Schlaf und Psyche

7 Mythen rund um den Schlaf

Ist nackt schlafen gesund? Gibt es den Schönheitsschlaf wirklich? Und ist der Schlaf vor Mitternacht wirklich am besten?

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Schlafmythen
Hiraman / iStock

Was guter Schlaf ist und wie wir diesen erzielen können, ist ein immer aktuelles Thema. Etwa ein Fünftel der Österreicher leiden an chronischen Schlafstörungen. Jeder scheint einen Tipp zum Thema "Besser Schlafen" parat zu haben. Doch welche sind tatsächlich sinnvoll? Wir wollen 7 gängige Mythen zum Schlaf genauer unter die Lupe nehmen.

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Ist der Schlaf vor Mitternacht der gesündeste Schlaf?

Nein. Es geht nicht um den Schlaf vor zwölf Uhr, denn es ist egal, um wie viel Uhr man sich schlafen legt. Wichtig ist, dass die ersten drei Stunden ungestört verlaufen, da während dieser Zeit die Tiefschlafphase am intensivsten ist. Unsere biologische Uhr hat übrigens erst um drei Uhr morgens Mitternacht und zu dieser Zeit sollten Sie sich demnach auch ausruhen.

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Kann man sich gesundschlafen?

Ja. Ausreichend Schlaf hat viele Vorteile, u.a. stärkt er das Immunsystem. Wer bereits krank ist, tut gut damit, dem Körper etwas mehr Erholung als sonst zu bieten und sich im Bett zu verkriechen. Im Büro ist man sowieso nur unkonzentriert und steckt die Kollegen an.

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Ist nackt schlafen ungesund?

Nein. Forscher in den USA haben sogar das Gegenteil herausgefunden: Nacktschläfer führen gesunde Beziehungen (Kuschelfaktor!) und schlafen ungestörter, da der Pyjama in der Nacht nicht einengen oder unbequem sein kann. Wer sich nackt wohl fühlt, braucht also auch nichts überziehen. Nacktschläfer sollten nur ein paar Dinge beachten: Öfters die Bettwäsche wechseln und auf eine angenehme Zimmertemperatur achten, denn während der wichtigen REM-Phase kühlt unser Körper aus, ohne es zu merken.

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Ein Gläschen Rotwein vor dem Zubettgehen in Ehren?

Alkohol stört den Schlaf, denn Fakt ist: nach einer wilden Partynacht mit reichlich Alkohol schlafen wir unruhig. Aber auch das früher so beliebte und gepriesene Achterl Rot schadet bereits den wichtigen REM-Phasen. Gönnen Sie sich lieber ein Glas warme Milch mit Zimt oder Honig.

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Ist Vorschlafen möglich?

Jein. Möchte man abends auf der Party bis in die Puppen tanzen, dann ist ein Nickerchen am Nachmittag durchaus sinnvoll. Exakt die gleiche Anzahl an Stunden vorzuschlafen, also "auf Vorrat zu schlafen" ist aber biologisch gesehen nicht drin.
Sich nach einer anstrengenden Phase durch mehr Schlaf wieder zu erholen, ist möglich, verlorene Schlafstunden nachzuholen aber nicht.

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Stören elektronische Geräte?

Ob der sogenannte Elektrosmog Auswirkungen auf unsere Gesundheit hat, ist umstritten. Für den Schlaf sind elektronische Medien aber nicht förderlich. Das liegt am Licht des Bildschirms, das sich auf die innere Uhr auswirkt. Flatscreens geben Licht mit besonders hohem Blauanteil ab. Diese Farbe gaukelt dem Körper vor, es wäre Morgen. Als Folge wird die Produktion des Schlafbotenstoffs Melatonin gehemmt.  Daher: Elektronische Geräte in der Nacht lieber ausschalten.

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Gibt es den Schönheitsschlaf nur im Märchen?

Nein, den Schönheitsschlaf gibt es wirklich. Wer ausreichend schläft, tankt nämlich nicht nur ausreichend Energie. Der Körper hat generell Zeit, sich zu regenerieren und auszuruhen. Das spiegelt sich in unserer Ausstrahlung und im Teint wieder. Eine Schlafdauer von sieben bis acht Stunden hilft außerdem beim Abnehmen.

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