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Nachhaltig Skifahren: 4 Tipps für Ihren umweltbewussten Urlaub

Der Tourismus setzt der Umwelt zu, Naturschnee wird zum Einzelfall im Winterurlaub. Mit diesen 4 Tipps setzen Sie beim Skifahren auf Nachhaltigkeit.

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Nachhaltiger Skiurlaub
SeventyFour / iStock

Skifahren ist für viele Sportbegeisterte ein Fixtermin im Winter. Wer jedoch auch in Zukunft die beeindruckenden Bergkulissen befahren möchte, sollte beim nächsten Urlaub auf Nachhaltigkeit setzen. Denn der Tourismus setzt unserer Umwelt enorm zu, zeigt schon heute seine Folgen. Wie Sie es schaffen, die Natur zu entlasten, erfahren Sie hier.

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Schneefreie Zukunft auf den Pisten?

Mit dem Bau einer Piste gehen viele umweltbelastende Schritte einher: Angefangen von gerodeten Wäldern bis hin zu den Hotelanlagen. Der Einschnitt in die Natur setzt nicht nur der Landschaft, sondern auch den Lebensräumen vieler beheimateter Tiere zu.

Schneekanonen kommen immer häufiger zum Einsatz, für welche eigens angelegte Speicherseen her müssen. So sind pro Hektar Kunstschnee eine Millionen Liter Wasser notwendig, um den Skispaß zu ermöglichen. Einige Flüsse führen bereits 70% weniger Wasser als vor Einführung der Schneekanonen. Hinzu kommt, dass der Kunstschnee deutlich dichter ist als der natürliche. Die Erde bekommt weniger Sauerstoff und wird dadurch zum Problem für die gesamte Vegetation.

Laut einer Studie des  Instituts für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) in Davos sind Wintersportidyllen für kommende Generationen stark gefährdet:

  • Dem zufolge wird die Schneemenge um 30% sinken, selbst wenn es gelinge, die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.
  • Sollte die Klimamaßnahme gänzlich misslingen, müsse man mit einem Rückgang von 70% rechnen.

Mehr dazu: Fit für die Piste: 6 Übungen für den Skiurlaub

Umweltbewusst in den Skiurlaub

Der Verzicht auf die beliebte Wintersportart kommt für die meisten nicht in Frage. Dennoch können Sie mit folgenden Tipps dazu beitragen, die Skipisten und Lebensräume langfristig zu erhalten:

  • Umweltfreundliche Anreise: Viele Skigebiete sind heutzutage mit dem Zug gut erreichbar. So können Sie schon vor Urlaubsantritt den ökologischen Fußabdruck reduzieren. Wer nicht auf die Autofahrt verzichten möchte, sollte sich zumindest für eine Fahrgemeinschaft entscheiden.
  • "Grüne" Unterkunft: Auch bei den Unterkünften sollten Sie auf Nachhaltigkeit setzen. Diverse Anbieter stehen für umweltschonende Maßnahmen und müssen demnach unterstützt werden. Die Hotels werden von unabhängigen Institutionen geprüft und erhalten ein Siegel (Deutsches Zertifikat Viabono oder Österreichisches Umweltzeichen), sollten sie die Umweltvorschriften einhalten.
  • Nachhaltige Skitouren: Damit Sie die Wildtiere nicht während ihrer Winterruhe stören, beschränken Sie Ihre Touren auf die dafür vorgesehenen Pisten. Vermeiden Sie künstlich beschneite Abfahrten und setzen Sie auf nachhaltige Skigebiete, wie die Alpine Pearls.
  • Menschenmassen meiden: Verreisen Sie lieber einmal länger als mehrmals kurz, gerne auch mal in der Nebensaison. Wer bloß ein bis zwei Mal im Jahr Ski fährt, steckt nicht mehrmals im Stau und kann die leerstehenden Anlagen vor Ort optimal ausnutzen.

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