Familie

Wunsch-Geburt: So erstellst du einen Geburtsplan

Einen Geburtsplan zu schreiben ist eine gute Möglichkeit, sich über das bevorstehende Ereignis Gedanken zu machen. Inklusive Checkliste zum Ausdrucken.

  • Drucken
Werdende Mutter erstellt ihren Geburtsplan
NataliaDeriabina / iStock

Spätestens im letzten Trimester machen sich werdende Mütter Gedanken über die bevorstehende Geburt. Und das ist gut so. Gehe nicht unvorbereitet an die Sache heran, besprich mit deinem Partner, was du von ihm erwartest und bring deine Vorstellungen und Wünsche zu Papier.

Vorbereitung auf die Geburt

Sammle vorab Informationen und versuch', dir ein Bild von der gewünschten Situation zu machen.

  • Nimm am Informationsabend oder der Führung in den Kreißsaal des Krankenhauses oder Geburtshauses teil.
  • Besuch einen Geburtsvorbereitungskurs wie etwa HypnoBirthing.
  • Sprich mit deiner Hebamme oder deinem Gynäkologen.
  • Gespräche mit Freundinnen, die bereits Kinder haben, sind in Ordnung – aber lass' dich gegebenenfalls nicht verrückt machen.
  • Mal' den Teufel nicht an die Wand, aber sei dir stets bewusst, dass es auch anders kommen kann.

Mehr dazu: Erstausstattung fürs Baby

Überlegungen zur Geburt

  • Begleitung: Wer soll bei der Geburt dabei sein, um dich zu unterstützen? Egal ob dein Partner, eine Freundin, deine Mutter oder eine andere Person deines Vertrauens – die Anwesenden sollten über deine Wünsche Bescheid wissen: Soll der Partner immer dabei bleiben oder auch mal den Kreißsaal verlassen (Einlauf, Setzen der PDA, …)? Magst du Massagen während der Wehen oder lieber nicht?
  • Ablauf: Was ist zu tun, wenn es los geht? Bei welchen Wehen-Abständen geht es ab ins Krankenhaus? Was muss, außer der fertig gepackten Krankenhaustasche, mitgenommen werden? Sind bereits ältere Geschwister da, muss ihre Betreuung geklärt werden – auch, wenn es nachts los geht.
  • Geburt: Welche Positionen möchtest du ausprobieren? Wie stehst du zu einer Wassergeburt? Soll die Hebamme motivierend an deiner Seite stehen oder lieber nur dann im Raum sein, wenn du sie brauchst? Solltest du Musik im Kreißsaal mögen, kannst du die Playlist vorab zusammenstellen.
  • Schmerzbehandlung: Überlege, ob Schmerzmittel für dich in Frage kommen und wenn ja, in welcher Reihenfolge. Vor einer PDA können auch Akupressur, Wärmekissen oder Atemtechniken helfen. Bedenke, dass du dein Vorhaben während der Geburt vielleicht auch ganz schnell über Bord werfen willst.
  • Kaiserschnitt: Möchtest du, sollte ein Kaiserschnitt notwendig sein, das Baby so früh wie möglich sehen? In diesem Fall kann der Sichtschutz im OP niedriger gehängt werden. Wer soll das Bonding direkt nach der Geburt übernehmen und das Baby im Arm halten?
  • Nach der Geburt: Möchtest du, dass die Nabelschnur nach der Geburt auspulsiert? Wer soll die Nabelschnur durchtrennen?

Mehr dazu: Checkliste: Das Baby kommt!

Medizinische Maßnahmen im Vordergrund

Die natürliche Geburt kann ein schönes Ereignis sein, aber es kann auch zu Komplikationen kommen. In diesem Fall solltest du dir nicht auf deine Wünsche und Vorstellungen versteifen, denn dann haben medizinische Maßnahmen oberste Priorität, um deine eigene und die Gesundheit des Babys nicht aufs Spiel zu setzen.

Mehr dazu: Was bringt "Vaginal Seeding"?

Checkliste für den Geburtsplan

Damit du die Geburt deines Babys noch einfacher planen kannst, haben wir bereits  eine Checkliste für dich zusammengestellt – zur Inspiration und zum Ausdrucken:

Mehr dazu: Geburtsplan zum Ausdrucken

letztes Update:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.