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Umweltfreundlich Wäsche waschen: Worauf muss ich achten?

Mit diesen 10 Tipps waschen Sie Ihre Wäsche umweltschonender.

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Umweltfreundlich Wäsche waschen, aber wie?
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Saubere Wäsche? Ein Klacks! Die Waschmaschine zählt zu jenen Geräten, die in beinahe jedem Haushalt täglich im Einsatz sind. Das ist gut so, denn sie erleichtert uns den Alltag enorm. Doch der Wermutstropfen ist groß: Mit jedem Waschgang werden Tenside, Bleichmittel, Enthärter und Mikroplastik ins Abwasser gespült, die die Umwelt enorm belasten. Wir haben 10 Tipps, wie Sie Ihre Schmutzwäsche umweltschonender waschen können.

Mehr dazu: Ist in Ihrem Waschmittel Mikroplastik?

10 Tipps für umweltfreundliches Wäschewaschen

Mit ein folg Kleinigkeiten können Sie der Umwelt Gutes tun.

  • Waschen wirklich notwendig? Überprüfen Sie vor jedem Waschgang, ob eine Reinigung auch tatsächlich sein muss. Einzelne Flecken lassen sich auch extra entfernen. Rauch oder der "Wirtshaus-Mief" etwa vergehen, wenn das Teil einige Tage an der frischen Luft hängt.
  • Wäsche getrennt waschen: Trennen Sie die Kleidung in Weiß-, Bunt- und dunkle Wäsche, um die Textilien  zu schonen, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen und beachten Sie die Pflegehinweise.
  • Volle Ladung: Packen Sie so viel in die Trommel wie möglich! Beachten Sie die Angaben des Waschmaschinenherstellers und wiegen Sie die Wäsche, um herauszufinden, wie schwer eine Ladung sein darf.
  • Pulver- statt Flüssigwaschmittel: Flüssigwaschmittel ist Gift für die Umwelt, zudem belastet es die Waschmittelgänge und Kläranlagen enorm. Setzen Sie stattdessen auf umweltfreundliches Waschpulver – ohne Mikroplastik oder andere umweltverschmutzende Zusätze.
  • Sparsame Dosierung: Lesen Sie die empfohlenen Mengenangaben auf der Waschpulver-Verpackung aufmerksam und setzen Sie Waschmittel nur sparsam ein.
  • Waschnüsse: Diese sind ein nachwachsender, natürlicher Rohstoff, der Saponine enthält, die in einem Säckchen zur Wäsche in die Trommel gegeben werden können.
  • Hausmittel: Greifen Sie auf bewährte Hausmittel zurück, um Flecken den Garaus zu machen. So bringt Backpulver weiße Wäsche zum Strahlen, Salz zaubert Buntwäsche wieder frisch. Starke Flecken lassen sich mit Essig entfernen. Essig entfernt übrigens auch üble Gerüche.
  • Flecken extra behandeln: Verwenden Sie Gallseife, um Flecken zu entfernen oder vorzubehandeln, bevor die Waschmaschine den Rest übernimmt.
  • Kurzwaschprogramme nicht notwendig: Viele benutzen das Kurzwaschprogramm im Glauben, der Umwelt Gutes zu tun, doch das ist meist – abhängig vom Waschmaschinenmodell – ein Irrglaube. Sparen am Faktor Zeit bedeutet aber einen steigenden Wasserverbrauch. Eine längere Waschzeit bedeutet aber wiederum mehr Stromverbrauch. Wer es genau wissen will, kann bei gleicher Lademenge den Strom messen und vergleichen.
  • Lufttrocknen statt Trockner: Stellen Sie eine hohe Schleuderdrehzahl ein und lassen Sie die feuchte Wäsche in einem nicht beheizten Raum (oder noch besser: an der frischen Luft) trocknen.

Mehr dazu: Wieso stinkt frisch gewaschene Wäsche?

Mit hohen Temperaturen waschen

Das Waschen mit hohen Temperaturen wird aus Rücksicht auf die Umwelt verteufelt, allerdings haben Bakterien und Krankheitserreger freie Bahn.

Erst kürzlich ließ ein Fall von antibiotikaresistenten Keimen (Klebsiella-oxytoca) aufhorchen, die in Waschmaschinen auf einer Neugeborenenstation eines deutschen Krankenhauses gefunden wurden. Darüber berichtete das Journal Applied and Environmental Microbiology.

Fazit: Nicht jede Wäsche benötigt hohe Temperaturen. Unterhosen, Socken oder Handtücher sollten aus Hygienegründen mit 60°C gewaschen werden. Hin und wieder schadet es auch nicht, die Waschmaschine im Leerlauf mit 60°C durchlaufen zu lassen, um Schläuche, Dichtungen und die Trommel zu reinigen.

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