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Antriebslosigkeit als Begleiterscheinung der Corona-Krise: 5 Tipps gegen Isolations-Blues

Es ist in Ordnung, hin und wieder deprimiert und unproduktiv zu sein, solange es kein Dauerzustand ist.

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Lustlos in der Corona-Krise
Vladimir Vladimirov / iStock

Ausmisten, kreative Tätigkeiten oder Sport: Viele sehen die Ausgangsbeschränkungen als Chance, jenen Dingen nachzugehen, für die sonst keine Zeit bleibt. Doch nicht jeder kann sich in der Corona-Krise gleichermaßen aufraffen, um produktiv zu sein. Bei vielen Menschen versperrt die Antriebslosigkeit oder eine depressive Stimmung der Motivation den Weg. Warum das völlig in Ordnung ist, liest du hier.

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Antriebslosigkeit statt Motivation

Das Netz ist voll von spirituellen Erleuchtungen, kreativem Zeitvertreib und Putzfimmeln, die das Haus auf Vordermann bringen sollen. Viele Menschen suchen nach einem Weg, die derzeitige Situation zu überstehen und versuchen die Isolationszeit für sich zu nutzen. Doch wie so oft zeigt Social Media uns überwiegend die Sonnenseiten des Lebens. Auf der Kehrseite befinden sich jene, deren Motivation von Antriebslosigkeit überschattet wird. Schnell wird man von einem schlechten Gewissen geplagt, ist doch sonst jeder so produktiv in der Corona-Isolation. Doch nicht alle Menschen gehen gleichermaßen mit unsicheren Zeiten um. Manche verbringen lieben den Tag im Bett und schauen eine Serie, anstatt eine To-do-Liste abzuarbeiten – und das ist auch völlig in Ordnung.

 

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Nicht alle im selben Boot

Vor dem Virus sind wir alle gleich. Die Maßnahmen betreffen jeden Einzelnen. Doch wir sitzen dennoch nur bedingt im selben Boot. Es sind die Umstände, die den Unterschied machen. Nicht alle unter uns haben das Glück, mit der Familie oder dem Partner den Haushalt zu teilen. Und nicht jeder verspürt den Drang, das Haus auf den Kopf zu stellen.

Bei vielen löst die derzeitige Situation auch depressive Stimmungen aus: Selbst für die alltäglichen und selbstverständlichen Dinge fehlt die Lust. Negative Sichtweisen nehmen überhand, man fällt in ein Loch. Hinzu kommen jene Menschen, die derzeit (neben dem Corona-Wahnsinn) andere schwierige Zeiten und Schicksale überwinden müssen. Und hier liegt der springende Punkt: Eine pauschale Lösung im Umgang mit der Corona-Krise ist schlicht nicht möglich.

  • Jeder verarbeitet einen derartigen Ausnahmezustand unterschiedlich. Manchen sprühen vor Motivation, andere treiben durch den Tag.
  • Wichtig ist hierbei, dass du solche Tage hin und wieder zulassen solltest – und zwar ohne schlechtes Gewissen. Solange sich derartige Phasen nicht über einen längeren Zeitraum ziehen, kann das Nichtstun gelegentlich befreiender sein als ein produktiver Tag.
  • Solltest du jedoch das Gefühl haben von einer Depression betroffen zu sein, findest du hier Anlaufstellen und Telefonnummern zur Unterstützung bei psychischen Krisensituationen und Notfällen.

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5 Tipps gegen Isolations-Blues

Möchtest du aus dem Isolations-Blues ausbrechen, könnten dir folgende Tipps vielleicht weiterhelfen:

  • Musik an, Welt aus: Erstelle eine Playlist mit deinen Lieblingsliedern und drehe sie laut auf. Musik kann dazu beitragen, deine Stimmung zu heben.
  • Positiv denken: Klebe einen Zettel auf deine Tür. Dort notierst du jene Dinge, für die du dankbar bist. Die Rede ist nicht von Meilensteinen, sondern von einfachen Erlebnissen, wie einem sonnigen Frühlingstag. So trainierst du dir ein positives Mindset an.
  • Struktur schaffen: Fällt die normale Routine aus, erschaffe eine "künstliche Struktur" für deinen Alltag. Den Morgen könntest du z.B. mit einem Spaziergang starten und den Abend für dein Lieblingsbuch nutzen.
  • Soziale Interaktion: Führe tägliche Videchat-Calls mit deinen Liebsten ein. Diese müssen nicht sonderlich lang sein, sondern lediglich dafür sorgen, dass du soziale Kontakte pflegst.
  • Screen-Time reduzieren: Schalte dein Handy aus und lege es zur Seite. Die ständige Erreichbarkeit ist nun präsenter und teilweise erdrückender denn je, anders kann man momentan schließlich nicht Kontakt aufnehmen. Doch die Digitalisierung kann sehr ermüdend sein, weshalb du die Screen-Time lieber begrenzen solltest.

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