Unsere Haut, Haare und Augen verraten oft mehr über unseren Körper, als wir denken. Kleine Beschwerden wie trockene Augen, rissige Lippen oder plötzliche Zuckerabfälle werden oft ignoriert oder nur oberflächlich behandelt.
Dabei steckt häufig ein Nährstoffmangel dahinter, der sich leicht mit den richtigen Wirkstoffen ausgleichen lässt. Mit der richtigen Ernährung und gezielten Wirkstoffen lassen sich viele dieser Probleme deutlich reduzieren – manchmal schon nach wenigen Wochen.
Trockene Augen täglich: Vitamin A und Omega-3
Wer regelmäßig mit trockenen, brennenden Augen zu kämpfen hat, sollte einen Blick auf Vitamin A und Omega-3 werfen. Vitamin A unterstützt die Tränenproduktion und schützt die Hornhaut vor Austrocknung, während Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend wirken und die Qualität der Tränenflüssigkeit verbessern. Besonders Bildschirmarbeiter:innen spüren oft den Unterschied, wenn sie ihre Ernährung um fettreichen Fisch, Lein- oder Chiaöl ergänzen.
Praktischer Tipp: Zwei Portionen fettreichen Fisch pro Woche und ein Teelöffel Leinöl täglich können die Augen spürbar beruhigen.
Verspannte Schultern den ganzen Tag: Magnesium und Omega-3
Verspannte Schultern und Nackenmuskeln am Abend sind nicht nur ein Haltungsproblem. Magnesium entspannt die Muskulatur, Omega-3 unterstützt die Durchblutung und Regeneration. Wer regelmäßig auf diese Nährstoffe achtet, spürt oft schon nach wenigen Wochen weniger Schmerzen und mehr Beweglichkeit.
Tipp: Nüsse, Samen, Vollkornprodukte und grünes Gemüse liefern Magnesium. Omega-3 kommt aus fettem Fisch oder Leinöl.
Ganzjährig rissige Lippen: B2, B3, B6 und Eisen
Rissige Lippen sind mehr als ein kosmetisches Problem. Häufig steckt ein Mangel an B-Vitaminen (B2, B3, B6) und Eisen dahinter. Diese Wirkstoffe unterstützen die Zellregeneration und den Hautstoffwechsel. Wer auf Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, grünes Blattgemüse und Fleisch setzt, kann die Lippen dauerhaft geschmeidig halten. Lippenbalsam allein reicht oft nicht – die Lösung liegt in der richtigen Nährstoffversorgung.
Extra Tipp: Ein Glas frisch gepresster Orangensaft zusammen mit eisenreichen Lebensmitteln verbessert die Aufnahme von Eisen zusätzlich.
Plötzliche Zuckerabfälle: Chrom und Vitamin B1
Wenn dich nach dem Mittagessen plötzlich Müdigkeit oder Heißhunger überkommt, kann ein Mangel an Chrom und Vitamin B1 die Ursache sein. Chrom stabilisiert den Blutzuckerspiegel, B1 hilft dem Körper, Kohlenhydrate effizient in Energie umzuwandeln. Wer diese Wirkstoffe gezielt ergänzt, kann Energieeinbrüche und Heißhungerattacken deutlich reduzieren.
Praktischer Tipp: Vollkornprodukte, Brokkoli, Nüsse und Fleisch liefern Chrom. B1 steckt ebenfalls in Vollkorn, Hülsenfrüchten und Schweinefleisch.
Aufgedunsenes Gesicht am Morgen: Kalium und Wasser
Ein sogenanntes “Puffy Face” am Morgen ist oft ein Hinweis auf Wassereinlagerungen und Kaliummangel. Kalium reguliert den Wasserhaushalt und unterstützt die Entgiftung über Nieren und Lymphsystem. Wer ausreichend Wasser trinkt und kaliumreiche Lebensmittel wie Bananen, Avocado, Spinat oder Süßkartoffeln zu sich nimmt, kann Schwellungen reduzieren.
Tipp: Salzbewusste Ernährung und ausreichend Flüssigkeit am Abend helfen, morgens frischer auszusehen.
Haarausfall nach Stress: Eisen und Zink
Stress, Schlafmangel oder hormonelle Veränderungen können Haarausfall verstärken. Oft hängt das mit einem Mangel an Eisen und Zink zusammen. Eisen sorgt für die Sauerstoffversorgung der Haarwurzeln, Zink stärkt die Follikel.
Rotes Fleisch, Hülsenfrüchte, Nüsse und Samen liefern die wichtigsten Bausteine. Ein Blutbild gibt Sicherheit, ob ein Mangel vorliegt. Neben einer gezielten Ernährung kann können auch Kopfhautmassagen
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Rückenschuppen und Pickel: Vitamin A und Zink
Unreine Haut am Rücken oder an Schultern entsteht oft durch Vitamin-A- und Zinkmangel. Vitamin A reguliert die Talgproduktion, Zink wirkt entzündungshemmend und antibakteriell. Wer diese Nährstoffe gezielt aufnimmt, kann Hautunreinheiten deutlich reduzieren – ohne aggressive Cremes oder Antibiotika.
Tipp: Karotten, Süßkartoffeln, Nüsse, Hülsenfrüchte und Fisch liefern wichtige Bausteine für reine Haut.
Niedergeschlagenheit im Winter: Vitamin D und Omega-3
Viele Menschen fühlen sich im Winter müde oder niedergeschlagen. Schuld sind häufig Vitamin-D- und Omega-3-Mangel. Vitamin D unterstützt die Serotoninproduktion, Omega-3 stärkt die Gehirnfunktion. Wer gezielt supplementiert oder auf entsprechende Ernährung achtet, erlebt mehr Energie und bessere Laune.
Tipp: Regelmäßige Sonnenexposition, fetter Fisch, Eier und hochwertige Nahrungsergänzungsmittel können das Wintertief abfedern.
Gegen den sogenannten Winterblues hat uns die Psychiaterin Dr. Elisabeth Harmankaya (Praxis am Ring) spannende und wertvolle Tipps gegeben. Hier geht’s zum ganzen Interview:
Bildquellen
- Rissige Lippen einer Frau: iStockphoto.com/ Tetiana Mandziuk
