Ernährung

Klimakrise & Artensterben: Wie die regionale Landwirtschaft helfen kann

Wir essen unsere Erde auf: Ein Viertel davon werden für Weideland oder als Anbau von Tierfutter benutzt – zu viel, wie der neue IPCC-Klimabericht zeigt.

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Wie können wir das Artensterben stoppen und unsere Umwelt schützen?
shironosov / iStock

Über eine Million Tierarten sind weltweit vom Aussterben bedroht. Erst im Mai warnte der deutsche Weltbiodiversitätsrat vor einem großen regionalen Massensterben. Auch in Österreich ist die Wildtier-Population seit 1986 um 70 Prozent geschrumpft, immer mehr Insekten- sowie Vogelarten sind gefährdet. Trotz dem immer größeren Umdenken in Bezug auf vegetarische und vegane Ernährung, ist die industrialisierte Landwirtschaft der Hauptgrund für das Tiersterben. Doch was genau können wir dagegen tun?

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Zukunft von Mensch und Tier

Dass der Klimawandel und das Massensterben verschiedener Tiere Hand in Hand geht, ist kein Geheimnis mehr. Nun setzt die "Initiative Klimafreundliche Landwirtschaft" alles daran, um unsere Tiere sowie das Klima zu retten. Bei der Initiative wirken viele Akteure aus Wissenschaft, Gesundheit, Landwirtschaft und Zivilgesellschaft mit – wie zum Beispiel:

Der erste Schritt für eine bessere Zukunft von Mensch und Tier liegt vor allem in der systematischen Veränderung der Lebensmittelerzeugung: " (…) Wenn wir weiterhin den Regenwald für genmanipulierte Futtermittel roden, diese über die halbe Welt in unsere Ställe transportieren, Boden überdüngen, Flüsse verseuchen und den natürlichen Lebensraum von Insekten vernichten, dann haben unsere Kinder und Enkelkinder keine Zukunft. Hier geht's um Überleben. Unserer Ernährung kommt im Kampf gegen die Klimakrise und  das Artensterben eine absolute Schlüsselrolle zu", warnt Sebastian Bohrn Mena, Initiator des Tierschutzvolksbegehrens.

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Fleischsteuer als Rettung?

Vor allem die Transparenz in Punkto Lebensmitelqualität ist für Mena wichtig: "(…) Wo mit Steuergeld eingekauft wird, müssen auch heimische, tier- und klimafreundliche Lebensmittel zum Zug kommen. Wir werden aber auch deutlich mehr Transparenz brauchen, denn nur wenn wir wissen, was auf unserem Teller landet, können wir uns bewusst für die tier- und klimafreundliche Alternative aus Österreich entscheiden."

  • Laut dem neuestem IPCC-Klimabericht besteht ein Viertel unserer globalen Erdfläche aus Weideland und wird zum Anbau von Tierfutter verwendet.  Zum Wohle unserer Tiere und der Umwelt muss besonders gegen Billigfleisch aus dem Ausland gehandelt werden.
  • Denn die industrielle Fleischproduktion zählt unter anderem zu einem der größten Verursacher von Treibhausgasen – global betrachtet ist sie für bis zu 20 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich.
  • Deutschland plant nun eine Fleischsteuer einzuführen, die die Mehrwertsteuer von 7 auf 19 Prozent erhöhen würde. In Österreich steht dieselbe Debatte der möglichen Fleischsteuer an, hier beträgt die Mehrwertsteuer auf Fleisch 10 Prozent.

Besonders Metzger und Einwohner sind skeptisch gegenüber der geplanten Fleischsteuer. Besonders die Frage, ob das Geld tatsächlich bei den heimischen Tieren ankomme, sei demnach bedenklich, wie das Video der Frankfurter Allgemeine Zeitung zeigt: 

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