Psychische Gesundheit

Aus der Routine ausbrechen: Veränderungen leichter durchziehen

Sie wollen endlich aus alten Denkmustern und lästigen Verhaltensweisen ausbrechen? Warum und wie das möglich ist, erfahren Sie hier.

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Veränderungen
Eoneren / iStock

Sei es die berufliche Neuorientierung, das Durchziehen der Diät oder der regelmäßige Besuch im Fitnessstudio: Alltag und Gewohnheit machen den größten Vorhaben oft einen Strich durch die Rechnung. Sich zu ändern und etwas "anders machen" muss aber nicht zum Scheitern verurteilt sein.

Sein Glück selbst in die Hand nehmen

Aus standardisierten Denkmustern auszubrechen und unangenehme Verhaltensweisen zu ändern kann schwierig sein, aber nicht unmöglich. Oft sind traumatische Erlebnisse, der Tod eines nahen Angehörigen oder eine schwere Krankheit die Auslöser, sein Glück selbst in die Hand zu nehmen. Der Gedanke, das bisherige Benehmen zu hinterfragen und der Wunsch, sein Leben neu gestalten zu wollen, besteht meistens jedoch schon früher.

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Das Gehirn macht Neustart möglich

Entgegen der weitläufigen Meinung ist es nicht nur der jungen Generation vorbehalten, sich zu ändern – auch im Alter ist man noch für neue Perspektiven und Umstellungen empfänglich. Vorausgesetzt, der Wille dazu ist da.

Die Fähigkeit zur Anpassung liegt im Gehirn. Neuroplastizität nennen Hirnforscher die Tatsache, dass das menschliche Gehirn bis zuletzt nicht aufhört zu lernen. Ohne Ende werden Nervenzellen produziert, die sich mit den Synapsen verbinden. Auf diese Weise entstehen neue Strukturen.

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So lassen Sie Veränderungen leichter zu

Zu wissen, dass ein Umbruch rein anatomisch jederzeit möglich ist, ist ein guter Grundstein, auf dem man seine Pläne aufbauen kann.

Diese 5 Tipps können bei der Umsetzung zusätzlich helfen:

  • Aktiv werden: Machen Sie sich bewusst, welches Verhalten Sie als störend empfinden und was genau Sie daran ändern wollen. Überlegen Sie, welche Schritte notwendig sein werden, um das Ziel zu erreichen.
  • Vorstellungskraft nutzen: Visualisieren Sie die Verwandlungen, die das geänderte Verhalten in der Zukunft auslösen wird oder könnte. Stellen Sie sich alles bildlich vor: Ihr Handeln, die Reaktion Ihres Umfelds, das Resultat.
  • Kleine Schritte: Behalten Sie zwar stets das große Ganze im Auge, doch machen Sie auf dem Weg dorthin nur kleine Schritte und denken Sie auch an eine Selbstbelohnung. Eine Liste zu führen kann bei der Umsetzung helfen: jeden Erfolg abhaken, nach zehn Mal gibt es eine Belohnung.
  • Sich Zeit geben: Es dauert eine Weile, bis sich das neue Verhalten manifestiert und zur Gewohnheit wird. Seien Sie also nicht zu streng mit sich selbst. Werfen Sie aber gleichzeitig auch nicht voreilig das Handtuch.
  • Durchziehen: Behalten Sie Ihr Ziel im Auge. Waren Sie erfolgreich, ruhen Sie sich nicht auf Lorbeeren aus und nehmen Sie das veränderte Verhalten niemals als selbstverständlich hin.

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