Entspannung

Stressbewältigung: Stress' dich nicht so!

Mit diesen Methoden sagen Sie Stress den Kampf an.

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Methoden zur Stressbewältigung
Marija Jovovic / iStock

Herrlich waren die Sommermonate und damit einhergehend Ruhe, Erholung und Entspannung. Auch das Wörtchen "Stress" scheint auf Urlaub gewesen zu sein, denn es war kaum davon die Rede. Ein Segen, auch für Teint und Gesundheit. Mit Ferienende und Schulbeginn sowie dem Start neuer beruflicher Projekte, mit Wiederaufnahme von Multitasking, mit Doppelbelastung und kürzer werdenden Tagen, ist allerdings der Wiedereinzug von einem unserer Lieblingsworte im täglichen Sprachgebrauch so gut wie sicher.

Der Stress ist zurück. Dabei macht er in seiner schlechtesten Form faltig, alt und krank. Was können wir also tun, um das zu verhindern?

Was bedeutet Stress eigentlich genau?

Welche Abläufe passieren in unserem Körper? Was löst sie aus?

Stressreaktionen spielen sich auf mehreren Ebenen ab. Sie sind die Reaktion des Körpers auf einen direkten oder eingebildeten Außenreiz. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen positivem (Eustress) und negativem Stress (Distress).

  • Eustress: Die körperliche Reaktion auf einen besonders aufregenden Umstand, zum Beispiel ein Date, kann mit Herzklopfen, Verringerung des Schlafbedürfnisses, erhöhter Aufmerksamkeit und roten Backen, erst so richtig Pepp in die Verabredung bringen. (Was wäre ein erstes Date ohne Schmetterlinge im Bauch?)
  • Distress: Der negative Stress führt zu Reaktionen auf mehreren Ebenen, die weniger angenehm bewertet werden. Sie sind physischer Natur (z.B. kalt-feuchte Hände), biochemisch (Freisetzung von Stresshormonen) und emotional  (z.B.: Angst, Unruhe etc.).

Nicht jeder Stress ist schlecht. Die Stressreaktion unseres wunderbar ausgeklügelt funktionierenden Körpers ist in erster Linie dazu da, uns zu schützen. Durch die Stressreaktion wird unser Körper für Höchstleistungen gerüstet. Der Blutdruck steigt, der Blutzuckerspiegel ebenso, die Gefäße werden verengt. Die Reaktion auf einen als bedrohlich erlebten Reiz ermöglicht rasches Reagieren: Flucht oder Konfrontation. Die Stressreaktion wird im Körper ausgelöst, wenn die zur Verfügung stehenden Handlungsoptionen subjektiv betrachtet zur Bewältigung der erlebten Bedrohung nicht ausreichen.

Folgende Stressoren gibt es:

  • Chemische: Drogen und Toxine
  • Physische: Hunger, Kälte, Schlafmangel
  • Psychische: Überforderung, Angst, negative Denkgewohnheiten
  • Soziale: Konflikt, Mobbing, Gewalt, Einsamkeit

Wenn auf eine kurze Stresssituation Entspannung folgt, so werden die Stresshormone Adrenalin, Noradrenalin und Kortisol rasch wieder abgebaut und aus dem Blutkreislauf entfernt. Es drohen weder Falten oder graue Haare noch Krankheit.

Denn um Stress so richtig schädlich zu machen, müssen zwei Umstände zutreffen:

  • Der Stress hält über einen längeren Zeitraum an, sodass sich der Körper dazwischen nicht erholen kann.
  • Der Stress bekommt einen zusätzlich negativen Drall durch eine besonders nachteilige, individuelle Bewertung.

In Studien konnte festgestellt werden, dass nicht in erster Linie die Umstände, sondern die Bewertung derselben zu schädlichen Entzündungs- und Alterungsprozessen führt. Ob die Situation als Herausforderung, die einen Sinn erfüllt, oder als Bedrohung gesehen wird, macht den großen Unterschied. Wie negativ sich der Stress auf uns auswirkt, liegt also weitestgehend in unserer Hand.

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Mit dieser Auswahl an Methoden können Sie einem der Hauptauslöser von Alterungsprozessen in Ihrem Körper ein Schnippchen schlagen. Folgende Methoden der Stressbewältigung gibt es:

  • Bedrohliche Situation ins richtige Verhältnis setzen: Im Verhältnis zu den Dingen, die für unser Leben und Glück die größte Bedeutung haben. Welchen Stellenwert nimmt die herausfordernde Situation tatsächlich ein? Neben Kindern, Partner und Gesundheit verblasst schon so mancher stressige Umstand in seiner Bedeutung.
  • Höheren Sinn der Herausforderung im Auge behalten: Warum setze ich mich der beruflichen Herausforderung aus? Kann ich damit meiner Familie ein besseres Leben bieten? Ist "Liebe" der Wert, der durch meinen erhöhten Einsatz erfüllt wird, bekommt der Stress bessere Bewertungsnoten.
  • Wie tragisch sieht die Situation aus der Vogelperspektive aus? Je höher man bei der Betrachtung in den Weltraum fliegt, umso kleiner und nichtiger wird im Normalfall der Stressauslöser.
  • Wie viel Bedeutung wird die Situation rückblickend in zehn Jahren haben?
  • Mit der Aufmerksamkeit konsequent und achtsam in der Gegenwart bleiben: Statt ständig vor Augen zu haben, wie viel noch zu tun ist und dass die Abgabe bevorsteht.
  • Veränderung der Sprache: Worte sind Energie. Wer sich sprachlich nicht mit der stressigen Situation identifiziert, kann sie auch ruhiger durchleben: Sagen Sie statt "Ich bin überfordert" besser "Die Prüfungssituation ist  fordernd." Oder statt "Ich bin gestresst" lieber "Ich gehe durch eine anstrengende Phase."
  • Body-Mind-Übungen wie Yoga, Qigong, Tai Chi sowie verschiedene Atem- und Meditationstechniken tragen nachweislich zu innerer Balance und Reduktion von Entzündungs- und Alterungsprozessen bei.
  • Antioxidantien: Ausreichende Zufuhr von Antioxidantien, um den Körper bei der Entgiftung und beim Abbau von Stresshormonen zu unterstützen.
  • Bewegung: Ausreichend Bewegung unterstützt die Entgiftung.
  • Stopp dem negativen Grübeln: Hören Sie auf mit endlosen Gedankenschleifen und fiktiven Horrorszenarien. Schauen Sie Liebesfilme statt solche zu Mord und Totschlag. Lenken Sie bewusst den eigenen Fokus auf Erbauendes und Positives.

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