Hand aufs Herz: Pickel im Gesicht sind schon nervig genug. Aber Pickel am Po? Die sind besonders fies. Man sieht sie zwar selten im Alltag – aber man spürt sie. Beim Sitzen, beim Sport oder beim Anziehen enger Jeans. Und spätestens im Bikini-Urlaub rücken sie unangenehm ins Bewusstsein. Doch mit den richtigen Gewohnheiten und etwas Geduld bekommst du die Sache schnell in den Griff. Hier kommen 10 wirksame, alltagstaugliche und überraschend einfache Tipps, mit denen du deinen Po wieder glatt und pickelfrei bekommst.
1. Nach dem Sport sofort Duschen
Klingt banal, wirkt aber Wunder: Duschen – vor allem nach dem Sport. Schweiß, Reibung und enge Kleidung schaffen ideale Bedingungen für Bakterien. Wenn du nach dem Training in verschwitzten Leggings noch einen Kaffee trinken gehst oder direkt auf die Couch plumpst, freut sich deine Haut leider gar nicht.
Eine kurze Dusche mit einem milden, antibakteriellen Waschgel entfernt Schweiß, Talg und Schmutz, bevor sie die Poren verstopfen können. Wichtig: Gründlich abspülen und die Haut danach sanft trocken tupfen, nicht rubbeln.
2. Achte auf trockene Kleidung
Du hast dein Workout beendet, aber „nur kurz“ noch die Einkäufe erledigt? Genau hier liegt oft das Problem. Feuchte Kleidung – egal ob Sporthose oder Badeanzug – hält Wärme und Nässe direkt auf der Haut. Das ist ein Fest für Keime.
Zieh dich so schnell wie möglich um. Trockene, atmungsaktive Stoffe sind dein Ziel. Besonders im Sommer oder im Urlaub gilt: Nasser Bikini aus, trockene Kleidung an.
3. Sag Ja zu atmungsaktiver Unterwäsche
Spitzenhöschen sind hübsch, aber nicht immer hautfreundlich. Synthetische Stoffe können Feuchtigkeit stauen. Besser sind atmungsaktive Materialien wie Baumwolle oder spezielle Funktionsstoffe, die Schweiß von der Haut wegtransportieren.
Außerdem gilt: Täglich frische Unterwäsche. Klingt selbstverständlich – wird aber erstaunlich oft unterschätzt, wenn man „nur kurz“ zuhause war oder denkt, sie sei „noch okay“.
4. Peelings
Abgestorbene Hautzellen sind kleine, unsichtbare Übeltäter. Sie können Poren verstopfen und so Entzündungen begünstigen. Ein sanftes chemisches Peeling mit Salicylsäure oder Glykolsäure hilft, die Haut zu klären und überschüssige Hornschüppchen zu lösen.
Wichtig: Nicht täglich schrubben! Mechanische Peelings mit groben Körnern können die Haut reizen und alles verschlimmern. Zwei- bis dreimal pro Woche reicht völlig aus. Deine Haut soll erneuert, nicht abgeschliffen werden.
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5. Richtig rasieren
Ja, auch am Po wird rasiert – und genau das kann Rasierpickel begünstigen. Rasierst du gegen die Haarwuchsrichtung oder ohne ausreichend Gleitmittel, entstehen Mikroverletzungen. Bakterien haben dann leichtes Spiel.
Besser:
- Warm duschen vor der Rasur
- Rasierschaum oder Gel verwenden
- In Wuchsrichtung rasieren
- Klinge regelmäßig wechseln
Und danach? Eine beruhigende, alkoholfreie Pflege auftragen. Deine Haut wird es dir danken. Hier findest du mehr Tipps dazu, wie du deine Pohaare richtig rasierst.
6. Weniger sitzen, mehr bewegen
Wer viel sitzt – im Büro, im Auto oder auf der Couch – übt konstant Druck auf die Haut am Po aus. Reibung und Wärmestau können Entzündungen fördern. Versuche, regelmäßig aufzustehen. Kleine Bewegungspausen verbessern nicht nur deine Haut, sondern auch deinen Rücken und deine Konzentration. Win-win!
7. Feuchtigkeitspflege
Viele denken: Pickel = keine pflegenden Cremes und Lotionen. Falsch. Wenn du deine Haut austrocknest, produziert sie oft noch mehr Talg als Reaktion. Das verschlimmert das Problem.
Eine leichte, nicht-komedogene Feuchtigkeitspflege hilft, die Hautbarriere zu stärken. Inhaltsstoffe wie Aloe Vera oder Panthenol beruhigen zusätzlich gereizte Stellen. Gut gepflegte Haut ist widerstandsfähiger gegen Entzündungen.
8. Benzoylperoxid
Wenn deine Pickel eher entzündet aussehen, kann ein Produkt mit Benzoylperoxid helfen. Dieser Wirkstoff wirkt antibakteriell und reduziert Keime, die Entzündungen verursachen.
Trage das Produkt unter der Dusche auf und lass es kurz einwirken, bevor du es gründlich abspülst. Achtung: Es kann Textilien ausbleichen. Also lieber weiße Handtücher verwenden und gut abspülen.
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9. Achte auf deine Hormone
Manchmal liegt die Ursache tiefer. Wenn Pickel zyklusabhängig auftreten oder besonders hartnäckig sind, könnten hormonelle Schwankungen eine Rolle spielen. Besonders rund um die Periode reagieren viele Menschen empfindlicher auf Entzündungen.
Hier hilft langfristig oft nur Geduld – oder bei starkem Leidensdruck ein Gespräch mit einer Dermatologin oder einem Dermatologen. Manchmal sind verschreibungspflichtige Cremes oder andere Therapien sinnvoll.
10. Nicht ausdrücken!
So verlockend es ist: Nicht drücken. Wirklich nicht. Der Po ist keine ideale „Arbeitsfläche“ für Heim-OPs vor dem Badezimmerspiegel. Durch Drücken können Bakterien tiefer in die Haut gelangen, Entzündungen verschlimmern sich, und Narben oder dunkle Flecken bleiben zurück.
Wenn ein Pickel sehr schmerzhaft ist oder nicht abheilt, lass ihn lieber professionell beurteilen.
Dunkle Flecken nach Pickeln – was tun?
Selbst wenn die Entzündung abgeheilt ist, bleiben manchmal dunklere Stellen zurück. Diese sogenannten postinflammatorischen Hyperpigmentierungen sind harmlos, aber störend.
Hier können aufhellende Wirkstoffe wie Azelainsäure oder Glykolsäure helfen. Wichtig ist Geduld – die Haut erneuert sich langsam. Sonnenschutz ist ebenfalls entscheidend, denn UV-Strahlung kann dunkle Flecken verstärken, selbst an Körperstellen, die nicht ständig in der Sonne liegen.
Wann solltest du ärztlichen Rat suchen?
Wenn:
- die Pickel sehr schmerzhaft sind
- sie sich ausbreiten
- immer wiederkehren
- oder nach mehreren Wochen Selbstbehandlung nicht besser werden
Dann lohnt sich ein Termin bei einer Fachperson. Manchmal steckt eine ausgeprägte Follikulitis oder eine andere Hauterkrankung dahinter, die gezielt behandelt werden muss.
Bildquellen
- Pickel am Po: iStockphoto.com/ Liudmila Chernetska
