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Wie vegane Burger die Welt retten können

Immer mehr Menschen verzichten auf Fleisch, so boomt der vegetarische und vegane Markt. Ein US-amerikanisches Start-up will diesen nun mit "veganem Fleisch" revolutionieren.

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Immer mehr Celebrities setzen sich für Fleischalternativen ein.
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Katy Perry, Jay-Z und Serena Williams: Sie unterstützen das neue US-amerikanische Start-up Impossible Foods, welches mit "veganen Fleischlaibchen" wirbt. Unzählige Promis investieren Geld in das Unternehmen, das nicht nur den veganen Markt revolutionieren will, sondern auch unseren Planeten mit Fleischersatz statt Massenfleischproduktion schonen möchte.

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Vegane Burger, die bluten

Für seine veganen Burgerlaibchen verwendet der kalifornische Konzern Impossible Foods gentechnisch veränderte Hefe und die DNA von Soja-Pflanzen. Diese Zutaten helfen dabei, den zentralen Burger-Inhaltsstoff Soja-Leghämoglobin ("Häm"), herzustellen. Häm wird durch einen fermentationsähnlichen Vorgang wie in der Bier-Produktion durch Hefe produziert und verleiht so dem "Impossible-Burger" den fleischähnlichen Geschmack. Der Inhaltsstoff ist ein natürlich vorkommendes, eisenhaltiges Molekül, das im Blut vorhanden und ein Bestandteil des Blutfarbstoffes Hämoglobin ist. Es kommt auch in kleineren Mengen in Pflanzen wie Sojabohnen vor.

Was ist an diesem Veganfleisch so besonders?

  • Aufgrund der Genmanipulation bluten die "Impossible-Burgers" genauso wie richtiges Fleisch – auch dafür ist Häm verantwortlich.
  • Laut eigenen Angaben ist Impossible Foods das erste Unternehmen, das herausgefunden hatte, dass Häm in der Lage ist, den Fleischgeschmack perfekt zu simulieren. Vor allem, da es auch tierischem Fleisch die einzigartige Geschmacksnote verleiht.
  • Die Idee des "Impossible-Burgers" schreckt viele Produzenten von Fleischersatzprodukten ab, da diese auf Gentechnik verzichten wollen.

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Mit Burgern die Welt retten

Dem Unternehmen ist es vor allem ein Anliegen, den Planeten zu schützen und nachhaltiger Lebensmittel zu konsumieren. So benötigt der Pflanzen-Burger im Vergleich zu herkömmlichen Rind-Burgern etwa:

  • 75% weniger Wasser
  • 95% weniger Land
  • verursacht etwa 87% weniger Treibhausgasemissionen

Obwohl der nachhaltige Fleischersatz voller Eisen und Protein ist, wird er jedoch ohne Hormone sowie Antibiotika hergestellt und enthält kein Cholesterin. Aufgrund des zunehmenden Nachhaltigkeitstrends, sieht das Unternehmen die Chance bis 2050

  • 10 Milliarden Menschen zu ernähren,
  • humanitäre Krisen und Kriege zu verringern,
  • die Wirtschaft integrativer zu machen und
  • die Gefangenschaft, das Elend und die Schlachtung von Milliarden von Tieren pro Jahr zu verhindern.

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Veganes Fast-Food

Das Soja-Fleisch ist nicht nur als Burger geeignet, sondern kann auch als Füllung und Fleischbällchen sowie für Suppen, Kebab oder Soßen eingesetzt werden. Das "Impossible-Fleisch" ist daher in über 5.000 Restaurants in den USA, Hongkong, Singapur und Macau zu finden. Besonders in den Vereinigten Staaten sticht ein Restaurant heraus: Die Fast-Food-Kette Burger King! Mit dem "Impossible-Whopper" möchte das Restaurant auch die große Masse ansprechen – und das ganz ohne Fleisch! Der vegane Burger besteht vor allem aus Proteinen, Sojabohnen, Erdäpfeln, Kokos- und Sonnenblumenöl sowie Häm. Wann wir in Österreich die veganen Burger genießen können, ist im Moment noch nicht bekannt.

Doch die vegane Revolution kann nicht nur von einem Unternehmen bestritten werden:

  • In Deutschland überraschte McDonald's mit dem "Big Vegan TS", der als neue fleischlose Alternative in das Sortiment aufgenommen wurde.
  • Als weiterer Konkurrent für Impossible Foods kündigte auch der Lebensmittelriese Nestlé an, mit dem "Incredible Burger" das Kühlregal in Supermärkten zu erobern. Laut der Nestlé-Tochtermarke "Garden Gourmet" soll das Burger-Patty zu 100 Prozent aus pflanzlichen Inhaltsstoffen bestehen und bald in acht europäischen Ländern (unter anderem Deutschland und Österreich) verfügbar sein.

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