Psychische Gesundheit

JOMO ist der Trend des Jahres und er macht so glücklich

Sie sagen gerne mal ab? Damit liegen Sie voll im Trend.

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Jomo liegt im Trend und macht glücklich
m-gucci / iStock

Die Insta-Story, die Party, der Jour fixe im Freundeskreis immer auf dem Laufenden zu bleiben kann auf Dauer ganz schön an den Nerven zehren. Die Angst, etwas zu verpassen, ist unter dem Schlagwort "FOMO" (Fear of Missing Out) bekannt. Und wenn wir mal nicht dabei sind? Passiert in Wahrheit auch nix. Genau darum geht es bei JOMO. Das Kürzel bedeutet "Joy of Missing Out" und macht genau das zum Trend, wonach wir uns eigentlich alle sehnen: Weniger am Ball bleiben, dafür einen Gang runter schalten.

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Heuer dreht sich alles um JOMO

Dass die Freude am Versäumen im Trend liegt, kommt nicht von ungefähr.

  • Schon seit einiger Zeit stehen die Zeichen auf Entschleunigung, mehr Achtsamkeit, mehr Bewusstsein für die schönen Dinge im Leben.
  • Auch angesagte Lebenseinstellungen wie Minimalismus, Minimal Waste, Digital Detox und Nachhaltigkeit passen da hervorragend zum Konzept.
  • Wir besinnen uns wieder auf das, was zählt. Die wirklich wichtigen To-dos, die wirklich wichtigen Menschen in unserem Leben weniger ist eben mehr.

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Glücksgefühle durch Neinsagen

Nur Mut, sagen Sie ruhig mal Nein, denn Schwänzen ist trendy. Einfach mal nicht zu schauen, welche Schlagzeilen im Newsfeed stehen oder den Abend lieber auf der Couch zu verbringen statt in der angesagten Bar, löst bei vielen Menschen mehr Glücksgefühle als schlechtes Gewissen aus. Grund dafür ist die Gewissheit, sich selbst etwas Gutes zu tun, denn wertvolle Me-Time bleibt im getakteten Alltag oft auf der Strecke. Immer mehr junge Leute fühlen sich von der Genugtuung, einfach auszusteigen und nicht am Leben der anderen teilzunehmen (vor allem auch auf Instagram) regelrecht beflügelt. Genau das ist JOMO.

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Was muss ich für JOMO tun?

Um JOMO auszulösen und genießen zu können, müssen Sie eben nicht viel tun. Das ist ja genau das Schöne daran. Genau genommen müssen Sie nur eins tun: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl.

  • Sie haben keine Lust, das Wochenende zu verplanen? Dann tun Sie es nicht.
  • Mit einer flüchtigen Bekanntschaft schnell auf einen Café Latte gehen, obwohl Sie keine Lust auf Smalltalk haben? Lassen Sie es bleiben.
  • Sie schauen nur aus Gewohnheit auf das Smartphone, doch eigentlich interessiert es Sie nicht und Sie möchten lieber unerreichbar bleiben? Dann schalten Sie es ab.

Es geht dabei allerdings nicht darum, egoistisch zu sein und die Gefühle anderer zu verletzen. Doch mehr auf uns selbst zu schauen, kann ganz einfach nicht schaden.

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