Viele Männer denken beim Sex: „Ein Orgasmus reicht.“ Aber was, wenn mehrere Orgasmen möglich sind – ganz ohne stundenlange Pause oder Energieverlust? Wichtig: Orgasmen und Ejakulation sind nicht dasselbe. Ein Orgasmus kann auch ohne Samenerguss stattfinden – ein sogenannter „trockener Orgasmus“. Und genau das öffnet die Tür zu völlig neuen Lustdimensionen.
1. Der Schlüssel liegt im Beckenboden
Alles beginnt mit deinem Beckenboden. Die pubococcygeus-Muskeln (PC-Muskeln) ziehen sich während eines Orgasmus zusammen und erzeugen die typischen Kontraktionen. Wenn du deine PC-Muskeln gezielt anspannst und wieder entspannst, kannst du Orgasmen verlängern, Höhepunkte verzögern und dich auf den nächsten Orgasmus vorbereiten.
Ein einfacher Test: Versuche beim nächsten Mal, den Urinfluss kurz zu stoppen. Spanne die Muskeln einige Sekunden an und lass sie dann wieder los. Je besser du deine Muskulatur kennst, desto einfacher wird es, multiple Orgasmen zu erleben – egal ob beim Masturbieren oder beim Sex.
2. Die richtige Atemtechnik
Beim Orgasmus atmest du wahrscheinlich automatisch schnell und hektisch. Dein Körper signalisiert damit: „Jetzt loslassen!“ Wenn du deine Atmung aber bewusst kontrollierst, kannst du die Sensibilität steigern und Orgasmen verlängern.
Atme bewusst langsam ein und aus, besonders wenn die Erregung steigt. Konzentriere dich auf deinen ganzen Körper, nicht nur auf den Penis. So kannst du die Intensität erhöhen und bist bereit für einen zweiten Höhepunkt.
3. Trockene Orgasmen trainieren
Ein trockener Orgasmus ist ein Orgasmus ohne Samenerguss. Viele Männer, die mehrere Orgasmen erleben, nutzen diese Technik, um die Erregung aufrechtzuerhalten und die sexuelle Energie länger zu speichern.
Die Methode ist simpel, erfordert aber Geduld: Masturbiere oder lass dich stimulieren, bis der Höhepunkt naht, spanne dann die Muskeln an, um die Ejakulation zu verhindern, und nimm den Orgasmus bewusst wahr. Nach einigen Wiederholungen lernt dein Körper, mehrere Orgasmen zuzulassen, während die Erektion erhalten bleibt.
4. Mit Edging experimentieren
Edging bedeutet, den Orgasmus bewusst hinauszuzögern, ohne ihn zu unterdrücken. Indem du die sexuelle Energie aufsparst, wird der Höhepunkt intensiver.
Wenn du dich regelmäßig bis kurz vor den Orgasmus bringst und dann stoppst, trainierst du die Kontrolle über deinen Körper und erhöhst die Wahrscheinlichkeit für mehrere Höhepunkte. Achte dabei auf deine Signale, atme tief und konzentriere dich nicht nur auf den Penis.
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5. Unterschiedliche Stimulationsarten kombinieren
Nicht jeder Orgasmus ist gleich. Penis, Prostata, Hoden, Nippel – jeder Bereich kann unterschiedliche Orgasmen auslösen.
Nach einem ejakulatorischen Höhepunkt kann die Stimulation der Prostata oder Nippel einen zweiten Orgasmus auslösen. Wenn du verschiedene Nervenbahnen ansprichst, hältst du die Lust aufrecht, ohne die Erektion zu verlieren.
6. Masturbation als Trainingsfeld
Masturbation ist ideal, um die Kontrolle über deinen Orgasmus zu lernen. Hier kannst du Edging oder das An- und Entspannen der PC-Muskeln ausprobieren, ohne Druck oder Zeitlimit.
Je besser du deinen Körper kennst, desto leichter erkennst du, wann der Orgasmus naht und wie du ihn verzögern oder mehrere hintereinander erleben kannst. Geduld ist dabei das A und O – mehrfache Orgasmen entstehen nicht über Nacht, sondern durch Übung und Experimentieren.
7. Spielzeuge einsetzen
Sexspielzeuge sind längst nicht nur für Frauen. Prostatastimulatoren, Penisvibratoren oder Rimming-Plugs eröffnen neue Reize und steigern die Chancen auf mehrere Orgasmen.
Unterschiedliche Sinneseindrücke aktivieren verschiedene Nervenbahnen und können den Höhepunkt verlängern oder neue Orgasmusarten erzeugen. Wenn du dich auf Spielzeuge einlässt, öffnest du dich für neue Erfahrungen und erhöhst die Intensität deiner Lust.
8. Positionen wechseln
Viele Männer denken, eine Lieblingsposition reiche aus. Dabei kann das Gegenteil passieren: Wenn du die Position nach jedem Orgasmus wechselst, veränderst du Winkel, Reibung und Stimulationsart – und hältst die Erregung hoch.
Probiere verschiedene Positionen, die für dich angenehm sind, zum Beispiel Side-by-Side, Doggy-Style oder 69. Durch den Wechsel stimulierst du unterschiedliche Körperbereiche und erhöhst die Chance auf multiple Orgasmen.
9. Mentale Stimulation
Sex ist nicht nur körperlich. Mentale Erregung kann deine Lust stärker steigern als jede Technik. Fantasien, erotische Hörbücher, Erinnerungen an erste sexuelle Erfahrungen oder spielerische Neckereien erzeugen zusätzliche Erregung.
Wenn du dich bewusst in deine eigene Lust hineinversetzt, verstärkst du die Empfindungen und bereitest deinen Körper auf weitere Orgasmen vor. Gleichzeitig verbessert mentale Erregung die Kontrolle über deine körperlichen Reaktionen, sodass mehrere Höhepunkte leichter möglich werden.
10. Offene Kommunikation
Mehrfache Orgasmen lassen sich am besten in einem offenen, sicheren Umfeld erforschen. Sprich mit deiner Partnerin oder deinem Partner über Vorlieben, Grenzen und Signale während des Sex.
Wenn etwas unangenehm wird oder Schmerzen auftreten, passe es sofort an. Sag auch, was sich gut anfühlt – das hilft beiden, in den Flow zu kommen und mehrere Orgasmen zu genießen. Offene Kommunikation steigert Intensität, Freude und Lust – und genau darum geht es bei mehreren Orgasmen.
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- Mehrere Orgasmen beim Mann: iStockphoto.com/ fizkes
