Familie

Eltern, nennt die Geschlechtsteile beim Namen!

Brauchen Kinder wirklich andere Bezeichnungen für ihre Genitalien?

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Eltern sollten Geschlechtsteile beim Namen nennen
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Pipimann, Spatzi, Mumu, Schnecke – Eltern finden mitunter kreative Bezeichnungen für die Geschlechtsteile von Mann und Frau. Wir erklären, weshalb Verniedlichungen nicht notwendig sind und warum es sich lohnt, die Geschlechtsorgane beim anatomisch korrekten Namen zu nennen.

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Immer schön sachlich bleiben

In Kindern steckt eine natürliche Neugier, die gestillt werden will. Entdecken Kinder ihren Körper, gehören auch die Genitalien dazu. Kinder sind auch hervorragende Beobachter. Fragt das Kind irgendwann ganz unerwartet den nackten Vater, was denn das Teil zwischen seinen Beinen sei, erstarren viele Eltern vor Schreck. Doch keine Sorge, all das gehört zu einer gesunden Entwicklung dazu. Wichtig ist, dass Eltern entspannt mit der Thematik umgehen. Denn gehen Eltern entspannt damit um, tut es auch das Kind. Bemerkt das Kind allerdings, dass Mama oder Papa verklemmt damit umgehen, wird das Thema Sexualität schnell zum Tabuthema.

Lernen Eltern dem Kind die verschiedenen Bezeichnungen, sollten sie auch bei den Geschlechtsorganen sachlich bleiben. Kopf, Arme und Beine nennen wir ja auch beim Namen. Das weibliche Geschlechtsteil ist die Scheide oder Vagina (Vulva wäre korrekter, aber wer sagt das schon) und zum männlichen Geschlechtsorgan gehören der Penis und die Hoden sowie der Hodensack. Punkt.

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Sexualität nicht zum Tabuthema erklären

Verwenden Eltern phantasievolle Wortkreationen, zieht das Kind daraus keinerlei Vorteile. Im Gegenteil.

  • Indem Eltern die korrekten Bezeichnungen vermitteln, zeigen sie dem Kind, dass die Geschlechtsteile zum Körper gehören und etwas Normales sind.
  • Oft sind den Eltern die verniedlichten Wörter selbst peinlich. Sprechen sie diese nur ungern aus, sprechen sie generell weniger über Sexualität.
  • Verwenden Kinder absurde Bezeichnungen, können Hänseleien im Kindergarten oder unter Freunden die Folge sein.
  • Hat das Kind Schmerzen, kann es den Bereich gut benennen und eingrenzen. Und es erspart so manche peinliche Situation beim Arzt.
  • Auch Nacktsein ist okay. Verstecken Sie sich im Badezimmer nicht vor Ihrem Kind.

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