Du wachst auf, ready für einen perfekten Haartag, checkst den Spiegel – und da ist er: dieser eine Cowlick, der stur nach oben steht. Genau, wir reden von diesen rebellischen Haarwirbeln, die einfach machen, was sie wollen. Selbst der coolste Cut kann von so einem Mini-Aufstand sabotiert werden. Wir zeigen dir, wie du deinen Cowlick zähmst, versteckst oder sogar zu deinem Vorteil stylst.
Was ist ein Cowlick überhaupt?
Ein Cowlick, auf Deutsch oft „Wirbel“ genannt, ist ein kleines Haarbüschel, das sich gegen die natürliche Richtung deiner restlichen Haare stemmt. Es kann nach oben stehen, zur Seite abweichen oder in einem kleinen Kreis wachsen – und macht es damit schwer, das Haar so zu stylen, wie man es möchte.
Der Name „Cowlick“ stammt vermutlich daher, dass der Haarwirbel ähnlich aussieht wie das Fell eines Kalbes, nachdem seine Mutter es geleckt hat. Ganz wörtlich also: ein Mini-Küsschen von Mama Kuh, das auf deinem Kopf überlebt hat.
Cowlicks entstehen durch die natürliche Anordnung deiner Haarfollikel auf der Kopfhaut, den sogenannten Haarwirbel. Diese kreisförmige Struktur sorgt dafür, dass das Haar an bestimmten Stellen anders wächst – und genau diese Stellen können zu widerspenstigen Cowlicks führen.
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Wer hat einen Cowlick?
Die kurze Antwort: fast jeder. Etwa 84 % der Menschen haben einen Uhrzeigersinn-Haarwirbel, während 16 % gegen den Uhrzeigersinn rotieren. Männer mit kurzen Haaren oder Menschen, die enge Stylings tragen, bemerken ihn oft besonders stark.
Die Platzierung variiert, aber Cowlicks treten häufig am Haaransatz, am Scheitel oder am Hinterkopf auf. Manche bestehen aus nur ein paar rebellischen Haaren, andere aus mehreren, die hartnäckig in alle Richtungen stehen.
Warum ein Wirbel kein Weltuntergang ist
Bevor wir zu den Styling-Tipps kommen, eine wichtige Wahrheit: Ein Cowlick ist nicht unbedingt ein Problem – er ist einfach ein Teil deiner Haarstruktur. Die meisten Cowlicks lassen sich mit cleverem Styling verstecken oder sogar zu einem coolen Look umfunktionieren.
Und noch etwas: Sie haben nichts mit Haarausfall zu tun. Wenn du männlich bist und dir Sorgen wegen dünner werdender Haare machst, dann liegt das eher an androgenetischer Alopezie – deinem genetischen Haarausfall – nicht an deinem Cowlick.
Cowlicks zähmen – so geht’s
Die beste Strategie hängt von der Art deines Cowlicks und deinem Haartyp ab. Grundsätzlich gibt es drei Wege, die sich auch wunderbar kombinieren lassen: kurze Haare schneiden, Haare länger wachsen lassen oder mit Stylingprodukten lenken, statt gegen die natürliche Richtung anzukämpfen.
Kurzhaarschnitt
Kurze Haare sind oft der einfachste Weg. Ein Schnitt wie Buzz Cut, Fade oder Crew Cut verwandelt deinen Cowlick in einen kaum wahrnehmbaren Mini-Wirbel. Haare, die kurz sind, haben nicht genug Länge, um nach oben oder zur Seite zu stehen, und ein guter Friseur weiß genau, wie man die Länge anpasst, damit der Wirbel kontrolliert wird.
Längere Haare
Paradoxerweise kann es aber auch helfen, die Haare länger wachsen zu lassen. Längere Haare haben mehr Gewicht, das den Cowlick flach nach unten zieht. Besonders wirksam ist dies am Hinterkopf oder im Nackenbereich. Wer gerade zwischen Haarschnitten ist und dessen Cowlick besonders auffällig wird, sollte die Haare einfach wachsen lassen und so stylen, dass die Veränderung in der Haarwuchsrichtung kaum auffällt.
Die natürliche Haarrichtung nutzen
Manchmal ist der beste Ansatz, die natürliche Haarrichtung deines Cowlicks zu akzeptieren. Wer ständig gegen seinen Wirbel kämpft, verschwendet nur Energie. Stattdessen identifiziere die Richtung, in die dein Cowlick wächst, kämme das Haar sanft in diese Richtung und nutze Pomade, Gel oder Haarspray, um es zu fixieren. So kombinierst du den Halt der Produkte mit der natürlichen Orientierung deiner Haarfollikel – und sparst dir morgens wertvolle Minuten.
Die richtigen Stylingprodukte
Die richtigen Produkte können wahre Wunder wirken. Sie geben deinem Haar Gewicht, Halt und Form und verwandeln einen widerspenstigen Cowlick in ein kontrolliertes Styling. Für ein natürliches Ergebnis eignen sich leichte Produkte wie Stylingcreme oder matte Pasten. Wer maximale Kontrolle benötigt, kann auf Gel, Pomade oder Haarspray setzen. Wichtig ist nur, dass die Haare nicht zu klebrig oder verklebt wirken.
Für besonders hartnäckige Cowlicks lohnt sich die Kombination mit Hitze: Ein Föhn oder Glätteisen hilft, den Wirbel in die gewünschte Richtung zu legen. Dabei sollte Hitzeschutz verwendet werden, um Schäden zu vermeiden. Nach dem Styling kann ein Spritzer Haarspray die Frisur fixieren.
@taylordonoghuee #greenscreen ♬ original sound – Taylordonoghuee
Cowlicks lieben lernen
Ja, du hast richtig gelesen. Manche Cowlicks lassen sich nicht perfekt bändigen – und das ist okay. Ein Cowlick kann deinem Look sogar Charakter verleihen. Ein:e gut:e Friseur:in kann den Wirbel in einen Style einbauen oder mit Farbe und Struktur geschickt kaschieren. Die Kunst liegt darin, den Cowlick nicht als Feind, sondern als Teil deines Looks zu sehen.
Typische Fehler vermeiden
Viele machen den Fehler, zu stark gegen ihren Cowlick zu bürsten, zu viel Hitze anzuwenden oder den Haarschnitt zu ignorieren. Das kann den Wirbel schlimmer aussehen lassen oder die Haare schädigen. Auch zu viel Produkt ist kontraproduktiv – das Haar sollte flexibel bleiben und natürlich wirken.
Die Lösung liegt in Balance: den Cowlick respektieren, die richtige Technik und die passenden Produkte verwenden, und den Look locker und natürlich halten.
Wirbel je nach Haartyp
Die Strategie hängt auch vom Haartyp ab. Glattes Haar lässt sich oft gut mit leichter Stylingcreme oder Pomade flachlegen. Lockiges Haar kann durch Gel oder Creme kontrolliert werden, ohne die Locken zu zerstören. Dünnes Haar profitiert von leichten Produkten, die Volumen erzeugen und den Wirbel kaschieren. Dickes Haar kann stärkere Produkte oder Hitze benötigen, um den Cowlick zu bändigen.
Bildquellen
- Cowlick: iStockphoto.com/ puhhha
