Psychische Gesundheit

Generation Zukunftsangst: So begegnen Sie Herausforderungen positiv

Stress ist heutzutage das Statussymbol schlechthin. Nur wer viel arbeitet und möglichst schnell die Karriereleiter hinaufklettert, wird als erfolgreich eingestuft. So wird es den jüngeren Generationen zumindest vorgelebt – was bleibt sind Zukunftsängste und Leistungsdruck.

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Herausforderungen erfolgreich meistern
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Macht, Geld und Arbeiten bis zum Umfallen – diese Werte werden vielen Jugendlichen vermittelt. Die jüngere Generation verspürt enormen Leistungsdruck und wünscht sich mehr Rückhalt und Unterstützung im Alltag. Wie Sie dieser Belastung entkommen und was die Gründe dahinter sind, erfahren Sie hier.

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Zukunftsangst statt Lebenslust

Die heutige Zeit ist modern, schnelllebig und belastend – denn wer soll da noch mithalten können? Laut einer aktuellen Studie des SOS-Kinderdorfs ordnen knapp 90% der Befragten (14 bis 18 Jahre) das Familienleben als zu stressig ein. Sie fühlen sich von ihren Eltern unter Druck gesetzt und beinahe jeder Zweite hat Angst, im Leben nichts zu erreichen. Doch woher kommen diese negativen Eindrücke?

  • Überbelastung und Hektik spiegeln den Zeitgeist der heutigen Generation wieder – wobei von Zeit hier nicht die Rede sein kann, denn davon fehlt es nämlich beinahe jedem von uns. Soziale Aktivitäten werden durch Mails und Anrufe ersetzt, sodass man es häufig nicht mal mehr zu gemeinsamen Mahlzeiten schafft.
  • Unzufriedenheit und schlechte Stimmung sind für die Mehrzahl an Berufstätigen tägliche Begleiter, wodurch viele Kinder befürchten, dass es ihnen in ihrer Zukunft nicht anders ergehen wird. Hinzu kommt, dass der Stress, den Eltern aus ihrem Job mit nach Hause bringen, auf den Nachwuchs abfärbt.
  • Auch die Furcht im Berufsleben nicht Fuß fassen zu können, macht Jugendlichen große Angst. Die Ziellinie ist nie in Sicht, obwohl man längst am Ende seiner Kräfte ist. Sind Sie nicht dazu bereit Ihre Leistung permanent zu steigern, werden Sie in die Kategorie "ersetzbar" eingeordnet. Gerade an dieser Einstellung zerbricht die heutige Gesellschaft.

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Mut zum Glücklichsein

Oft wird vergessen, dass das Leben nicht immer nach Plan laufen muss. Es ist durchaus erlaubt, auch mal einen Schritt zurück zu machen, um herauszufinden was einen erfüllt oder bewegt.

Diese Tipps können Ihnen dabei helfen, Ihren Weg in eine glückliche Zukunft zu finden:

  • Gegenwärtig sein: Anstatt sich ständig vom Stress beherrschen zu lassen, versuchen Sie einen Moment inne zu halten und die Gegenwart wahrzunehmen. Ehrgeiz ist eine fantastische Eigenschaft, doch haben Sie Ihre Grenze erreicht, hören Sie auf die Signale, die Ihr Körper Ihnen gibt. Schlafstörungen, Kopfschmerzen und Magenbeschwerden sind nur einige wenige Anzeichen, die Sie als Warnung auffassen sollten. Legen Sie bewusst Pausen ein, um den Kopf frei zu bekommen und danach wieder mit voller Energie durchstarten zu können.
  • Visualisieren: Viele Jugendliche plagt die Frage, welchen Weg sie in Zukunft einschlagen möchten. Oft weiß man gar nicht, welche Dinge einen tatsächlich interessieren und was man mit seinem weiteren Leben anfängt. Wie soll man sich da für die richtige Ausbildung oder den richtigen Beruf entscheiden? Eine weit verbreitete Methode ist das Vision Board. Im Alltag ist es meist unmöglich einen klaren Gedanken zu fassen. Deshalb ist es sinnvoll, wenn Sie sich bewusst mit Ihren Wünschen, Hobbies und Träumen befassen und diese auf einem Blatt Papier festhalten. Ob Sie Ihr Vision Board mit Worten oder Bildern schmücken, bleibt ganz Ihnen überlassen. Auf diesem Weg wird Sie Ihre Erfüllung vielleicht von selbst finden.
  • Ausprobieren: Letztendlich müssen Sie niemandem etwas beweisen, außer sich selbst. Ein gut bezahlter Job ist toll, aber nicht zwingend ein pauschales Ziel, das auf jeden Menschen umgelegt werden kann. Viel wichtiger ist es, eine Berufung zu finden, die Spaß macht und den Alltag lebenswert macht. Finden Sie diese nicht beim erstbesten Versuch, sind Sie durchaus in der Lage, einen anderen Weg einzuschlagen – und zwar ganz ohne, dass Sie die ganze Welt verachtet.

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Es ist völlig in Ordnung, wenn Workaholics im stressigen Arbeitsalltag oder Vorzeigeschüler im Schulleben aufblühen. Gehören Sie jedoch nicht zu dieser Kategorie Mensch dazu, sollten Sie auch nicht versuchen, sich dieses Gesellschaftsbild aufzuzwingen. Am Ende des Tages ist es Ihr Leben und nur Sie sind fähig, es zu einem glücklichen zu machen.

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