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Welterschöpfungstag: Unsere Erde hat ihr Ressourcen-Limit erreicht

Der diesjährige Welterschöpfungstag kommt so früh wie nie und zeigt, wie unachtsam die Menschheit mit den Ressourcen der Erde umgehen.

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Die diesjährigen Ressourcen der Erde sind weg.
narvikk / iStock

Trotz unzähligen Aufforderungen, unsere Welt zu schützen und den Klimawandel zu stoppen, hat unsere Erde nun schon im Juli ihr Ressourcen-Limit erreicht. Der Welterschöpfungstag findet heuer wesentlich früher statt als je zuvor, denn letztes Jahr fand dieser am 1. August statt – vor 20 Jahren noch im Oktober.

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Wir verbrauchen 1,75 Erden jährlich

Doch was bedeutet dieser Tag genau? Der Earth-Overshoot-Day (Welterschöpfungstag) zeigt auf, dass wir alle natürlichen Ressourcen unserer Erde, die sie innerhalb eines Jahres wiederherstellen kann, verbraucht haben. “Niemals hat die Erdbevölkerung mehr über ihre Verhältnisse gelebt. Wir verbrauchen umgerechnet 1,75 Erden pro Jahr", kritisieren sämtliche Umweltorganisationen.

  • Die übermäßige Ausschöpfung unserer Ressourcen wird zu circa 60 Prozent von überschüssigen Co2-Emissionen verursacht.
  • Diese können nicht nur für unser Klima und die Umwelt, sondern auch für den Menschen sehr schädlich sein.
  • Ab dem 29. Juli 2019 leben wir auf "Reserve": Alle Ressourcen die von nun an verbraucht werden, können dieses Jahr nicht mehr nachwachsen.

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Pflanzen- und Tierarten sind bedroht

Im Vergleich zu 1990 sind die Treibhausgas-Emissionen in Österreich um 4,6 Prozent gestiegen, obwohl sie zeitgleich EU-weit um ein Fünftel gesunken sind. Doch nicht nur die Treibhausgase sind ein Problem, auch der immer kleinere Lebensraum für Tiere und Pflanzen wird immer kritischer:

"Es sind weltweit bis zu einer Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Schrumpfende Lebensräume, hoher Bodenverbrauch und intensivere Nutzung durch industrielle Land- und Forstwirtschaft verursachen das Artensterben, die Klimakrise beschleunigt den Niedergang", erklärt WWF-Klimasprecherin Lisa Platter. "Angesichts der Klimakrise zählen intakte Ökosysteme zu den besten Versicherungen für Mensch und Natur", sagt Platter weiter.

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Unsere Gesundheit leidet mit

In Österreich ist das verschwenderische Konsumverhalten so hoch, sodass wir knapp vier Erdkugeln(!) damit belasten könnten. Obwohl an allen Ecken von Nachhaltigkeit und einem bewussteren Lebensstil gepredigt wird, kommen nur die wenigsten diesem Aufruf nach. Wenn wir nicht bald handeln, könnten dies die letzten Jahre auf unserer Welt sein.

Natürliche Ressourcen wie Energie, Wasser, Rohstoffe und fruchtbares Land sind essenziell, damit wir überleben. Verbrauchen wir weiterhin so viele Ressourcen, kann nicht nur die Umwelt darunter leiden, sondern auch unsere Gesundheit. Schrumpfende Trinkwasserreserven, Fisch– und Fleischbestände, Wälder oder fruchtbares Land nimmt uns die Möglichkeit Nahrung anzubauen oder zu ernten. Das bedroht nicht nur unseren eigenen Lebensraum, sondern auch den unserer zukünftigen Kinder und Enkelkinder.

Genau deswegen ist jetzt der Zeitpunkt gekommen unsere Welt zu schützen und unsere Natur zu wahren. Denn eines sollten wir nicht vergessen: Stirbt unsere Erde, sterben wir mit ihr!

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