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So wehrst du dich gegen Dickpics, sexistische Nachrichten & Co!

Du erhälst sexistische Chatnachrichten auf Social Media & Co? Wir zeigen dir, wie du dich gegen sexuelle Belästigung im Netz wehren kannst!

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Online Belästigung
Tero Vesalainen / iStock

Ein ungefragtes Dickpic (Foto des männlichen Geschlechtsteils), ein Angebot für Sex oder Beleidigungen sind für viele Frauen (und Männer!) auf Social Media & Co keine Seltenheit. Wir zeigen euch, wie ihr euch gegen sexuelle Übergriffe im Internet wehren könnt!

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Instagram-Account macht Betroffenen Mut

Der Instagram-Account "antiflirting2" wird von den zwei Wiener Studentinnen Caro und Kim betreut. Auf dem Account sammeln sie Screenshots von sexistischen oder beleidigenden Chatnachrichten oder gar Dickpics und posten diese anonym. Sie wollen damit aufzeigen, dass solche Mitteilungen kein "Flirten" sind, sondern vielmehr sexuelle Belästigung. Der Account gibt Betroffenen die Möglichkeit ihre Erfahrungen zu teilen:

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3 Tipps, wie du dich gegen sexistische Nachrichten wehrst

Egal, ob du die Nachrichten auf Social Media oder Nachrichtendiensten wie WhatsApp bekommst – wir zeigen dir, wie du dich dagegen wehren kannst:

  • Blockieren & ignorieren: Bekommst du ungewollt Bilder oder Nachrichten, brich den Kontakt mit der Person ab oder blockiere sie. So kannst du auch keine neuen Nachrichten mehr bekommen.
  • Auf Plattform melden: Du bist auf Instagram, Facebook & Co unterwegs und bekommst andauernd sexistische Nachrichten? Dann kannst du die Person bei der Plattform melden! Setze dich dafür mit dem Servicecenter der jeweiligen App oder Website in Verbindung. Man kann User immer anonym melden und die betroffene Person erfährt nicht, wer sie gemeldet hat. Wichtig: Melde den User zuerst und warte die Rückmeldung der Plattform ab. Wenn du die Person zuerst blockierst, kann der Betreiber oft nichts gegen die Belästigung tun – da die Chatverläufe gelöscht werden.
  • Wende dich an deine Eltern/eine Vertrauensperson: Du bist minderjährig und wirst online belästigt oder sogar mit Nacktfotos erpresst? Dann erzähle deinen Eltern oder einer Vertrauensperson davon und dokumentiere alle Nachrichten oder Fotos! Im Ernstfall kann sogar die Polizei involviert werden, um den Sachverhalt zu prüfen. Mehr Informationen dazu findest du auf oesterreich.gv.at.

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Professionelle Hilfe

Wirst du nicht nur mit Fotos und Nachrichten belästigt, sondern auch gestalkt oder bedroht, dann kannst dich mit deinem Problem auch an folgende Beratungsstellen wenden:

  • Telefonseelsorge: Österreichweite und kostenlose Telefonberatung. Telefonnummer: 142 (ohne Vorwahl)
  • Opfernotruf: Kostenlose Beratung für Opfer von Straftaten. Telefonnummer: 0800/112 112
  • Internet Obudsmann: Hilft Usern bei der Entfernung von unerwünschten Online-Inhalten.
  • 147 Rat auf Draht: Kostenloser, anonymer 24h-Notruf für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen sowie Online-Beratung. Telefonnummer 147 (ohne Vorwahl)

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