Bewusst leben

Zero Waste-Selbstversuch: Die Redaktion berichtet von ihren Erfahrungen

Eine Woche lang nach dem Zero Waste-Konzept leben? Wie uns das gelungen ist, können Sie hier nachlesen.

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Wir alle produzieren viel zu viel Müll, kaufen tagtäglich Produkte, die unnötig verpackt sind. Die Müllberge wachsen uns über den Kopf – Umwelt, Mensch und Tier leiden massiv darunter. Genau hier setzt die Bewegung Zero Waste an. Wer nach diesem Nachhaltigkeitskonzept lebt, versucht seinen Alltag mit Null Müll zu bewältigen. Das kann ganz schön herausfordernd sein. Wir wollten wissen, welche Hürden im Alltag auf uns zukommen und was es konkret bedeutet, einen großen Bogen um Müll zu machen.

  • Handeln, ausprobieren, durchziehen – genau darum geht es bei Zero Waste.
  • Nicht nur von Klimawandel und Umweltverschmutzung reden, sondern etwas dagegen tun.
  • Jeder kann dazu beitragen, jederzeit, ab sofort.
  • Und wir möchten nicht nur darüber schreiben. In diesem Sinne haben wir versucht, 1 Woche lang nach Zero Waste zu leben.
  • Wie es uns dabei ergangen ist, berichten wir auf den folgenden Seiten.

Mehr dazu: Plastik im Alltag reduzieren

Zero Waste-Selbstversuch: Erfahrungsberichte der Redaktion

Der Erfahrungsbericht von Chefredakteurin Julia

Weniger Müll im Alltag zu produzieren, um den Planeten zu schützen, steht schon länger auf meiner Agenda. Alufolie sucht man in meiner Wohnung ebenso vergeblich wie Plastiksackerl zum Einkaufen oder jene, in die man im Supermarkt Obst und Gemüse verpackt.

Ganz ohne Müll ist aber kaum umsetzbar. Das geht beim Müll selbst los, denn wo soll ich meinen Müll hintun, wenn nicht in ein Müllsackerl aus Plastik? Hm. Weiter gehen die Probleme beim Einkauf von Basics. Klopapier ist sowieso schon Müll an sich, dazu kommt es in Plastik daher. Ich muss es trotzdem kaufen, weil ich für die Öko-Variante mit waschbaren Stofftüchern wirklich nicht gemacht bin. Der restliche Einkauf sieht ganz gut aus, Nudeln, Pesto, Hummus etc. sind aber trotzdem verpackt und produzieren damit Müll.

Mit Freude stelle ich fest, dass mein tägliches Frühstück relativ müllarm ist: Overnight Oats im Glas. Im Müll landet eigentlich nur der Hafermilch-Tetrapack. Die trockene Grundmischung aus Haferflocken, Nüssen und Samen bewahre ich in einem großen Masonjar auf, die einzelnen Zutaten sind natürlich leider wieder in Plastik verpackt. Hier möchte ich was ändern und zumindest diese künftig in einem Laden kaufen, der die Lebensmittel zum Abfüllen in eigene Behälter anbietet. Mein Mittagessen bringe ich meist relativ müllarm von zuhause in Tupperware mit, gelingt mir diese Woche aber nicht ganz, denn mein 2-Minuten-Reis stammt aus einer Plastikpackung zum Aufwärmen in der Mikrowelle.

Im Badezimmer habe ich die letzte Flüssigseife im Plastikspender aufgebraucht und bin auf in Papier gewickelte Naturseife umgestiegen. Zwar nicht Zero Waste, aber zumindest kein Plastik.

Fazit: Komplett ohne Müll zu leben ist im normalen Alltag alles andere als einfach. Allerdings kann man wirklich an einigen Schrauben drehen und die Mistproduktion anhand kleiner Schritte schon stark reduzieren.

Mehr dazu: Nachhaltigkeit jetzt: Ökofuzzi und stolz drauf!

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