Familie

So vermitteln Sie Kindern einen gesunden Umgang mit dem Handy

Das Smartphone gehört heute einfach in unsere moderne Welt. Kinder sollten einen angemessenen Umgang mit der Technologie lernen.

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Kinder und ein gesunder Umgang mit dem Handy
Morsa Images / iStock

Instant Messaging, E-Mails, die neuesten Schlagzeilen – das Smartphone ist omnipräsent und die mobile Kommunikation hat uns fest im Griff. Wie sollen Kinder da am besten einen gesunden Umgang mit dem Handy lernen? Und ab wann sollen sie überhaupt eins bekommen? Kurz: Kinder beobachten und es liegt an den Eltern, Lehrern und der Gesellschaft, ihnen einen gesunden Umgang beizubringen.

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Vorbildwirkung an erster Stelle

Kinder lernen vor allem vom Zusehen und Beobachten. Hantieren die Eltern andauernd mit dem Smartphone, fragen sie sich, was dieses Ding nun so interessant macht und wollen es auch haben. Und tragen es die Eltern ständig bei sich, ahmen die Kleinen es nach.

Sollten Eltern das Smartphone gleich endgültig aus ihrem Leben verbannen? Nein, denn das Gerät gehört nun einmal zu einer modernen Lebensführung dazu. Doch eine bewusste Verwendung ist unerlässlich.

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Verbote nicht zielführend

Für die meisten Kinder wird das Handy in der Volksschule zum Thema, etwa wenn die Kinder den Schul- und Heimweg alleine antreten. Eltern geben den Kindern gerne aus Sicherheitsgründen ein Handy für den Notfall mit. Daran ist nichts verkehrt, sofern es sich dabei um ein simples Wertkartenhandy handelt. Ein Smartphone wird ab etwa 12 Jahren spruchreif. Den Kindern das Handy zu verbieten, ist nicht zielführend. Umso mehr das Handy verboten wird, desto interessanter ist es. Kinder sind nun einmal neugierig. Das Ziel ist es, dem Nachwuchs ein gesundes Verhältnis zu dem mobilen Gerät mit auf den Weg zu geben und es zur Selbstständigkeit zu erziehen.

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Handyfreie Zonen

  • Überlegen Sie gemeinsam mit dem Jugendlichen, worauf Wert gelegt wird und schaffen Sie handyfreie Zonen, an die sich auch die Eltern halten.
  • Etwa bei Tisch, im Schlafzimmer oder im direkten Gespräch hat das Smartphone Sendepause.
  • Legen Sie auch eine Uhrzeit fest, wann abends das Handy ausgeschalten wird.
  • Diese Regeln werden einleuchtender sein, wenn der Teenager es selbst als unangenehm empfindet, zum Beispiel mitten im Gespräch vom Smartphone des Gegenübers unterbrochen zu werden.

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Umgang in der digitalen Welt lernen

Gleichzeitig mit der Verwendung des Smartphones eröffnet sich den Jugendlichen die digitale Welt, eine unbekannte Parallelwelt, wenn man so will. Wie man sich hier zu verhalten hat, müssen sie erst lernen. Begleiten Sie Ihr Kind dabei.

  • Nicht allein lassen: Lassen Sie das Kind nicht alleine durch das WWW surfen oder auf YouTube von Video zu Video klicken. Die Gefahr, auf unseriöse und verstörende Inhalte zu treffen, ist groß.
  • Gemeinsam registrieren: Sprechen Sie mit Ihrem Sprössling darüber, dass es keine persönliche Daten wie die Wohn- oder Schuladresse im Internet bekannt geben soll. Führen Sie die Registrierung bei Social Media & Co gemeinsam durch. Überlegen Sie sich ein Passwort, das auch Freunden nicht verraten werden soll.
  • Mobbing nicht geheim halten: Auch wenn es schwierig ist: Wahren Sie die Privatsphäre des Kindes und lesen Sie keine Chatverläufe mit. Vertrauen ist die Basis für eine gute Eltern-Kind-Beziehung. Greifen Sie das Thema Mobbing auf und vereinbaren Sie mit Ihrem Kind, dass es auf Sie zukommen soll, falls es selbst oder ein Mitschüler schikaniert wird.
  • Keine Nacktfotos verschicken: Machen Sie Ihrem Kind klar, dass es NIEMALS Nacktfotos oder andere (freizügige) Bilder verschicken soll, die ihm hinterher peinlich sein könnten und dass es auf das Versprechen des Chatpartners – auch wenn es sich dabei um einen Schulkollegen oder Freund handelt – nicht zählen soll.

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