2026 startet mit einem Beauty-Trend, der überall auftaucht – auf roten Teppichen, in Tutorials und auf Social Media: der Nina-Park-Look. Nach Jahren voller hartem Contouring, präzise gezeichneter Lippen und dramatischer Augen geht der Trend jetzt in die komplett andere Richtung. Weniger Schichten, weichere Übergänge und Haut, die tatsächlich noch wie Haut aussieht. Doch warum begeistert ausgerechnet dieser minimalistische Look gerade jetzt so viele Beauty-Fans?
Wer hinter dem Trend steckt
Der Look geht auf die Celebrity-Make-up-Artistin Nina Park zurück, die für ihren besonders natürlichen Soft-Glam-Stil bekannt ist. Sie arbeitet regelmäßig mit Hollywood-Stars und hat unter anderem Red-Carpet-Looks für Emma Stone, Lily-Rose Depp, Zoë Kravitz und Mia Goth kreiert.
Ihre Handschrift: Haut, die frisch und echt wirkt, kaum sichtbares Contouring und die inzwischen berühmten „Blurred Lips“. Genau diese Mischung aus Natürlichkeit und Eleganz sorgt dafür, dass der Look gerade weltweit zum Beauty-Gesprächsthema geworden ist.
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Abschied vom Perfektionsfilter
Um zu verstehen, warum der Nina-Park-Look so populär geworden ist, lohnt sich ein kurzer Blick zurück. In den 2010er-Jahren dominierte eine Beauty-Ästhetik, die stark von Social Media geprägt war. Voll deckende Foundations, präzise geschnittene Konturen und perfekt ausgearbeitete Augenbrauen gehörten zum Standardrepertoire.
Das Ziel war ein makelloses Gesicht – fast wie mit einem digitalen Filter.
Doch mit der Zeit begann sich die Wahrnehmung zu verändern. Viele Menschen wollten wieder Make-up sehen, das sich im Alltag natürlicher anfühlt. Die Haut sollte nicht mehr maskenhaft wirken, sondern lebendig. Sommersprossen, Poren und kleine Unregelmäßigkeiten wurden plötzlich nicht mehr versteckt, sondern bewusst sichtbar gelassen.
Der Soft-Glam-Trend greift genau diese Stimmung auf. Er verbindet professionelle Make-up-Technik mit einer Leichtigkeit, die weniger nach „geschminkt“ und mehr nach „natürlich schön“ aussieht.
Was den Nina-Park-Look so besonders macht
Der große Unterschied zu früheren Trends liegt in der Philosophie hinter dem Look. Statt das Gesicht stark zu modellieren oder mit Make-up zu verändern, wird versucht, die natürlichen Eigenschaften der Haut zu unterstützen.
Make-up wird dabei nicht als Maske verstanden, sondern als feine Verstärkung.
Das bedeutet:
- weniger Deckkraft
- weichere Konturen
- fließende Übergänge
ein Fokus auf gesunde, strahlende Haut
Der Effekt ist subtil, aber wirkungsvoll. Auf Fotos und unter starkem Licht wirkt das Gesicht frisch und modern, ohne überladen zu erscheinen.
Viele Beauty-Expert:innen sagen sogar, dass dieser Stil eine Art „Anti-Instagram-Make-up“ darstellt – ein Look, der nicht darauf ausgelegt ist, perfekt zu wirken, sondern authentisch.
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Haut im Mittelpunkt
Der wichtigste Bestandteil des Trends ist ohne Zweifel die Haut. Während früher oft mehrere Schichten Foundation, Concealer und Puder verwendet wurden, steht nun ein viel leichterer Ansatz im Vordergrund.
Die Basis beginnt bereits mit Hautpflege. Feuchtigkeit, Pflegeprodukte und eine gut vorbereitete Haut sind entscheidend, damit das Make-up später natürlich wirken kann.
Anstelle einer stark deckenden Foundation kommen häufig getönte Feuchtigkeitscremes oder sehr leichte Foundations zum Einsatz. Diese gleichen den Hautton aus, ohne die natürliche Struktur der Haut zu verdecken.
Poren, Sommersprossen und kleine Farbunterschiede dürfen weiterhin sichtbar bleiben. Gerade diese Details sorgen dafür, dass das Gesicht lebendig wirkt.
Concealer wird gezielt verwendet – zum Beispiel unter den Augen oder an kleinen Stellen, an denen Schatten korrigiert werden sollen. Statt das gesamte Gesicht zu überdecken, wird nur dort gearbeitet, wo es wirklich nötig ist.
Rouge statt Contouring
Ein weiteres Merkmal des Nina-Park-Looks ist die Art, wie das Gesicht modelliert wird. Früher war Contouring das zentrale Werkzeug, um Wangenknochen zu definieren und das Gesicht schmaler erscheinen zu lassen.
Der Soft-Glam-Ansatz geht subtiler vor. Statt scharfer Schatten kommt häufig Rouge zum Einsatz – meist in cremiger Form. Dieses wird etwas höher auf den Wangenknochen aufgetragen und sanft verblendet. Dadurch entsteht ein natürlicher Lifting-Effekt, ohne dass harte Linien sichtbar sind.
Die Farbe wirkt fast so, als würde sie von innen kommen. Genau dieser Effekt sorgt dafür, dass das Gesicht frisch und gesund aussieht.
Dezente Augen
Während andere Make-up-Trends stark auf dramatische Augen setzen, bleibt beim Nina-Park-Look auch dieser Bereich zurückhaltend. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Augen völlig ungeschminkt bleiben. Stattdessen liegt der Fokus auf subtiler Definition.
Typische Elemente sind:
- neutrale Lidschattenfarben
- sehr feine Eyeliner-Linien
- Mascara, die die Wimpern trennt statt sie extrem zu verdichten
Das Ziel ist ein offener Blick, der natürlich wirkt.
Oft wird der Eyeliner direkt am Wimpernkranz platziert, sodass die Wimpern dichter erscheinen, ohne dass eine deutlich sichtbare Linie entsteht. Dadurch bleibt der Look weich und elegant.
Auch die Augenbrauen werden nicht übermäßig geformt. Sie werden lediglich nach oben gebürstet und leicht fixiert, damit ihre natürliche Form erhalten bleibt.
Die berühmte „Blurred Lip“
Wenn es ein Element gibt, das sofort mit diesem Trend verbunden wird, dann sind es die verschwommenen Lippen – oft als „Blurred Lip“ bezeichnet.
Im Gegensatz zu klassischen Lippenlooks wird hier bewusst auf eine scharfe Kontur verzichtet. Stattdessen konzentriert sich die Farbe in der Mitte der Lippen und wird nach außen hin sanft verblendet. Die Ränder bleiben weich und leicht unscharf.
Der Effekt erinnert ein wenig an Lippenstift, der nach einem Glas Wein oder einer Tasse Kaffee leicht verwischt ist – allerdings auf eine kontrollierte, ästhetische Weise. Diese Technik lässt die Lippen voller und natürlicher wirken.
Oft werden dafür matte oder satinierte Lippenfarben verwendet, die anschließend mit den Fingern oder einem Pinsel verblendet werden. Manche Make-up-Artists kombinieren auch Lipliner mit feuchtigkeitsspendenden Lippenfarben, um Form zu geben, ohne eine harte Linie zu erzeugen.
Warum der Look perfekt für den roten Teppich ist
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass ein so natürlicher Stil auf großen Events kaum sichtbar wäre. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.
Unter Blitzlicht und Kameras wirkt starkes Make-up manchmal flach oder künstlich. Der Nina-Park-Look hingegen behält seine Dimension und Frische.
Weiche Übergänge, natürliche Haut und strategisch platzierte Farbe sorgen dafür, dass das Gesicht lebendig bleibt.
Das erklärt auch, warum dieser Stil bei vielen Stars beliebt geworden ist. Er wirkt gleichzeitig glamourös und modern – eine Kombination, die auf roten Teppichen besonders gut funktioniert.
@rachelocool The @Nina Park base (Rachel’s version) #ninapark #makeuptutorial #celebritymakeupartist ♬ original sound – emma
Ein Look, der Individualität erlaubt
Ein weiterer Grund für die Popularität des Nina-Park-Looks liegt in seiner Flexibilität. Er funktioniert mit unterschiedlichen Hauttypen, Gesichtsformen und Stilrichtungen.
Statt ein festes Schema zu verfolgen, lässt sich der Look individuell anpassen.
Manche Menschen bevorzugen mehr Rouge, andere setzen auf stärkere Lippenfarben oder definiertere Augen. Der Kern bleibt jedoch immer derselbe: Natürlichkeit mit einem Hauch Eleganz.
Diese Offenheit macht den Trend besonders zugänglich.
Bildquellen
- Nina Park Makeup Look: iStockphoto.com/ CoffeeAndMilk
