ist selbst für einen Optimisten nicht immer möglich. Auch positive Menschen haben hin und wieder einen schlechten Tag, jedoch wissen sie, dass dieser irgendwann endet und gute Tage folgen werden. Diese Tipps können Ihnen helfen, sich diese Einstellung anzueignen und von erholsamen Ruhephasen zu profitieren:

  • Tagebuch schreiben: Ist man tagsüber auf Strom, kreisen gerade nachts etliche Probleme im Kopf herum. Oft kann es schon helfen, diese Gedanken auf Papier zu bringen. Wenn Sie sich Ihre Sorgen von der Seele schreiben, haben Sie wieder mehr Luft zum atmen und finden schneller in einen entspannten Schlaf.
  • Dankbarkeit zeigen: Anstatt sich auf jene Dinge zu fokussieren, die besorgniserregend erscheinen, konzentrieren Sie sich lieber auf Ereignisse, die gut verlaufen sind. Versuchen Sie Ihre Wahrnehmung Schritt für Schritt auf Begebenheiten zu lenken, für die Sie Dankbarkeit verspüren. Mit dieser Übung wird die Freude über einen sonnigen Tag, den morgendlichen Stau irgendwann ganz von selbst übertönen.
  • Opferrolle ablegen: Wir tendieren oft zu dem Glauben, wir seien unserem Schicksal völlig ausgeliefert. Was soll man schon dagegen tun, wenn schlimme Dinge passieren, außer sich darüber zu beklagen? Doch wir haben unser Leben sehr wohl zu einem Großteil selbst in der Hand. Optimist zu sein, bedeutet nicht weniger oft zu scheitern als Pessimisten – einzig und allein wie sie damit umgehen, unterscheidet sie von den Miesepetern.
  • Medienfreie Zone: Besonders vor dem Schlafengehen sollte man bewusst das Smartphone und Nachrichtenkanäle meiden. Angefangen vom perfekten Körperideal auf Instagram bis hin zu Krieg und Terror in der Zeit im Bild. Die vielen Einflüsse der Außenwelt lassen zu, dass sich unser Verstand vor Sorge regelrecht überschlägt. Dies bedeutet nicht, dass Sie die Augen vor der Welt verschließen sollen, jedoch haben derartige Gedanken keinen Platz in Ihrer Erholungsphase des Tages.

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