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Umwelt schützen mit Tracking-App: Wie groß ist Ihr ökologischer Fußabdruck?

Umweltfreundlich zu agieren scheint im Alltag oft unmöglich. Die App "Ein guter Tag hat 100 Punkte" soll nun dabei helfen, dass klimaschützenden Worten auch Taten folgen.

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Umwelt schützen mit App
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Kalorien-Tracking ist beinahe jedem ein Begriff. Wir dokumentieren unseren Speiseplan bis ins kleinste Detail und wollen damit unsere Gesundheit fördern. Doch wie wäre es, wenn Sie nicht nur Ihrem Wohlbefinden, sondern auch der Umwelt einen Gefallen tun? Mit der App "Ein guter Tag hat 100 Punkte" ist das nun möglich. Durch das Tracken der eigenen Aktivitäten soll man lernen, den Alltag umweltbewusster zu meistern, indem man seine Handlungen in Treibhausgasen misst.

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"Unser Haus brennt"

Auf Social Media verbreitet sich die Meldung des brennenden Amazonas-Regenwald derzeit rasant. Wir sind schockiert, wollen aufmerksam machen und handeln. Doch unsere Gesellschaft ist unter anderem der Grund dafür, dass Landwirte derartige Feuer legen, um mehr Fläche für die Viehzucht zu schaffen. Nur eine Story auf Instagram zu teilen, wird nicht ausreichen, um unsere Welt vor dem Abgrund zu retten. Wir müssen uns schon selbst an der Nase nehmen und unseren Lebensstil klimafreundlicher gestalten. Verändert sich unsere Nachfrage weg von umweltbelastenden Optionen und hin zu naturbewussten Entscheidungen, wird das Angebot auch dementsprechend angepasst werden.

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Tracking-App für die Umwelt

Genau dieses Ziel hat sich die App "Ein guter Tag hat 100 Punkte" zur Aufgabe gemacht. Mit ihr sollen wir lernen, unseren ökologischen Fußabdruck bewusster wahrzunehmen und infolge zu reduzieren. Warum 100 Punkte? Mit dieser Maßeinheit wird unsere CO2 Ausstoß gemessen.

  • Laut Forschern liegt der höchst zugelassene Ausstoß bei 6,8 kg CO2 pro Kopf. Um diesen Wert greifbar zu machen, wird er in 100 Punkte umgerechnet. Schaffen wir es, uns nach dieser Zahl zu richten, können wir zum Schutz der Umwelt beitragen.
  • Von Mobilität, Ernährung, Strom, Wärme, Freizeit bis hin zum Konsum wird der vergangene Tag "getrackt", um zu sehen, für wie viel Treibausgasaustoß man (mit-) verantwortlich ist. Dabei muss jeder einen Basiswert angeben, den man durch "öffentlichen Konsum" (Infrastruktur, Investitionen etc.) automatisch verbraucht. Dieser liegt in Österreich und Deutschland bei rund 30 Punkten.
  • Auch das gesamte Eigentum muss je nach Lebensdauer der Besitztümer auf den einzelnen Tag herunter gebrochen werden. So wird dem Nutzer zudem vor Augen geführt, wie viel er tatsächlich besitzt und welche Auswirkungen sein Konsumverhalten auf unsere Umwelt hat.
  • Die App liefert außerdem Alternativen, welche sich im Vergleich zu den ausgewählten Optionen umweltfreundlicher gestalten. Auf diesem Weg wird das Minimieren der Punkteanzahl angestrebt.

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Handlungen und Konsequenzen

Welche Konsequenzen unsere täglichen Handlungen auf die Umwelt haben, ist den wenigsten im Alltag bewusst. Klar ist jedoch, dass wir selbst eine Veränderung darstellen müssen, um dem Klimawandel den Kampf anzusagen. Die App "Ein guter Tag hat 100 Punkte" ist eine gute Möglichkeit, diesen Lebensstil zu unterstützen und hilft dabei, wieder mehr Bewusstsein zu schaffen. Es ist längst an der Zeit, die bequemen Ausreden abzulegen und stattdessen der Natur zuhören, wenn sie mit uns spricht.

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