Schlaf und Psyche

Was ist die ideale Schlaftemperatur im Winter?

Fenster auf oder Fenster zu? Lesen Sie hier, welche Schlaftemperatur in der kalten Jahreszeit ideal ist.

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Ideale Schlaftemperatur im Winter
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Sie schlafen gerne bei offenem Fenster? Gut so! Denn Frischluft fördert die Nachtruhe, doch im Winter raubt uns Eiseskälte im Schlafzimmer den Schlaf. Was ist eigentlich die ideale Schlaftemperatur?

Fenster auf oder Fenster zu?

An der idealen Schlafzimmertemperatur ist schon so manche spätabendliche Diskussion entbrannt. Während die einen es im Schlafzimmer gerne wohlig warm haben, bevorzugen andere kühlere Temperaturen zur Nachtruhe. Die Gretchenfragen lauten:

  • Fenster auf oder Fenster zu?
  • Und wie lässt sich die ideale Schlaftemperatur überhaupt bestimmen?

Wir sind der Frage auf den Grund gegangen.

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Persönliche Wohlfühltemperatur

Nicht nur die Schlafdauer, sondern auch ein ideales Raumklima ist entscheidend für eine erholsame Nachtruhe. Experten empfehlen häufig eine Schlafzimmertemperatur zwischen 15 und 18 Grad Celsius. Wo sich die Quecksilbersäule aber letztlich genau einpendelt, bestimmt das persönliche Kälteempfinden.

Die perfekte Schlaftemperatur ist, wenn man nicht friert und nicht schwitzt. Das Raumklima sollte für das eigene Wohlbefinden thermoneutral sein. Die richtige Temperatur ist dann erreicht, wenn der Organismus seine innere Körpertemperatur von rund 36 Grad problemlos halten kann. Höher als auf 20 Grad sollte die Anzeige am Thermometer allerdings nicht steigen.

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Schlafräuber falsche Temperatur

Wer unter der Bettdecke friert, schläft schlechter ein. Der Körper muss – statt sich zu erholen – Energie erzeugen, um die innere Körpertemperatur konstant zu halten. Zudem sorgt permanente Kälte im Schlafzimmer für eine dauerhafte Muskelanspannung, der Erholungseffekt bleibt aus.

Eine zu hohe Temperatur im Schlafzimmer hingegen führt dazu, dass wir unter der Bettdecke schwitzen. Auch Hitze lässt uns nicht gut schlafen: Trockene Raumluft belastet zudem dem Organismus. Die Folgen sind:

  • ausgetrocknete Mund- und Nasenschleimhäute
  • Hustenreiz
  • Kopfschmerzen

Eine zu hohe Luftfeuchtigkeit beeinträchtigt nicht nur den nächtlichen Schlaf, sondern bietet ungebetenen Gästen geradezu optimale Lebensbedingungen: Hausstaubmilben und Schimmelsporen können sich unter diesen Bedingungen ideal vermehren.

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So schaffen Sie ein ideales Raumklima

Frischluft fördert den Schlaf. Über Nacht verbrauchen wir immerhin rund 160 Liter Sauerstoff. Wird dieser über Nacht knapp, müssen wir schneller Atmen, um das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Anstatt das Fenster jedoch über Nacht gekippt zu lassen, ist es besser, das Schlafzimmer morgens und abends bei ganz geöffnetem Fenster für etwa 15 Minuten durchzulüften. So  gelangt genügend Sauerstoff in den Raum, während die durch Atmung und Schweiß abgegebene Feuchtigkeit (rund 200 bis 500 ml pro Person) aus dem Raum weichen kann.

Bei Eiseskälte kann man das Fenster also getrost zulassen. Ein gekipptes Fenster birgt zudem die Gefahr von Zugluft, die bei empfindlichen Menschen eine Erkältung oder sogar einen verspannten Nacken auslösen kann.

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Wärmebedürfnis nimmt im Alter zu

Insbesondere ältere Menschen haben meist einen geringeren Grundumsatz und weniger Muskeln, die Wärme erzeugen. Folglich empfinden viele im Alter eine etwas höhere Raumtemperatur von rund 20 Grad im Schlafzimmer angenehmer als jüngere Menschen.

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