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Speed-Cleaning ist gut für die Psyche: 7 simple Tricks

Sie wollen den vollen Wohlfühlfaktor einer frisch geputzten Wohnung, haben aber keine Zeit für sowas? Dann könnte Speed Cleaning Ihr Ding werden!

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Mann macht Speed Cleaning
PeopleImages / iStock

Chaos in den eigenen vier Wänden bedeutet Chaos im Kopf, oder nicht? Wer kennt das angenehme Gefühl einer sauberen Wohnung oder noch besser: das eines ausgemisteten und geordneten Kleiderschranks? Eben.

Nicht immer sind wir aber gewillt oder haben die Zeit, unser Zuhause komplett durchzureinigen. Einen schnellen Effekt haben dann sogenannte "Speed Cleans", zu Deutsch schnelle Reinigungen. Damit beschäftigen sich sogar einige YouTube-Tutorials. Wir haben ein paar Tipps und Tricks für den Putz-Flash gesammelt, die auch für alle taugen, die Aufräumen & Co hassen.

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Wer braucht den Speed Clean?

In Wahrheit ist so ein schneller Putz pro Tag für jeden was:

Die Liste ließe sich endlos fortführen… aber wie speed cleane ich nun richtig?

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Tipp 1: Strukturiert vorgehen

Neigen Sie beim schnellen Aufräumen auch dazu, immer alles gleichzeitig machen zu wollen? Das klappt nicht und erzeugt Stress. Gewöhnen Sie sich stattdessen an, sich stets nur in eine Richtung zu bewegen: Das heißt, Sie rennen nicht kreuz und quer durch den Raum, sondern arbeiten sich im Kreis vor, zurückgegangen wird nicht. Nach dem ersten durchkreisten Raum folgt der nächste usw.

Tipp 2: In jeden Raum einen Wäschekorb mitnehmen

Denken Sie an Personal im Hotel, das stets das nötige Reinigungsequipment bei sich hat. Richten Sie einen Kübel oder einen Korb mit den wichtigsten Utensilien zusammen, so sparen Sie sich den ständigen Weg zum Putzkämmerchen oder -kästchen.

Der Korb eignet sich auch zum Aufsammeln verstreuter Dinge. Eltern können davon bestimmt ein Lied singen. Das Eingesammelte wird am Ende des Speed Cleans sortiert und an seinen Bestimmungsort gebracht.

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Tipp 3: Oben anfangen, unten weitermachen

Nicht zuerst Staubsaugen und dann abstauben, sondern schön umgekehrt. Sonst landet der von den Möbeln gefegte Lurch erst wieder auf dem Boden. Aber: Nicht jeder Speed Clean braucht eine derartige Grundreinigung. Geht es nur um eine aufgeräumte Optik, so kann die Bodenreinigung und das Oberflächenabwischen getrost vertagt werden.

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Tipp 4: Putzen ja, aber nur wo's schlimm ist

Das bringt uns auch schon zum nächsten Tipp: Ein Speed Clean braucht eine klare Priorisierung und die lautet: Geputzt wird nur dort, wo der Dreck "steht". Wahrscheinlich ist es wichtiger, den Couchtisch feucht zu säubern als die Vertikale Fläche der Bücherregals. Generell, so sagt es einem sowieso der Hausverstand, sammelt sich Schmutz vorwiegend auf horizontalen Flächen, denen es den Vorzug zu geben gilt.

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Tipp 5: Sauber oder aufgeräumt?

Überlegen Sie sich vor dem Putz-Quickie was Sie für ein Endergebnis wollen und brauchen. Im besten Fall gibt es in Ihrer Wohnung bereits ein System: Sie wissen wo was hinkommt. Sie sind nicht gerade erst eingezogen, sondern haben eine Routine in Ihrem Heim. Für ewiges Sortieren und die Grundreinigung ist beim Speed Cleaning sicher kein Platz.

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Tipp 6: Ein Zeitfenster arrangieren

Auf YouTube kursieren verschiedenste Anleitungen für unterschiedlich lange Speed Cleanings. Stellen Sie am Smartphone einen Timer, z.B. auf 10 Minuten. Was Sie in diesem Zeitraum schaffen, ist geschafft, mehr geht eben nicht. Stellen Sie sich vor, Sie legen an jedem Tag der Woche einen Speed Clean ein: Wer braucht dann je wieder Stunden um Stunden mit Putzen verbringen?

Emily Norris, Mama von drei Buben, zeigt's vor:

Tipp 7: Perfektionismus ablegen

Ganz wichtig: Sie sollen sich zuhause wohl fühlen. Putzen Sie nicht, weil Sie anderen gefallen wollen oder einen bestimmten Eindruck hinterlassen wollen. Who cares? Wer sich in einer etwas unordentlicheren Bude wohler fühlt, der sollte sein Umfeld so belassen. Außer man lebt mit jemandem zusammen, dem Ordnung sehr wichtig ist. Dann heißt es, Kompromisse zu schließen!

Wie bei allem im Leben sollten wir uns auch beim Putzen nicht stressen und das stets perfekte Heim von uns verlangen. Perfektionismus schön und gut, aber beim Putzen riecht das doch stark nach verschwendeter Lebenszeit…

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