Entspannung

The Cult of Less: 10 Tipps für ein minimalistisches Leben

Viele Menschen führen ein Leben, das von Verzicht geprägt ist. Wir haben 10 praktische Tipps, wie auch du ein einfacheres Leben führen kannst.

  • Drucken
10 Tipps für mehr Minimalismus
Capuski / iStock

Immer mehr streben nach Minimalismus. Der Verzicht-Kult ist vor allem bei jungen Menschen beliebt. Sie befreien sich von ihren Besitztümern, werfen Ballast ab – und empfinden das pure Glück. Verlockend klingt es schon, sich nicht mit unnötigen materiellen Dingen zu belasten. Wie funktioniert ein Leben, das nicht mehr von Konsum geprägt ist?

Mehr dazu: Kinder brauchen Minimalismus

Shades of Less

Minimalismus, Downgrade, Zero Waste, Straight Edger, The Cult of Less – Verzicht hat heutzutage genauso viele Bezeichnungen wie Facetten. Worauf verzichten diese Menschen eigentlich genau?

  • Straight Edge: Die Jugendbewegung stammt aus der Punk-Szene; Straight Edger schwören Alkohol, Drogen und auch dem Sex ab. Sie möchten das Leben bewusst genießen und halten die moralische Messlatte hoch. Oft ernähren sie sich auch vegetarisch oder vegan.
  • Zero Waste: Während "Normalos" etwa 600 Kilogramm Müll pro Jahr verursachen, beschränken sich nachhaltige Menschen der Zero-Waste-Bewegung auf ein Marmeladenglas voll Abfall.
  • Digitaler Ausstieg: Manche Menschen empfinden das digitale Zeitalter als belastend, sie verabschieden sich von ihrem Smartphone und wollen sich von technischem Firlefanz nicht mehr den Ton angeben lassen. Manche gehen sogar so weit und löschen ihre Email-Adresse oder lösen sogar ihr Bankkonto auf.
  • The Cult of Less: Menschen fühlen sich von zu viel "Klumpert" beengt, sie reduzieren ihren Besitz auf das Notwendigste und haben den Konsumrausch satt. Viele Minimalisten haben in ihrer kleinen Wohnung nur ein Bett, einen Stuhl und einen Tisch. Weniger ist mehr lautet ihr Motto, sie möchten ihr Leben "downgraden" und einfacher leben. Es gibt sogar Mini-Häuser, in die wirklich nur das Notwendigste passt.

Allen Überzeugungen gemein ist, dass Menschen, die diese speziellen Lebensstile verwirklichen, umso glücklicher sind. Sie sprechen von Befreiung statt Belastung und empfinden innere Ordnung statt Chaos.

Mehr dazu: Entschlackung für die Geldbörse

10 Tipps für mehr Minimalismus im Alltag

Willst du auch ein Leben mit weniger Ballast führen? Dann haben wir praktische Tipps für dich, die dein Leben einfacher machen.

  • Bewusst leben: Lass' dich nicht hetzen, packe die Dinge bewusst an. Sei es der Morgenkaffee, der Weg zur Arbeit oder das Einkaufen. Achtsamkeit führt nachweislich zu weniger Stress.
  • Me-Time: Achte auf sich selbst. Ignoriere dein Bauchgefühl nicht und nimm dir Zeit für dich selbst. Gehe mehr zu Fuß – das befreit den Kopf, ist gesund und du bist nicht auf Öffis, Rad und Auto angewiesen.
  • Reflexion: Überlege vor jeder neuen Anschaffung, ob du den Gegenstand wirklich brauchst. Hast du vielleicht etwas Altes zuhause, das nur eine kleine Reparatur benötigt? Ein Teil mehr bedeutet auch mehr Ballast. Oder kannst du dir von einem Freund oder Nachbarn etwas ausborgen?
  • Mieten: Mittlerweile gibt es zahlreiche Plattformen, die Waren zum Mieten anbieten – Kleidung, Autos, Sportgeräte, Arbeitsplätze (Co-Working Offices) und sogar Handtaschen. Mache doch davon Gebrauch. Wenn du es nicht mehr brauchst, gib es wieder zurück.
  • Ausmisten: Befreie dich von altem Ballast und trenne dich von allem, was du seit einem Jahr nicht mehr gebraucht hast. Behalte einige wenige Erinnerungsstücke.
  • Verpackungsfrei kaufen: Man muss ja nicht gleich so radikal leben wie Zero Waste, aber seinen ökologischen Fußabdruck im Blick zu haben, ist nie verkehrt. Achte daher im Supermarkt darauf, Produkte zu kaufen, die mit wenig Verpackungsmaterial auskommen.
  • Clean Eating: Koche selbst und verarbeite nur frische Zutaten. Trink' am besten Leitungswasser. Zusatzstoffe und Fertigprodukte sind sowieso ungesund. Baue dein eigenes Gemüse an oder setze zumindest Kräuter wie Salbei oder Rosmarin an.
  • Buch lesen: Lies mal wieder ein Buch. Ein echtes, kein eBook. Verzichte einige Tage auf den Fernseher und Netflix.
  • Ab in die Natur: Selbst Stadtmenschen profitieren davon, in regelmäßigen Abständen in der Natur spazieren zu gehen. Ein Spaziergang im Wald hat viele gesundheitliche Vorteile.
  • Müll reduzieren: Verschenken oder verkaufen Dinge, die du nicht mehr brauchst, statt sie in die Mülltonne zu werfen. Erstelle einen Wochenplan, um das Wegwerfen von Lebensmitteln zu reduzieren. Bringe ein "Bitte keine Werbung"-Schild an deinem Postkasten an, um keine Flugzettel zu erhalten, die du eh nicht liest.

Mehr dazu: Was ist Plogging?

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.