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FOBO: Die Angst, falsche Entscheidungen zu treffen

Was bedeutet FOBO und warum können diesen Begriff so viele von uns nachvollziehen? Unser Beitrag hilft dir weiter!

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Was ist FOBO?
AaronAmat / iStock

Du sitzt vor deinem Fernseher und scrollst auf Netflix herum. Wie immer kannst du dich nicht für einen bestimmten Film oder eine Serie entscheiden. "Was, wenn ich noch etwas Besseres finde?", denkst du dir, während du immer weiter in die Untiefen des Streaming-Angebots rutscht. Letztendlich drehst du deinen Fernseher wieder ab, da du nichts gefunden hast, was dich zufriedenstellt. Eine klassische FOBO-Situation!

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Was ist FOBO?

Unter FOBO versteht man die englische Bezeichnung "the fear of better options", was übersetzt "die Angst vor besseren Optionen" bedeutet. Dabei macht man sich ständig darüber Gedanken, wie man sich entscheiden soll. Der internationale Risikokapitalgeber Patrick J. McGinnis prägte den Begriff – wie auch schon die Bezeichnung FOMO (die Angst, etwas zu verpassen).

Laut McGinnis kann dieses Phänomen bei großen Lebensentscheidungen auftreten, oder in ganz einfachen Alltagssituationen. Dabei ist es also ganz egal, ob es sich um das Abendprogramm auf Netflix, den Schulplatz für das Kind oder sogar das Match auf Tinder handelt – da draußen gibt es doch immer etwas Besseres, oder?

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Begriff ins Wörterbuch aufgenommen

FOBO lässt sich mit einem Konzept aus der Wirtschaftslehre gut erklären:

  • Je mehr Optionen wir haben, desto größer sind die Opportunitätskosten, sobald wir uns für eine entscheiden.
  • Das sind Kosten, die durch nicht wahrgenommene Möglichkeiten entstehen. Wir haben also das Gefühl, dass wir etwas verlieren, obwohl es nie in unserem Besitz war.

Mittlerweile wurde FOMO sogar in das Oxford Dictionary aufgenommen, bei FOBO könnte dies noch etwas dauern.

In seinem TED-Talk erklärt Patrick McGinnis, wie man schneller Entscheidungen treffen kann und die "Gefahren" von FOBO überwindet:

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