Psychische Gesundheit

3 Tipps, wie Sie trotz Untreue Vertrauen in einer neuen Beziehung aufbauen

Neue Liebe, neues Glück? Nach einem Seitensprung nehmen wir oft viele Ängste & Zweifel in die neue Beziehung mit.

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Vertrauen finden in neuer Lieber trotz Untreue
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"Ich habe dich betrogen" – diese Worte sind vermutlich eine der schlimmsten, die man in einer Beziehung hören könnte. Man ist fassungslos, schockiert und fühlt sich wie in einem schlechten Film. Die meist logische und vermutlich gesündeste Konsequenz ist die Trennung vom Partner. Was dabei oft auf der Strecke bleibt, ist die Trennung von Ängsten, Zweifeln und Misstrauen. Mit diesen Tipps schaffen auch Sie einen Neuanfang in der Liebe ohne böse Begleiterscheinungen.

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Gefühlschaos nach Maskenfall

Das Fremdgehen des Ex-Partners geht vielen an die Substanz. Man fühlt sich, als ob einem der Boden unter den Füßen weggerissen wird und alle Glaubenssätze über Bord geworfen werden. Um nicht völlig daran zu zerbrechen, entscheiden sich viele Menschen für eine Trennung. Doch leider ist damit nur die halbe Miete erledigt – die tatsächliche Arbeit wartet noch. Wut, Zorn und Hass sind dabei zentrale Gefühle nach einem Seitensprung. Sie bilden die Mauer, hinter der sich unser zerbrochenes Selbst versteckt. Doch mit der Zeit kommen auch die Enttäuschung und die Selbstzweifel zum Vorschein. Ein Zustand, der sich nur temporär ertragen lässt und dringend nach Heilung ruft.

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Die Frage nach dem "Warum"

Die Erklärung für den Seitensprung bleibt meist offen und endet bei einem selbst. Es steht außer Frage, dass immer zwei Personen zu einer Partnerschaft gehören – jedoch sollten Sie die Schuld nie auf Ihren Schultern tragen. Untreue ist in keiner Situation die Lösung. Wenn der Partner unglücklich in der Beziehung ist, hat er stets die Möglichkeit, diese zu beenden. Natürlich sind beide Optionen schmerzhaft, dennoch sind der Stich in den Rücken und ehrliche Fairness zwei paar Schuhe. Suchen Sie also auf keinen Fall bei sich selbst den Fehler, denn da gibt es keinen.

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Die Antwort auf das "Warum"

Die Liebe, die wir anderen schenken, hat viel mit der Liebe zu tun, die wir uns selbst zugestehen. Auch wenn die folgende vermutlich keine zufriedenstellende Antwort sein wird: Fremdgehen ist in der Regel mit dem eigenen Selbstwertgefühl verknüpft. Ein Seitensprung liegt also viel eher daran, dass Betrügende ein Problem mit sich selbst haben und dieses an anderen "auslassen". Versuchen Sie Ihrem Ex-Partner diesen Fehler zu verzeihen, um selbst nach vorne blicken zu können. Nur so können Sie die Heilungsphase abschließen und den negativen Ballast hinter sich lassen – diesen Gefallen schulden Sie sich selbst.

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Misstrauen gegen Vertrauen tauschen

Hat man den Sturm überstanden, ist man froh, wieder mit beiden Beinen im Leben zu stehen. Mit der Zeit finden wir wieder zu Hoffnung und vielleicht sogar einer neuen Liebe. Nicht selten tauchen gerade in dieser Situation die Geister der Vergangenheit auf und schleichen sich in die neue Beziehung. Mit diesen Tipps können Sie das Vergangene hinter sich lassen und zu neuem Vertrauen finden:

  • Mauern fallen lassen: Reden Sie mit Ihrem neuen Partner darüber, was Ihnen widerfahren ist. Nur so kann Ihr Liebhaber verstehen, warum Sie einen so starren Blick auf das Smartphone werfen, wenn eine neue Nachricht hereinkommt. Offenbart man seine Zweifel und sein Misstrauen, kann Ihr Gegenüber viel eher Verständnis aufbauen, als wenn Sie die Gewohnheiten Ihres Ex-Partners auf die neue Liebe projizieren. So werden die Zweifel mit der Zeit ganz von selbst verschwinden.
  • Rote Tücher: Nach vergangenen Erfahrungen sind manche Dinge schlichtweg nicht ertragbar, etwa die wöchentliche Party oder das stundenlange Treffen mit einer Bekannten. Natürlich sollte man nicht komplett auf seine Interessen verzichten, jedoch sind Kompromisse ein wichtiger Schlüsselbegriff in Beziehungen. Äußern Sie jene Dinge, die Sie keinesfalls ertragen und für Sie ein rotes Tuch sind. So können Sie Streitigkeiten vermeiden und von einer glücklichen Partnerschaft profitieren.
  • Verletzliche Wahrheit: Zu lieben heißt verletzlich zu sein. Mit der Offenbarung unserer Gefühle besteht immer die Gefahr, enttäuscht zu werden – doch so ist das Spiel nun mal. Es erfordert Mut sich auf ein Risiko einzulassen, doch mit ihm geht die Chance auf eine glückliche Liebe einher. Versuchen Sie daher, mit mehr Gelassenheit in Ihre neue Liebe zu starten und nicht alles schwarz zu malen.

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  • Thomas Spranger und Maria Beege sagt:

    Vielen Dank für den wertvollen Artikel. Das Vertrauen in einer gestörten Beziehung neu aufzubauen geht nicht so leicht, wie sich das manch einer vorstellt. Vorausgegangen sind meist schwerwiegende Vertrauensbrüche, und die wieder aus der Welt zu schaffen ist nicht so einfach.
    Beispiele für das zerstörerische Verhalten in Beziehungen ist das Fremdgehen oder das Verheimlichen von Schulden. Diese Dinge empfindet der betrogene Partner als sehr schmerzlich. Betroffen sind ja meist sehr sensible Bereiche im Miteinander von zwei Menschen. In meinem Umfeld gibt es dennoch Paare, die trotz jahrelangen und dramatischen Fehlschritten durch einen der beiden Partner einen Neuanfang wagen wollen. Sie trauen sich, diesen Schritt zu gehen. Und das bedeutet, viel Mut dazu aufzubringen.
    Sich und dem anderen eine zweite und neue Chance zu geben bedeutet, wieder von vorne anzufangen. Dafür muss man aber das Alte hinter sich lassen. Neues Vertrauen entsteht nur, wenn die Voraussetzungen dafür geschaffen sind. Die alten Fehler sollen sich schließlich nicht wiederholen. Man will nicht dasselbe nochmals erleben. Das wäre eine komplette Niederlage für beide.
    Aber so leicht lässt es sich nicht vergeben und vergessen. Viele Gespräche und die Vermittlung der eigenen Erlebnisse und Verletzungen, Verständnis für entstandene Emotionen, machen es erst möglich, das Geschehene zu verarbeiten. Oft kann ein Therapeut helfen, die richtigen Worte und Formulierungen zu finden, die beiden im Gespräch sich wieder näher zu bringen.
    Beide Partner können danach langsam wieder beginnen, sich vertrauensvoll zu begegnen. Die Sensibilität gegenüber möglichen neuerlichen Fehltritten bleibt oft noch einige Zeit bestehen. Es ist aber wichtig, dem anderen nicht ständig wieder neues Misstrauen bei allen möglichen Anlässen entgegenzubringen. Das erfordert eine gewisse Disziplin. Denn es kommen mit Sicherheit immer wieder mal wieder die alten Emotionen hoch, die dann wieder zu Vorwürfen etc. verleiten.
    Neues Vertrauen in einer Partnerschaft kann nur entstehen, wenn die Vorbehalte gegenüber dem anderen keine Rolle mehr spielen. Das ist eine wichtige Basis für einen neuen harmonischen und liebevollen Umgang miteinander. Ist das gelungen, steht der zweiten Chance in einer Beziehung kaum noch etwas im Wege.

    Beim Kennenlernen einen kühlen Kopf zu behalten ist gar nicht so einfach. Da geht es Männer und Frauen ähnlich. Eine neue Liebe bringt die Verliebten meist um den Schlaft. Die Gedanken kreisen nur noch um den neuen Menschen, in den man sich verliebt hat.

    Die ersten Treffen verlaufen sehr romantisch und schön. Die Schmetterlinge fliegen im Bauch wild umher. Wer verliebt ist, schwebt auf rosaroten Wolken. Besonders dann, wenn jemand schon so lange einen neuen Partner gesucht hat. Jetzt ist er endlich da, der Moment des Sich-neu-Verliebens.

    Bei einer neuen Bekanntschaft muss man herausfinden, was der andere fühlt. Beide investieren viel Zeit, einander kennenzulernen. Und mit der Zeit wissen beide immer mehr von einander. Es ist wichtig, nicht gleich aufs Ganze zu gehen. Wir haben uns in unserer Beziehung am Anfang auch viel Zeit gelassen. Und es hat sich gelohnt.

    Das Gefühlschaos hat man zu Beginn nicht wirklich im Griff. Es ist wichtig, dass man sich nicht zu schnell emotional an den anderen Menschen bindet. Das macht abhängig. Und wenn es doch nicht passt, dann fällt man schnell aus allen Wolken und ist am Boden zerstört.

    Wer ein gutes Selbstwertgefühl hat, ist den eigenen Selbstzweifeln nicht ausgeliefert. Er nimmt die Sache gelassener und geht cooler mit der Situation um. Noch etwas Distanz zu Beginn zu wahren hilft, sich selber zu schützen. Dann ist eine mögliche Enttäuschung später nicht so verletzend.

    Bei uns hat sich die Einstellung bewahrheitet, was kommen muss, das kommt. Das anfängliche Gefühlschaos kriegt man nie ganz in den Griff. Die Gefühle sind zu aufgewühlt. Alles ist so neu und aufregend. Das zu erleben ist aber auch etwas ganz Besonderes, das man genießen sollte.